Titelbild Schildkröte Robinson

Das Hausriff des ROBINSON Club Maldives (Malediven)

Kategorien: Reiseberichte, Asien, Malediven

Die Unterwasserwelt der Malediven zählt sicherlich zu den Schönsten der ganzen Welt. Die meisten Resorts haben ein tolles Hausriff, sodass man gar nicht erst mit einem Boot rausfahren muss, um sich mitten in einem Aquarium zu befinden.

Der ROBINSON Club Maldives liegt auf der Insel Funamadua im südlichen Gaafu-Alif-Atoll der Malediven. Die Insel ist gerade einmal 450 mal 240 Meter groß, mitten im Paradies gelegen und umgeben von türkisblauem Wasser und weißem Sandstrand. Das Riff und der Bereich zum Schnorcheln zieht sich quasi einmal um die ganze Insel. Das Schöne ist, dass es durch die relativ geschütze Lage innerhalb des Atolls keine großen Wellen gibt.

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Der Robinson Club auf den Malediven

Um im ROBINSON Club Maldives schnorcheln zu gehen, benötigt man nicht zwangsläufig eine eigene Ausrüstung. Im Resort ansässigen Deep & Breeze Wassersportcenter kann man sich Maske, Schnorchel und Flossen kostenfrei ausleihen – das ist ein wirklich guter Service, damit man die Sachen nicht um die halbe Welt schleppen muss.

Jeden Tag wird im Resort eine geführte Schnorcheltour am Hausriff angeboten, die einige Gäste auch wahrgenommen haben. Wenn man anfangs noch nicht genau weiß, wie man am besten schnorchelt und worauf man achten sollte, ist das genau das Richtige. Wir haben auch vorher am Wassersportcenter nachgefragt, wo die besten Stellen zum Schnorcheln sind und sind dann auf eigene Faust ins Wasser gegangen. Wir konnten bequem von der Terrasse unseres Wasserbungalows ins Wasser springen, mussten ein paar Meter schwimmen und waren dann direkt am Riff. Auch der Zugang vom Strand ist fast überall möglich. Damit aber nicht alle Leute die Korallen beschädigen, gibt es mehrere durch Stangen markierte Durchgangsstellen, durch die man sicher zum Hausriff schwimmen kann.

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Unser Overwater-Bungalow in der Lagune

Zwischen dem Strand bzw. den Wasserbungalows und dem Hausriff gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Erst wenn man an der Riffkante des Hausriffs ankommt, wird es deutlich lebendiger und es gibt auch viele – wenn auch sehr bleiche – Korallen. Schuld an den teilweise toten Korallengebieten ist wohl – so sagte man es uns vor Ort – das Wetterphänomen El Niño, das zuletzt im Jahr 2016 besonders drastisch war. Bei diesem Phänomen herrscht eine erhöhte Wassertemperatur, bei der das Zusammenspiel von Korallenpolypen und Algen nicht mehr richtig funktioniert. Die Korallen stoßen die Algen ab, verlieren dadurch ihre Farbe und verblassen. Allerdings haben wir auch direkt am Strand einen kleinen Babyhai gesehen und ein Adlerrochen ist ebenfalls in der Lagune nahe des Stegs geschwommen. Also auch hier lohnt es sich, immer die Augen offen zu halten 🙂

Bei unseren täglichen Schnorchelgängen haben wir wirklich allerlei Leben unter Wasser gesehen: Angefangen von mehreren Schildkröten, eleganten Adlerrochen, großen Federschwanz-Stechrochen, mehreren größeren und kleineren Riffhaien, Drückerfischen, Flötenfischen, bunten Doktorfischen, Halfterfischen, quirligen Nemos bis hin zu schillernden Papageifischen und einem sehr gut getarnten Oktopus.

Das Schnorcheln am Hausriff hat uns super viel Spaß gemacht und es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man im Takt der Wellen an der Wasseroberfläche hängt und das bunte Treiben unter sich beobachtet. Wir hätten da Stunden schnorcheln können! Schaut Euch am besten mal unser Schnorchelvideo an 🙂

Übrigens wird seit November 2015 für Touristen auf den Malediven eine sogenannte GreenTax in Höhe von derzeit 6 US-Dollar pro Tag/Person erhoben. Diese Ökosteuer dient zur Erhaltung der Umwelt.

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