Titelbild Sehenswürdigkeiten Brüssel Top 10

Unsere Top 10 Sehenswürdigkeiten in Brüssel (Teil 2)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Belgien, Brüssel

Skyline Brüssel

In zwei Tagen haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Brüssel gesehen und wollen Euch in diesem Beitrag den zweiten Teil unserer Top 10 präsentieren. Den ersten Teil mit dem Grand Place (Grote Markt), dem Königspalast, der Kathedrale St. Michael und St. Gudula, dem Kunstberg und der Brunnenfigur Manneken-Pis findet Ihr hier.


Das Atomium in Brüssel

Das Atomium ist sicherlich die bekannteste Sehenswürdigkeit von Brüssel, sodass es auf unserer Stadttour natürlich auch nicht fehlen durfte. Mit einem der roten Sightseeing-Busse sind wir in den Norden der Stadt gefahren und wurden direkt vor dem Atomium rausgelassen. Da das Wetter spitze war, haben wir erst einmal einige Fotos gemacht, um das Atomium in das recht Licht zu rücken. Von nahem sieht es wirklich ganz beeindruckend aus 🙂

Das Atomium in Brüssel

Das Atomium in Brüssel

Das Atomium ist ein riesiges Bauwerk aus Metall, das anlässlich der Weltausstellung (Expo) in Brüssel im Jahr 1958 erbaut wurde. Es soll mit Hilfe von neun Atomen die Elementarzelle einer Eisen-Kristallstruktur in 165-milliardenfacher Vergrößerung darstellen. Das Atomium ist 102 Meter hoch und besteht aus neun Kugeln von jeweils 18 Metern Durchmesser, die über 23 Meter lange Röhren verbunden und teilweise begehbar sind.

Da wir unsere Eintrittskarten bereits vom Hotel bekommen hatten, mussten wir nur noch unseren Rucksack in einem Schließfach einschließen (sind hier nämlich nicht erlaubt) und konnten uns in die Schlange am Eingangsbereich stellen. Zum Glück ging es relativ schnell. Die nächste Schlange bildete sich dann vor dem Fahrstuhl, denn nur mit diesem kommt man innerhalb von 23 Sekunden zur obersten Kugel des Atomiums, auf der sich die Aussichtsplattform und ein Restaurant befinden. Von hier oben hat man einen schönen Panoramablick auf Brüssel, der aber tatsächlich nicht weltbewegend ist, sodass wir nur kurz eine Runde gelaufen sind und dann nach 10 Minuten wieder nach unten gefahren sind. Einzig den Blick auf die Miniatur-Welt, die sich direkt neben dem Atomium befindet, fanden wir ganz interessant. Unten wieder angekommen arbeitet man sich mithilfe von Treppen und Rolltreppen in die einzelnen Kugelkörper hoch, in denen sich Ausstellungen befinden.

Die Nationalbasilika des Heiligen Herzens

Die Nationalbasilika des Heiligen Herzens ist schon von weitem sichtbar, denn sie thront quasi auf einem kleinen grünen Hügel im Stadtviertel Koekelberg im nordwestlichen Teil der Stadt. Die Basilika zählt nach den Kirchen im Vatikan, London und Florenz zu den größten Kirchen der Welt (zumindest wenn man nach dem Innenmaß des Kirchenschiffes geht) und wurde zwischen den Jahren 1905 und 1970 im Art-déco-Stil erbaut. Heute bietet sie Platz für etwa 2.000 Menschen. Als wir am Nachmittag die Basilika besucht haben und uns auch den Innenraum angeschaut haben, waren nur fünf andere Besucher da 🙂 Auf einer Höhe von 53 Metern gibt es auch eine Aussichtsplattform, von der man einen fantastischen Blick auf Brüssel haben soll. Leider konnten wir uns davon nicht überzeugen, da sie geschlossen hatte, als wir gerade da waren.

Nationalbasilika des Heiligen Herzens

Nationalbasilika des Heiligen Herzens

Das Hauptschiff der Nationalbasilika

Das Hauptschiff der Nationalbasilika

Das Europaviertel in Brüssel

Brüssel ist die Hauptstadt von 510 Millionen Europäern und das spürt man im Europaviertel der Stadt ganz besonders. Hier befinden sich unzählige europäische Institutionen, die 40.000 Mitarbeiter aus den 28 EU-Mitgliedsstaaten beschäftigen, wie zum Beispiel die Europäische Kommission und der Europäische Rat am Schumann-Rondell.

Mit dem roten Sightseeing-Bus konnten wir am Place du Luxembourg aussteigen, d.h. direkt vor dem Europäischen Parlament. Hier befindet sich auch das Parlamentarium, ein Besucherzentrum in dem man die Welt und Arbeitsweise des Europaparlaments kennenlernen kann. Der Eintritt ist kostenfrei. Am Eingang haben wir einen Multimedia-Guide in die Hand gedrückt bekommen, der in allen 24 Amtssprachen der EU verfügbar ist und einem wichtige Informationen liefert, während man durch die Ausstellungsräume geht. Die Ausstellung war sehr interaktiv und modern gestaltet und macht es einem etwas einfacher, die europäische Politik zu verstehen 😉

Platz vor dem Europäischen Parlament

Platz vor dem Europäischen Parlament

Nach dem wir einmal durchgelaufen sind, sind wir durch den nahegelegenen Leopoldpark spaziert, der übersät war von Familien mit Kindern. Klar, das Wetter war ja auch perfekt für ein Picknick und Aktivitäten an der frischen Luft.

Der Jubelpark mit dem Triumphbogen

Den Jubelpark hatten wir uns für den Abend aufgehoben, damit wir die Lichtverhältnisse besser zum Fotografieren nutzen können. Denn das sichtbarste Baudenkmal in dem ca. 37 Hektar großen Park ist der 50 Meter hohe Triumphbogen mit seiner Quadriga, der irgendwie wie eine Mischung zwischen dem Brandenburger Tor und dem Pariser Arc de Triomphe aussieht. Am Abend wurde er schön aus westlicher Richtung von der Sonne angestrahlt… was auch gestimmt hat. Nur leider hingen direkt vor dem Torbogen drei große, offene „Dinner in the Sky“-Gondeln, sodass das mit den schönen Fotos leider nicht geklappt hat. Auf beiden Seiten des Triumphbogens gibt es zwei große Ausstellungshallen – heute sind hier das Autoworld Museum und das Militärmuseum untergebracht.

Der Triumphbogen im Jubelpark

Der Triumphbogen im Jubelpark

Der Jubelpark in Brüssel

Der Jubelpark in Brüssel

Auf den Wiesen des Parks saßen viele Leute, die ihre Picknickdecken ausgebreitet hatten und sich vom Großstadtlärm erholten. Wir sind einmal quer durchgelaufen, da unser Hotel vom anderen Ende des Parks nur 10 Minuten entfernt war.

Belgiens legendäre Köstlichkeiten

Belgien zu besuchen ohne die legendären Waffeln, Pommes und Schokolade zu probieren geht eigentlich gar nicht! Wir müssen auch zugeben, dass man daran auch in Brüssel gar nicht vorbeikommt, denn an jeder Ecke gibt es einen kleinen Stand, der eine der Köstlichkeiten anbietet. Für die Naschkatzen unter uns also perfekt 😉

Den Duft der frisch gebackenen Waffeln kann man schon von weitem riechen und es ist schwer hier zu widerstehen. Allein die Auslagen in den vielen Schaufenstern der Innenstadt lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, sodass man schneller im Laden steht als man dachte. Das Besondere an der Brüsseler Waffel ist wohl der lockere, fluffige Eierteig und die viereckige Form. Heraus kommt eine goldbraun gebackene Waffel, die blank oder mit Puderzucker verfeinert einfach nur lecker schmeckt.

Belgische Pommes gehören ebenfalls zum Stadtbild von Brüssel und gelten hier fast schon als Kulturgut. Wir haben uns für eine Pommesbude direkt in der Stadt entschieden, die immerhin zu den Top 10 der Stadt gehört: das Fritland an der Börse. Die sehr lange Schlange vor dem Fenster ließ schon ahnen, dass die Pommes hier gut sind… oder aber nur darauf schließen, dass es genau wie wir zig Touristen gibt, die das „Gelbe Gold“ auch einfach nur mal probieren wollen. Egal. Für 3 Euro pro Nase haben wir zwei große Portionen bekommen; die Sauce gab es aufgrund der Brüssel-Card kostenfrei dazu. Und nun zum Geschmack: Nun ja, so ganz vom Hocker gehauen haben die Pommes uns leider nicht, da sie uns einfach zu dick sind und dadurch zu “kartoffelig” schmecken.

Die Schlange vor dem Fritland

Die Schlange vor dem Fritland

Belgische Pommes

Belgische Pommes

In einer Seitenstraße am Grote Markt befindet sich das Museum van Cacao en Chocolade – Choco-Story, für das wir aufgrund unserer Brüssel-Card keinen Eintritt zahlen mussten. In den Ausstellungsräumen, die auf zwei Etagen verteilt sind, hat man die Möglichkeit die Geschichte der Schokolade kennenzulernen – vom Ursprung bis zum Endprodukt. Bei einer kleinen Vorführung von einem Maître Chocolatier wurde uns gezeigt, in welchen Schritten Pralinen hergestellt werden. Und natürlich ist das Naschen auch nicht zu kurz gekommen. Im Ausstellungsraum gibt es einen großen Schokoladenbrunnen, in den man Kekse eintauchen kann. Außerdem gibt es noch 6 verschiedene Spender, aus denen man einzelne Schoko-Stückchen probieren konnte. Es war wirklich mal ganz interessant, im direkten Vergleich den Geschmack von purer Kakaomasse, Kakaobutter, weißer Schokolade, Milchschokolade und dunkler Schokolade zu testen.

Herstellung von Pralinen

Herstellung von Pralinen

Neben unseren persönlichen Top 10 Sehenswürdigkeiten in Brüssel, gibt es natürlich noch weitere interessante Plätze, Museen und Gebäude, die wir Euch im nächsten Beitrag gerne zeigen möchten 🙂

Unsere Top 10 Sehenswürdigkeiten in Brüssel (Teil 2) zuletzt geändert: August 31st, 2017 von One Million Places

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