Titelbild Tauchen Bonaire

Tauchen im Bonaire National Marine Park (Bonaire)

Kategorien: Reiseberichte, Mittelamerika & Karibik, Bonaire

Heute sind wir gegen 7 Uhr mit der AIDAdiva im Hafen von Kralendijk in Bonaire, unserer 3. ABC-Insel der Karibikkreuzfahrt, angekommen.


Voraussetzungen zum Tauchen mit der AIDA

Wenn man mit der AIDA als zertifizierter Taucher tauchen gehen möchte, gibt es einige Voraussetzungen bzw. Dinge, die man bedenken sollte:

1. Beachtung der Tauchsicherheitsregeln und Teilnahmebedingungen (siehe auf aida.de)

2. Ausfüllen der Einverständniserklärung inkl. Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand

3. Man benötigt einen Versicherungsnachweis für Tauchsport. Sollte man keine Tauchversicherung haben, muss man diese an Bord der AIDA vor den Tauchgängen abschließen. Diese kostet günstige 6 Euro, ist für max. 31 Tage gültig und deckt alle AIDA-Tauchausflüge ab.

4. Tauchlizenz (mindestens OWD/JOWD oder CMAS Bronze)

5. Nachweis über den letzten durchgeführten Tauchgang (beispielsweise durch ein Logbuch)

Am besten klärt man diese ganzen Dinge ein bis zwei Tage vor dem ersten Tauchgang mit dem AIDA Activity-Team, damit man auch seine Ausflugstickets erhält.

Der Activity Schalter auf der AIDAdiva

Der Activity Schalter auf der AIDAdiva

Check-in auf der AIDA zum Tauchen

Check-in auf der AIDA zum Tauchen

In den Tauchausflügen der AIDA ist das gesamte Tauchequipment bereits enthalten. Am Vorabend wird man eingeladen, auf Deck 3 in die Tauchbasis zu kommen, damit man sein Equipment anprobieren und zusammenpacken kann. Das Equipment wird jeweils in eine Tasche gepackt, die immer einem Taucher zugewiesen ist. Am Tag der Tauchgänge sind die Tauchertaschen dann schon an Bord, sodass man sich hier um nichts mehr kümmern muss.

Start der Tour

Den heutigen Tauchausflug auf Bonaire mit der AIDA Tauchbasis hatten wir bereits von zu Hause aus gebucht. Um 8.45 Uhr haben wir uns an der Pier getroffen. Meistens steht dann ein AIDA-Scout mit dem passenden Schildchen da, damit jeder weiß zu welcher Ausflugsgruppe er gehört.

Treffpunkt auf dem Pier

Treffpunkt auf dem Pier

Insgesamt waren wir 18 Taucher und 2 AIDA-Tauchlehrer. Was super praktisch war: Wir wurden direkt an der Pier – quasi einen Katzensprung von der AIDA entfernt – von einem lokalen Tauchboot abgeholt. Die Tauchschule, mit der AIDA hier auf Bonaire zusammenarbeitet, heißt Buddy Dive. An Bord waren zwei weitere lokale Tauchlehrer und der Kapitän. Nun konnte es losgehen.

Das Tauchschiff von Buddy Dive Bonaire

Das Tauchschiff von Buddy Dive Bonaire

Von Bonaires Unterwasserwelt haben wir schon sehr Positives von anderen Reisenden gehört und waren gespannt, ob es unsere Erwartungen erfüllt. Die Insel gehört zu den besten Tauchgebieten der Welt – das verdankt sie einerseits den sehr artenreichen Riffen und dem klaren, warmen Wasser, aber andererseits auch der hier kultivierten Tauchfreiheit. Auf Bonaire gibt es über 60 mit gelben Steinen markierte Tauchplätze. Das heißt, man mietet sich einen Pick-Up, lädt seine (geliehene) Ausrüstung und die Flaschen auf und dann geht’s los – ganz individuell, ohne Guide und Zeitplan, direkt von Land aus. Das klingt auf jeden Fall sehr gut und ist bei uns mal auf der Reiseliste abgespeichert 😉

Karte der Tauchplätze in Bonaire

Karte der Tauchplätze in Bonaire

Eine Infobroschüre vom Bonaire National Marine Park gibt es hier zum Download.

Tauchen am Buddy’s House Reef in Bonaire

Auf Bonaire taucht man im sogenannten “Bonaire National Marine Park”. Diesen gibt es seit 1979 und umfasst die komplette Insel von der Hochwassermarke bis in 60m Tiefe. Eine Jahreslizenz für den Nationalpark kostet 25 US Dollar und eine Tageslizenz (passend für Kreuzfahrttouristen) 10 US Dollar. Der Kauf einer Lizenz ist Pflicht und wird auch kontrolliert. Bei der AIDA ist sie quasi schon bei der Buchung mit drin bzw. wird on top draufgeschlagen, sodass man dann auf dem Boot nichts mehr zahlen muss, sondern hier einfach von den lokalen Guides seine Lizenz bekommt.

Den ersten Tauchplatz Buddy’s House Reef haben wir bereits nach wenigen Minuten erreicht. Wie der Name schon sagt, ist das das Hausriff direkt vor der Tauchschule “Buddy Dive”, mit denen wir unterwegs waren. Die 18-köpfige Tauchgruppe wurde in zwei kleinere Gruppen unterteilt – jeweils mit einem AIDA-Tauchlehrer und einem lokalen Tauchlehrer, da diese die Tauchplätze ja oftmals besser kennen. Bei dem Tauchgang haben wir – direkt als wir runtergegangen sind – eine schöne Flunder gesehen, die erst getarnt am Boden lag und sich dann aber gezeigt hat und weggeschwommen ist. Wirklich lustige Tierchen. Am Ende des Tauchganges haben wir dann noch einen Spitzschwanz-Schlangenaal gesehen, der auch aus seinem Versteck herausgekommen ist.

Eine Flunder

Eine Flunder

Ein Spitzschwanz-Schlangenaal

Ein Spitzschwanz-Schlangenaal

Ein Trompetenfisch

Ein Trompetenfisch

Tauchen in Bonaire

Tauchen in Bonaire

Tauchen im Süden von Klein-Bonaire

Die Oberflächenpause haben wir dann direkt am Tauchcenter gemacht und sind dann nach gut 30 Minuten wieder auf das Schiff zurück und in den Süden von Klein-Bonaire gefahren, wo unser zweiter Tauchplatz lag.

Oberflächenpause am Tauchcenter

Oberflächenpause am Tauchcenter

Hier sind wir entlang der Riffwand getaucht, hatten eine tolle Sicht und haben wirklich schöne Korallen gesehen.

Die Korallen in Bonaire

Die Korallen in Bonaire

Die Korallen in Bonaire

Die Korallen in Bonaire

Unterwasserwelt

Unterwasserwelt

Innerhalb von 50 Minuten konnten wir hier eine Schildkröte, Feuerfische, Putzergarnelen, Barrakudas und vieles mehr sehen.

Eine Schildkröte

Eine Schildkröte

Eine Schildkröte

Eine Schildkröte

Ein Barrakuda

Ein Barrakuda

Eine Putzergarnele

Eine Putzergarnele

Unterwasserwelt

Unterwasserwelt

Kleiner Fischschwarm

Kleiner Fischschwarm

Unter Wasser – kurz vor dem Auftauchen – hat man schon gemerkt, dass es plötzlich etwas dunkler geworden ist und als wir dann an der Oberfläche waren, wussten wir auch warum: es regnete in Strömen. Als alle wieder an Bord waren, ging es direkt wieder zurück zum Schiff, wo wir gegen 13.30 Uhr angekommen sind.

Das Video unserer beiden Tauchgänge in Bonaire

Hier gibt es noch das Video unserer beiden Tauchgänge mit der AIDAdiva auf Bonaire:

Am Nachmittag haben wir uns noch das Städtchen Kralendijk angeschaut. Den Bericht findet Ihr hier.

Übersicht unserer AIDA Kreuzfahrt in der Karibik

Tag 1: Dominikanische Republik (Anreise, Transfer, Boarding)
Tag 2: Seetag
Tag 3: Aruba (Flugzeugwrack-Tauchen, Stadtbesichtung Oranjestad )
Tag 4: Curaçao (Inselrundfahrt mit dem Mietauto, Tauchen mit Delfinen, Stadtbesichtung Willemstad)
Tag 5: Bonaire (Tauchen im Bonaire National Marine Park, Stadtbesichtung Kralendijk)
Tag 6: Seetag
Tag 7: Grenada (Wracktauchen, Tauchen am Unterwasser-Skulpturenpark, Stadtbesichtung St. George’s)
Tag 8: St. Vincent (Vulkanbesteigung La Soufriere & Stadtbesichtung Kingstown)
Tag 9: Barbados (Wracktauchen im Carlisle Bay Marine Park, Schnorcheln mit Schildkröten)
Tag 10: St. Lucia (Tauchen am Anse Cochon & Virgins Cove)
Tag 11: Dominica (Wale & Delfinbeobachtung, Stadtbesichtigung Roseau)
Tag 12: Guadeloupe (Inselrundfahrt mit dem Mietwagen, Stadtbesichtigung Pointe-à-Pietre)
Tag 13: Antigua (Nelson’s Dockyard, Fort Berkeley, Stadtbesichtigung St. John’s)
Tag 14: Seetag
Tag 15: Dominikanische Republik (Transfer, Heimflug)

Tauchen im Bonaire National Marine Park (Bonaire) zuletzt geändert: Juni 12th, 2017 von One Million Places

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  1. Hallo,

    mit Begeisterung las ich euren Blog. Vor allem die Karibik hat mich sehr interessiert, weil wir im Januar fast die gleiche Tour mit der MS 3 fahren, wie ihr mit der AiIDA. Eure Unterwasserbilder und Filme sind einfach unglaublich! Wie habt ihr die gemacht? Habt ihr Filter unter Wasser verwendet?

    Welche Kamera habt ihr benutzt? Habt ihr sie nachbearbeitet?

    Wäre schön, ein paar Tipps von euch zu erhalten!

    Viele Grüße, Silke

    1. Author

      Hallo Silke,

      es freut uns, dass Du unseren Reiseblog gefunden hast und das Dir unsere Berichte so gut gefallen 🙂

      Für die Unterwasser-Fotos haben wir derzeit eine Sony Cybershot DSC-RX100 IV Digitalkamera mit einem Fantasea Gehäuse und dem Sea&Sea YS-D2 Unterwasserblitz. Für die Unterwasser-Videos haben wir jetzt eine GoPro 5 – in der Karibik war es noch die GoPro Hero 4. Und ja, sowohl für die GoPro als auch für die Sony haben wir Rotfilter im Einsatz. Gerade beim Tauchen ab 5 Metern Tiefe ist das extrem wichtig und gibt Deinen Fotos oder Videos wieder mehr Farbe. Nachbearbeitet sind die Bilder fast gar nicht. Manchmal noch etwas mehr Kontrast oder Schärfe.

      Wir hoffen, Dir gefällt die Route durch die Karbik genausogut wie uns 🙂

      Falls Du noch weitere Fragen hast, lass es uns einfach wissen.

      Viele Grüße
      Michael & Sandra

  2. Hallo Ihr Beiden,

    vielen Dank für eure schnelle Rückmeldung! Gut zu wissen mit dem Rotfilter. Ich werde mit der Garmin Virb Ultra 30 filmen. Wie ich gesehen habe, kann man den Tauchmodus dort direkt schon einstellen und die Kamera hat somit diesen Rotfilter schon intern. Hat die GoPro das nicht? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Oder reicht der vielleicht nicht?
    Es wäre mega ärgerlich, wenn die Aufnahmen misslingen.
    Die Vorfreude steigt….

    Viele Grüße, Silke

    1. Author

      Hallo Silke,

      die Garmin Virb Ultra wird das dann wahrscheinlich irgendwie Software-technisch anpassen. Die GoPro kann das nicht. Wahrscheinlich wirst Du mit einem externen Rotfilter immer noch kräftigere Farben bekommen, als mit einer internen Software Lösung. Auch für die GArmin gibt es günstige Filter, allerdings wissen wir nicht, wie gut die sind: https://www.amazon.de/Andoer-Tauchen-Ultra-30-Action-Kamera-Verwendung-wasserdichtes/dp/B06WP3K5QX

      Es kommt zudem ja noch darauf an, was ihr vorhabt: geht ihr schnorcheln oder tauchen? Auch da gibt es verschiedene Dinge zu beachten, da Filter ja erst ab bestimmten Tiefen sinnvoll sind.

      Viele Grüße
      Michael & Sandra

      1. Hallo ihr Beiden,

        wir gehen hauptsächlich Schnorcheln. Tauchen wohl eher nur 1 oder 2 Mal. Ich fange da gerade erst an. Also wird es auch nicht in große Tiefen gehen.
        Was muss ich beim Schnorcheln denn beachten?
        Danke für den Tipp mit dem Filter. Dann werde ich mich da wohl doch noch schlau machen.
        Wenn die Kamera schon rot filtert und ich zusätzlich noch einen Filter nutze, kann das nicht zu rot werden?

        Viele Grüße, Silke

        1. Author

          Die Kamera filtert nicht das rot, sondern sie wird rot in den Einstellungen extra hinzufügen 🙂

          Wenn es hauptsächlich ums schnorcheln geht, dann brauchst Du keinen Filter. Der macht da keinen Sinn – im Gegenteil, dein Bild wird dann total rötlich. Erst zwischen 5-10 Metern solltest Du einen Rotfilter im Einsatz haben, denn ab dieser Tiefe wird das Rot vom Wasser absorbiert und mit dem Filter quasi wieder künstlich hinzugefügt.

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