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Anreise zum ROBINSON Club Maldives (Malediven)

Kategorien: Reiseberichte, Asien, Malediven

Auch für dieses Jahr hatten wir wieder geplant, über unsere beiden Geburtstage Ende April in den Urlaub zu fliegen. Nur hatten wir uns diesmal wegen der ITB in Berlin im März bei unserer Reiseplanung ein wenig Zeit gelassen, da wir uns zum einen von der Reisemesse inspirieren lassen wollten und zudem ein paar interessante Kooperationsgespräche geführt haben.

Wo sollte es also dieses Jahr hingehen? Als mögliche Reiseziele hatten wir uns folgende Destinationen herausgesucht:

– Die Bahamas, denn mit den Schweinchen und Ammenhaien wollten wir schon immer mal schwimmen 🙂
Island, denn die Insel hat uns sehr gut gefallen und hier waren wir bisher nur im Winter
– Eine Rundreise in Kanada
Raja Ampat, da dies als eines der besten Tauchgebiete weltweit ganz weit oben auf unserer Bucket List steht
– Ein Inseltrip auf den Seychellen

Das richtige Angebot hatten wir für unseren Wunschtermin aber nicht gefunden und auf der ITB in Berlin hatten wir ein wirklich tolles Gespräch mit dem Robinson Club. Und so kam es, dass wir eine tolle Kooperation vereinbart haben, die uns zum 2. mal auf die Malediven führen sollte. Wir hatten die Malediven schon einmal vor sechs Jahren bereist und es hatte uns dort richtig gut gefallen. Die Inselwelten sind einfach traumhaft schön! Damals waren wir allerdings noch keine zertifizierten Taucher, so dass wir schon länger vorgehabt haben, noch einmal auf die Malediven zu fliegen, um Tauchen zu gehen. Die Kooperation hatte aber noch einen weiteren Schwerpunkt, dazu dann aber mehr in einem der nächsten Beiträge 😉

Die Lage der Malediven

Wie kommt man am besten von Deutschland auf die Malediven? Ein Nonstop-Flug dauert ab Deutschland ca. 9-10 Stunden. Bei unserer Flugsuche konnten wir Nonstop-Flüge aber nur mit Condor oder Lufthansa finden, allerdings nur in der Zeit von September bis Mitte April. Da diese Nonstop-Flüge in unserer Reisezeit leider nicht mehr angeboten wurden, blieb uns nur die Möglichkeit eines Stopovers bzw. Direktfluges (trotz ihres Namens können Direktflüge auch einen Stopp beinhalten). Hierzu gibt es unter anderem die folgenden Verbindungen:

Swiss → ab vielen deutschen Abflughäfen via Zürich nach Malé
British Airways → ab vielen deutschen Abflughäfen via London nach Malé
Emirates → ab Frankfurt und München via Dubai nach Malé
Qatar Airways → ab Frankfurt, München, Wien und Zürich via Doha nach Malé
Gulf Air → ab Frankfurt via Bahrain oder Muscat nach Malé
Etihad → ab Frankfurt und München via Abu Dhabi nach Malé
Oman Air → ab Frankfurt und München via Maskat nach Malé
Sri Lankan → ab Frankfurt via Colombo nach Malé

Nachdem wir alle Preise verglichen hatten, haben wir uns für die Verbindung über Zürich entschieden. Der Preis war ähnlich wie z.B. über Dubai, aber die Zeiten waren aus unserer Sicht wesentlich besser. In Dubai hätten wir 5 Stunden mitten in der Nacht am Flughafen verbringen müssen, ehe es weiter nach Malé gegangen wäre. Über Zürich hatten wir nur 2 Stunden Aufenthalt und der Weiterflug startet am frühen Abend, so dass man über die komplette Nacht fliegt und morgens gegen 9 Uhr auf den Malediven ankommt. Das ist eigentlich perfekt. Zudem haben wir unsere Reise so geplant, dass wir auf dem Rückflug noch einen Tag länger in Zürich bleiben konnten, um die Stadt am Zürichsee ein wenig zu erkunden.

Unser Flugplan sah also wie folgt aus:

Frankfurt (17.25 Uhr) → Zürich (18.20 Uhr)
Zürich (20.35 Uhr) → Male (9:10 Uhr)
Male (10.40 Uhr) → Zürich (18.15 Uhr)
Zürich (18.05 Uhr) → Frankfurt (19.05 Uhr)

Für alle Flüge haben wir pro Person insgesamt 670 Euro gezahlt. Geflogen sind wir mit Swiss, Lufthansa und der Langstreckenflug war mit Edelweiss Air. Wir hatten vorher noch nie etwas von dieser Airline gehört. Edelweiss Air gehört zum Swiss-Konzern und damit auch zur Lufthansa Gruppe und zur Star Alliance, so dass man auf allen Flügen auch noch Meilen sammeln kann. Ein paar nützliche Tipps für Eure Flugbuchung haben wir übrigens in diesem Beitrag einmal zusammengefasst.

Für uns ging es an einem Sonntagnachmittag am Frankfurter Flughafen los. Die Swiss Maschine war komplett ausgebucht, obwohl jeden Tag stündlich Flüge von Frankfurt nach Zürich gehen. Am Züricher Flughafen hatten wir etwa 2 Stunden Zeit zum Umsteigen. Das reicht auf jeden Fall aus, um in Ruhe von Terminal A zum Terminal E zu kommen. Hierfür gibt es die vollautomatisierte Skymetro, die im regelmäßigen Takt die Terminals mit dem Satellitenterminal E verbindet. Die Fahrt selbst ist schon ein Highlight, denn es gibt in der Tunnelröhre Alpen-Bilder an der Wand, die bei Durchfahrt eine Daumenkino-ähnliche Animation darstellen. Begleitend dazu gibt es noch Jodel-Geräusche, Kuh-Geräusche und den Anfang der Heidi-Melodie. Wirklich eine witzige Idee 🙂

Ansonsten hat uns der Züricher Flughafen sehr gut gefallen. Wahnsinnig sauber, ordentlich und schön eingerichtet. Als wir am Abend dort waren, war es allerdings sehr ruhig. Unser Flug war in der näheren Umgebung unseres Gates der Einzige, der noch abgeflogen ist. Was wir übrigens etwas seltsam fanden, war die Sitzplatz-Wahl bei Edelweiss Air im Voraus. Bei der Buchung der Tickets hätte man für eine Sitzplatzreservierung 25 Euro pro Person und pro Strecke zahlen müssen. Beim Online-Check-In 24 Stunden vor Abflug konnte wir uns dann allerdings beliebig und kostenfrei unsere Sitzplätze auswählen.

Pünktlich um 20.25 Uhr ging es dann los. Vor uns lagen 9 Stunden und 10 Minuten Flugzeit. Wenn man sich mal vorstellt, dass das quasi ein ganzer Arbeitstag ist und man nichts anderes macht, außer essen, schlafen und Filme schauen, ist das schon irgendwie krass. Die Zeit verging aber wirklich wie im Fluge. Wir fanden, dass das Abendessen leider etwas spät kam – erst nach zwei Stunden Flug gegen 22.30 Uhr. Aber nichtsdestotrotz: Das Essen war ganz lecker und die Filmauswahl war auch prima. Etwas Schlaf war sogar auch drin. Zwischendurch gab es mal für etwa 40 Minuten Turbulenzen, die eine Passagierin dazu gebracht haben, vor lauter Angst durch das ganze Flugzeug zu kreischen. Wenn man so etwas hört, gerät man ja fast schon selbst etwas in Panik.

Kurz vor der Landung gab es noch ein Frühstück und die Flugbegleiterinnen haben entsprechende Immigration Cards für die Malediven verteilt. Das sind kleine Zettel, die man mit den individuellen Infos ausfüllen muss. Die Frage nach dem Datum der Gelbfieberimpfung hat uns zunächst leicht schockiert, denn das wussten wir nicht auswendig und hatten im Vorfeld auch gar nicht daran gedacht, unsere Impfausweise mitzunehmen. Das Kleingedruckte auf der Rückseite hatte dann aber das Ganze wieder relativiert, denn diesen Punkt muss man nur ausfüllen, wenn man in den letzten 14 Tagen in Südamerika oder Afrika war.

Nach etwas über 9 Stunden Flug hieß es dann für uns „Hallo Malediven“. Pünktlich landete unser Flieger am Velana International Airport (vorher bekannt als Ibrahim Nasir International Airport) in Malé, der Hauptstadt der Malediven. Malé ist die einzige richtige Stadt der Malediven und gleichzeitig eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt. Nachdem wir unser Gepäck in Empfang genommen hatten, hat bereits ein Mitarbeiter vom ROBINSON Club auf uns gewartet. Mit ihm zusammen sind wir zum nationalen Terminal gelaufen, das sich direkt neben dem internationalen Terminal befindet. Hier haben wir für unseren lokalen Weiterflug eingecheckt und konnten die Zeit bis zum Abflug noch in der Moonimaa Lounge verbringen, in der es kostenloses Essen, Getränke und – das wichtigste – eine Klimaanlage gab. So war das Warten wirklich angenehm 🙂

Die Malediven sind eine Kette (der Name Malediven bedeutet “Insel-Kette”) von 19 Inselgruppen im Indischen Ozean, die sich über 870 Kilometer in der Nord-Süd-Ausdehnung erstrecken. Also eine wirklich lange Strecke! Von den 2.000 Koralleninseln sind 220 Inseln von Einheimischen bewohnt und 87 Inseln werden für touristische Zwecke (Resorts und Hotels) genutzt, wie z.B. Kuramathi, Bandos, Vabbinfaru oder Meerufenfushi. Außer der Hauptstadt Malé gibt es nur wenige Städte, in denen die insgesamt 350.000 Einwohner des Inselstaates leben, wie z.B. Hithadhoo, Fuvammulah, Kulhudhuffushi oder Thinadhoo. Die Malediven gruppieren sich zu 26 Atollen, die sowohl nördlich als auch südlich des Äquators liegen. Die Inseln liegen alle nur rund 1 Meter über dem Meeresspiegel und die höchste Erhebung ist auf der Insel Villingili im Addu-Atoll mit unglaublich hohen 2,40 Metern 🙂

Generell darf die Höhe der Gebäude auf den Inseln nicht die höchste Palme überragen. Zudem wurden viele einheimische Tierarten, darunter auch Schildkröten und Haie sowie 25 Korallenriffe unter Schutz gestellt.

Eine Karte der Malediven mit den verschiedenen Atollen

ROBINSON betreibt 2 unterschiedliche Clubs auf den Malediven: den ROBINSON Club Noonu im Noonu-Atoll (nördlich von Malé) und den ROBINSON Club Maldives im Gaaf-Alif-Atoll (südlich von Malé).

Um zum ROBINSON Club Maldives zu kommen, mussten wir von Malé aus also noch mal einen kurzen Inlandsflug machen. Gegen 11 Uhr ging es zum Gate und mit ein paar Minuten Verspätung ist unsere Propellermaschine von Maldivian abgeflogen.

In den nächsten knapp 50 Minuten hat sich uns die ganze Inselwelt der Malediven von oben offenbart. Der Anblick des Wassers in allen möglichen Blautönen war atemberaubend – dazwischen immer die Atolle und kleinen Inselchen mit ihren Korallenriffen und weißen Sandstränden. Einfach faszinierend. Ihr solltet Eure Kamera also immer griffbereit im Handgepäck dabei haben, um die verschiedenen Atolle fotografieren zu können.

Nach der Landung am Kaadedhdhoo Airport hat uns erneut ein Mitarbeiter von ROBINSON abgeholt und zum Speedboot gebracht, das uns innerhalb von gut 30 Minuten ins Resort gefahren hat. Dort angekommen gab es erst einmal einen Welcome Drink & Snack und eine sehr nette, herzliche Begrüßung von einem Teil der Mitarbeiter. Unsere knapp 18-stündige Anreise war geschafft 🙂

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Der ROBINSON Club Maldives

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