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7 Tage an Bord der A-ROSA Bella (Donau Flusskreuzfahrt)

Kategorien: Reiseberichte, Europa

Blogger KooperationRoute Donau Klassiker

Nachdem wir in unserem ersten Beitrag etwas zu den allgemeinen Punkten einer Flusskreuzfahrt mit A-ROSA geschrieben haben, stellen wir hier unser Schiff etwas näher vor. Für die Flusskreuzfahrt „Donau Klassiker“ gibt es je nach Termin drei Schiffe von A-ROSA zur Auswahl: die “Bella”, die “Donna” und die “Mia”. Auf unserer 7-tägigen Reise waren wir an Bord der A-ROSA Bella.


Wissenswertes über das Schiff A-ROSA Bella

Die „Bella“ ist 2002 gebaut worden und damit das älteste Schiff der A-ROSA-Flotte. Mit ihren 100 Doppelkabinen kann sie maximal 242 Passagiere und 49 Crew-Mitglieder aufnehmen. Sie ist 124,5 Meter lang und 14,5 Meter breit. Wir haben erfahren, dass die maximale Geschwindigkeit des Schiffes 24 km/h beträgt. Wir sind flussabwärts meistens etwa 17 bis 19 km/h gefahren und flussaufwärts 10 bis 12 km/h. Auf der 553 km langen Strecke zwischen Engelhartszell und Budapest gab es elf Schleusen, die wir mit dem Schiff passieren mussten. Wenn vor uns viele Schiffe waren, mussten wir hier sogar anstehen, weil nicht genügend Kammern vorhanden waren bzw. wir mit der Breite der „Bella“ einfach nur alleine in die Kammern gepasst haben. Andere „schmälere“ Schiffe haben da sogar zu zweit reingepasst.

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Drei A-ROSA Schiffe in Wien

Der Decks- und Kabinenplan

Dies ist der Decks- und Kabinenplan der baugleichen Schiffe A-ROSA Bella, A-ROSA Donna, A-ROSA Mia und A-ROSA Riva.

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Der Decks- und Kabinenplan der A-ROSA Bella

Die Einrichtungen an Bord

Während man so die Donau entlangschippert, gibt es allerlei Möglichkeiten an Bord, sich die Zeit zu vertreiben. Entweder man liegt faul in der Sonne und entspannt sich an frischer Luft, hüpft in den Pool, genießt von der Sauna aus den Blick nach draußen, spielt Shuffleboard, Schach oder eine Partie Minigolf auf dem Sonnendeck, powert sich im Fitness-Bereich aus, lässt sich im SPA-ROSA entspannt massieren, versucht sich am Puzzle oder gönnt sich einen erfrischenden Drink an der Bar. Langweilig wird es einem an Bord tatsächlich nie und ehe man sich versieht, hat man schon wieder an einer Anlegestelle festgemacht und ist bereit, die Umgebung zu erkunden.

Auf dem Schiff gibt es zwei Bars, eine Café Bar direkt vor dem Restaurant und eine Lounge Bar, die sich am Bug des Schiffes befindet. Wir haben uns meistens nach dem Abendessen noch gemütlich in die Lounge Bar gesetzt, haben einen leckeren Cocktail getrunken und den Tag ausklingen lassen. An einigen Abenden gab es von dem schiffseigenen DJ noch ein musikalisches Abendprogramm, das wir aber meistens ausfallen haben lassen, weil wir so kaputt von unseren Stadterkundungen waren 🙂

Für alle Premium-Alles-Inklusive-Gäste gibt es kostenloses WIFI an Bord, allerdings nur in den öffentlichen Bereichen. In den Kabinen leider nicht. Da ja aber seit Juni 2017 die EU-Roaming-Gebühren weggefallen sind, ist es auch kein Problem mehr, mit seinem Handy normal online zu sein.

Unsere Außenkabine mit französischem Balkon

Von zu Hause aus haben wir uns bereits auf der A-ROSA Homepage Fotos der Kabinen angesehen, damit wir einen ungefähren Eindruck davon bekommen, wie wir in der einen Woche „wohnen“ werden. Wir hatten eine 2-Bett-Außenkabine mit französischem Balkon der Kategorie C. Unsere Kabine war 16 m² groß und lag auf Deck 2. Auf den A-ROSA Schiffen gibt es übrigens nur Außenkabinen, d.h. für genug Tageslicht ist immer gesorgt. Im Vergleich zu den Innenkabinen der großen Kreuzfahrtschiffe ist das wirklich ein Vorteil.

Die Einrichtung der Kabine war sehr praktisch: Kommt man in die Kabine rein, befindet sich rechts oder links am Eingang gleich das Bad und auf der anderen Seite ein großzügiger Kleiderschrank und ein Ablage-Regal. Die Koffer verschwinden für die eine Woche problemlos unter dem Bett, so dass sie auch nicht im Weg rumstehen. Am Fenster steht ein Schreibtisch, auf dem der Fernseher seinen Platz gefunden hat sowie ein Sessel mit einem kleinen Beistelltischchen. Beim Fernsehprogramm muss man übrigens nicht auf die deutschen Kanäle verzichten. Alle Standardsender (ARD, ZDF, RTL, Sat.1, Pro7 usw.) sind vorhanden. An jedem Abend befindet sich das A-ROSA Journal an der Kabinentür, das Auskunft über den folgenden Tag bereithält: seien es die Buffetzeiten, Ausflugtipps oder das Abendprogramm – hier entgeht einem nichts.

Das Essen an Bord der A-ROSA Bella

Für die vorzügliche Verpflegung der Gäste wird an Bord von A-ROSA einiges getan. In unserem Premium-Alles-Inklusive-Tarif waren alle Mahlzeiten des Tages inbegriffen, sodass wir kulinarisch bestens versorgt waren.

Das Abendessen stand jeden Tag unter einem besonderen Motto, beispielsweise „Bayrisch“, „Österreichisch“, „Asiatisch“ oder „Ungarisch“. Es gab eine umfangreiche Auswahl an kalten und warmen Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts. Bemerkenswert fanden wir auch, dass die Speisen immer gekennzeichnet wurden, je nachdem ob Laktose, Gluten o.ä. enthalten war. Für Gäste mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf jeden Fall ein riesen Vorteil.

Das (einzige) Restaurant an Bord von A-ROSA Bella bietet – sowohl drinnen als auch draußen – genügend Plätze für alle Gäste. Man hat eine freie Platzwahl und auch keine fixen Essenszeiten. Es sind meistens Zeiträume von 1,5 bis 2,5 Stunden gewesen, in denen man sich „auf’s Buffet stürzen konnte“, sodass es sich sehr gut verteilt hat und man nie lange am Buffet warten musste. Wasser gibt es kostenfrei bereits auf den Tischen; weitere Getränke muss man beim Kellner bestellen. Das hat manchmal leider etwas länger gedauert (bis zu 15 Minuten), sodass wir mit dem Essen auch schon mal fertig waren, bevor wir unsere Getränke hatten. Es ist also besser, sich erst was zu trinken zu bestellen und zu warten, bis es kommt und sich dann erst am Buffet etwas zu essen zu holen. Zapfstationen mit Getränken gibt es abends leider nicht, morgens schon (beispielsweise Säfte und Tee).

Auf unserer Reise gab es 2x einen speziellen Abend mit einem exklusiven Dinner, das man zusätzlich – gegen einen Aufpreis – buchen konnte. Das war zum einen das „A-ROSA Dining Cucina Italiana“ sowie das „A-ROSA Dining exklusiv Wine & Dine“. Beide Dinner waren in einem abgetrennten Bereich im Restaurant. Wir waren bei dem italienischen Abend dabei, für den sich auch noch 14 andere Gäste angemeldet hatten. Es wurde ein 4-Gang-Menü serviert, bei dessen Anblick einem allein schon das Wasser im Mund zusammen lief. Alles war super schön dekoriert, toll angerichtet und hat auch noch geschmeckt 🙂 Wer also – abseits des Buffets – kulinarisch noch das i-Tüpfelchen erleben möchte, dem können wir das exklusive Dinner auf jeden Fall empfehlen.

Ein Schiffsrundgang mit Blick hinter die Kulissen

Am letzten Tag auf dem Schiff wurde vormittags ein exklusiver Schiffsrundgang angeboten, der uns die Möglichkeit bot, einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen von A-ROSA Bella zu werfen. Mit einer Gruppe von ca. 15 anderen interessierten Gästen sind wir mit dem Hotelmanager auf Tour durch die verschiedensten Bereiche des Schiffes gegangen. Sei es die schiffseigene Wäscherei, die Getränkelager der Bars, die Küche, der Crew-Bereich, der Maschinenbereich oder die Brücke (die man auf einem Flussschiff eigentlich Steuerhaus nennt). Wir konnten hier wirklich interessante Dinge erfahren, die einem vorher gar nicht so bewusst waren. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass das Steuerhaus bei Brückendurchfahrten auch eingefahren werden kann und der Kapitän dann quasi mit dem Steuerhaus in einem Hohlraum hinter der Bar sitzt? Oder dass es gar kein Rettungsboot auf dem Schiff gibt? Zwischendurch konnten wir immer wieder mit Crewmitgliedern sprechen, die aus ihrem Alltag berichtet haben, wie zum Beispiel der Kapitän, der leitende technische Offizier oder auch der Küchenchef. Ein wirklich sehr spannender einstündiger Rundgang, der jedem zu empfehlen ist, der sich schon immer gefragt hat, was sich im Hintergrund eines Schiffes so alles abspielt.

Zum Abschluss haben wir noch ein kurzes Video von der A-ROSA Bella mit unserer neuen DJI Mavic Pro Drohne gemacht. Allerdings hatten wir hierfür nur 20 Minuten Zeit, bevor das Schiff abgelegt hat 🙂

10 Fragen an den Hotelmanager der A-Rosa Bella

Während unseres Aufenthalts an Bord der A-ROSA Bella wurden wir von einem netten Team betreut, welches von Balazs Benacs geleitet wird. Hier ist unser kleines Interview mit ihm, um noch mehr über das Leben an Bord eines Flussfahrtschiffes zu erfahren.

1. Was macht Deine Arbeit als Hotelmanager an Bord der A-ROSA Bella aus?

Ich bin der Gastgeber an Bord und für den Hotelbetrieb zuständig. Ein Fulltime-Job mit Leidenschaft.

2. Viele denken, dass eine Hochsee-Kreuzfahrt mit einer Fluss-Kreuzfahrt vergleichbar ist. Kannst Du uns die größten Unterschiede aus Sicht eines Hotelmanagers beschreiben?

Das denken wirklich viele. Neben den geographischen Unterschieden der Fahrtgebiete, sind Flussschiffe wesentlich kleiner und familiärer. Mit den Gästen wird der Kontakt schneller hergestellt und man freut sich auf die persönliche Kommunikation mit Stammgästen. Arbeitstechnisch kann ich sagen: Je kleiner ein Betrieb ist, umso vielseitiger sind auch die Aufgaben.

3. Die „Bella“ ist ja das erste Schiff der A-ROSA-Flotte von 2002. Wie unterscheiden sich die neueren A-ROSA-Schiffe in Bezug auf Größe, Ausstattung etc.?

Die 4 Donauschwestern (Bella, Donna, Mia, Riva) sind die ersten Schiffe der A-ROSA Flotte und auch die breitesten. Die Schwesterschiffe auf der Seine, Rhone und dem Rhein sind ein wenig schmaler und bautechnisch etwas anders. Das Konzept von A-ROSA zieht sich aber durch die gesamte Flotte (11 Schiffe) und die neuesten Schiffe sind natürlich sehr modern, dennoch elegant gestaltet. Ich kann jeden nur empfehlen die gesamte Flotte mitzuerleben.

4. Im Vorfeld unserer Reise wurden wir oft auf das Publikum einer Fluss-Kreuzfahrt angesprochen. Kannst Du uns hierzu speziell zur A-ROSA Bella etwas sagen?

Man stellt das Klischee auf, Kreuzfahrten wären was für die ältere Generation. Da kann ich sagen, Kreuzfahrten sind attraktiver denn je zuvor. Die Schiffe der A-ROSA Flotte sind für jede Altersklasse sehr zu empfehlen.

5. Was kann man als Gast erwarten, wenn man eine Kreuzfahrt mit A-ROSA bucht?

Wunderschöne und authentische Schiffe, einen modernen Spa-Bereich, aktiven Urlaub mit Biking-Touren, ein durchdachtes Food-Konzept und wunderschöne Destinationen und Landschaften.

6. Auf unserer Reise haben wir ja drei wunderschöne Großstädte an der Donau angefahren. Was sind Deine persönlichen Highlights von Wien?

In einer traditionsreichen Metropole wie Wien gibt es unzählige Highlights. Zusammengefasst: Architektur, Küche und Freizeitangebot.

7. Kannst Du uns Deine persönlichen Empfehlungen zu Budapest geben? Was sollte man auf gar keinen Fall in dieser Stadt verpassen?

Ein Spaziergang am Ufer der Donau entlang auf beiden Seiten von Budapest. Besonders empfehlenswert am Abend wenn die Lichter angehen. Ansonsten gilt das gleiche Prinzip wie in Wien oder anderen Metropolen und Großstädten.

8. Und welche Insider-Tipps hast Du vielleicht noch zu Bratislava?

Am Ufer gegenüber der Altstadt gibt es ein Hausboot, welches zum Restaurant, Bar und eigener Brauerei umgebaut wurde. Sehr modern und authentisch mit guten Speisen und hervorragendem Bier.

9. Gab es ein besonderes Erlebnis, das Du an Bord eines Schiffes erlebt hast?

Wir haben einen Gast an Bord gehabt, der seinen 100. Geburtstag bei uns gefeiert hat. Das war wirklich etwas Besonderes.

10. Du hast mittlerweile über 80 Länder der Welt bereist. Welches ist Dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?

Auf jeden Fall. Burma, anders gesagt Myanmar. Ich war vor gut sieben Jahren dort. Das Land ist eines der ärmsten Länder der Welt, man spürt und merkt die Scherben der Militärdiktatur. Aber dennoch sind die Menschen sehr freundlich, offen und strahlen trotz der Ereignisse der vergangenen Jahrzehnte eine innere Zufriedenheit aus. Eine Reise in das Land der Pagoden ist ein Must-have.

Lieber Balazs, wir danken Dir für das Interview und den tollen Aufenthalt bei Euch an Bord. 🙂


Blogger KooperationAnzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Vielen Dank an die A-ROSA Flussschiff GmbH für den angenehmen Aufenthalt an Bord von A-ROSA Bella und die persönliche Betreuung. Wir wurden zu der 7-tägigen Flusskreuzfahrt auf der Donau, dem exklusiven Dinner „A-ROSA Dining Cucina Italiana“, dem Ausflug “Vom Donauknie nach Budapest” sowie dem Schiffsrundgang eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.


Übersicht aller Beiträge unserer Donau-Flusskreuzfahrt

Folgende Beiträge haben wir zu unserer 7-tägigen Flusskreuzfahrt mit A-ROSA auf der Donau geschrieben:

Tag 1: Unsere Flusskreuzfahrt auf der Donau mit A-ROSA
Tag 1: 7 Tage an Bord der A-ROSA Bella
Tag 2: Wien - Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt
Tag 3: Wien - Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere & Prater
Tag 4: Ausflug "Vom Donauknie nach Budapest" (Esztergom, Visegrád, Szentendre, Budapest)
Tag 4: Budapest bei Nacht
Tag 5: Budapest - Sehenswürdigkeiten der Buda Seite
Tag 5: Budapest - Sehenswürdigkeiten der Pest Seite
Tag 6: Die Sehenswürdigkeiten von Bratislava
Tag 7: Das Weltkulturerbe Wachau und das Stift Melk
7 Tage an Bord der A-ROSA Bella (Donau Flusskreuzfahrt) zuletzt geändert: September 12th, 2017 von One Million Places

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