Titelbild Dominica Delfine

Wale, Delfine und die Hauptstadt Roseau (Dominica)

Kategorien: Reiseberichte, Mittelamerika & Karibik, Dominica

Unser heutiger Stopp war Dominica – The Nature Island of the Caribbean. Die kleine karibische Insel hat diesen Werbeslogan aufgrund ihrer üppigen und artenreichen Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Zugleich soll mit dem Spruch eine Verwechslung mit der Dominikanischen Republik (Englisch: Dominican Republic) vermieden werden, die weitaus bekannter ist.


Die Hafeninfo der AIDAdiva in Dominica

Liegeplatz: Roseau Cruiseship Pier
Liegezeit: 8 Uhr bis 19 Uhr
Alle an Bord: 18.30 Uhr
AIDA Hafeninfo St. Lucia: Download

Die Insel Dominica in Google Maps

Die Insel Dominica in Google Maps

Begleitet von einem wunderschönen Regenbogen haben wir gegen 8 Uhr den Hafen von Roseau erreicht. Das 16.000-Einwohner-Städtchen ist die Hauptstadt Dominicas und zugleich auch die größte Stadt der Insel.

Ein wunderschöner Regenbogen

Ein wunderschöner Regenbogen

Die AIDAdiva im Hafen von Roseau

Die AIDAdiva im Hafen von Roseau

Willkommen in Dominica

Willkommen in Dominica

Die Tour “Wale & Delfine”

Um 8.30 Uhr ging unsere Tour Wale & Delfine los, die wir direkt über die AIDA gebucht hatten. Da Dominica als die Whale Watching Hauptstadt der Karibik gilt, wollten wir uns diesen Ausflug auf gar keinen Fall entgehen lassen. Jährlich von November bis März soll man hier hervorragend Wale, insbesondere Pottwale, beobachten können. Manche Quellen behaupten sogar, dass die Chance, in diesen Monaten auf einer Tour einen Wal zu sehen, bei 90% liegt. Super, dann werden wir ja mit großer Wahrscheinlichkeit welche sehen… dachten wir uns.

Weltweite Whale Watching Spots

Weltweite Whale Watching Spots

Das Ausflugsschiff

Das Ausflugsschiff

Mit uns waren ca. 50 weitere AIDA Gäste mit an Bord. Da das Boot aber zweigeschoßig war und ausreichend Sitz- und Stehmöglichkeiten bot, hat es sich schön verteilt. Auf dem Schiff waren ebenfalls zwei Forscher aus Deutschland dabei, die dem Verein Pottwale e.V. angehören: Andrea und Wilfried Steffen. Die beiden leidenschaftlichen Walliebhaber haben vor Jahren auf Dominica ein Forschungszentrum für Wale errichtet und kommen nun ein Mal im Jahr für drei Monate nach Dominica, um die Tiere tagtäglich im Wasser zu erforschen und den Schulkindern das Thema näher zu bringen. Auch in Deutschland sind die beiden mit Vorträgen aktiv.

Ein kleiner informativer Vortrag über Wale

Ein kleiner informativer Vortrag über Wale

Mit dem Boot haben wir uns immer mehr von der Küste entfernt, um auf Walsuche zu gehen. Die Lebensbedingungen für Wale sind hier vor der Küste Dominicas optimal, denn durch den steil abfallenden Meeresgrund hat man nur fünf Kilometer vor der Küste Wassertiefen von bis zu 3.000 Metern. Dort unten jagen Pottwale nach ihren Lieblingsfutter – Riesenkraken und Tintenfische.

Ausschau nach Walen

Ausschau nach Walen

Nach gut 10 Minuten Fahrt hielten wir an und die Crew versammelte sich am Heck des Bootes, um mit Hilfe eines Hydrophons die Klicklaute, die Wale zur Ortung erzeugen, zu hören. Mit diesen Unterwassermikrofonen hat man die Möglichkeit, Wale in einem Radius von bis zu 7 Kilometern zu orten. Wirklich Wahnsinn. Leider hat die Crew in allen Richtungen keine Klickgeräusche gehört, sodass wir wieder weitergefahren sind. Weiter geht die Suche!

Mit einem Unterwassermikrofon auf der Suche nach Walen

Mit einem Unterwassermikrofon auf der Suche nach Walen

Andrea hat uns zwischendurch immer wieder interessante Informationen über Pottwale gegeben, beispielsweise dass rund 60 Pottwale dauerhaft um Dominica herum leben. Größtenteils sind das Pottwal-Weibchen und deren Jungtiere, die in etwa 400 Kilogramm Tintenfisch pro Tag benötigen. Männchen hingegen benötigen locker eine Tonne Futter pro Tag. Da sie diese Menge in den Gewässern rund um Dominica nicht finden, ziehen sie in kältere Gebiete und kommen nur zur Paarungszeit von November bis April wieder zurück.

Ein Mini-Pottwal

Ein Mini-Pottwal

An zwei anderen Stellen wurden zwei weitere Tests mit den Unterwassermikrofonen durchgeführt, aber leider wurde auch hier kein Geräusch vernommen. Wie schade!

Eine große Gruppe von Delfinen

Nach einer Weile rief der Kapitän plötzlich wie verrückt “Dolphins! Dolphins!”. Man konnte gar nicht so schnell gucken, wie schnell plötzlich alle im Außenbereich des Bootes waren und Ausschau nach den Tieren gehalten haben. Erst hat man nur ein paar Delfine gesehen, die dicht an unserem Boot geschwommen sind, doch plötzlich wurden es immer mehr. Egal wo man hingeschaut hat, nur Delfine. Andrea stimmte sich kurz mit dem erfahrenen Kapitän ab und teilte uns dann mit, dass dies eine sehr sehr große Delfinschule sei mit locker 500 Tieren – 1/3 der Gruppen sieht man immer über Wasser und 2/3 der Tiere unter Wasser. Der absolute Wahnsinn!

Eine Gruppe von Delfinen

Eine Gruppe von Delfinen

Eine Gruppe von Delfinen

Eine Gruppe von Delfinen

Springende Delfine

Springende Delfine

Springende Delfine

Springende Delfine

So viele Delfine auf einmal haben wir noch nie gesehen. Wir sind eine ganze Zeit lang in der Gegend geblieben und haben einige Runden gedreht. Die Delfine haben das Spiel mit den Bootwellen geliebt und sind häufiger auch aus dem Wasser gesprungen. Einfach nur toll!

Eine Gruppe von Delfinen

Eine Gruppe von Delfinen

Ein springender Delfin

Ein springender Delfin

Ein springender Delfin

Ein springender Delfin

Auf dem Weg zurück zur Insel haben wir noch einen kurzen Stopp gemacht, um einen weiteren Test mit dem Hydrophon durchzuführen. Doch leider konnte man auch hier keine Walgeräusche hören. Die Enttäuschung war den Leuten ins Gesicht geschrieben. Die Natur kann man nun mal nicht beeinflußen und das ist auch gut so.

Plötzlich schüttete es wie aus Eimern. Es hörte gar nicht mehr auf. Vor der Küste Dominicas hing eine weiße Regenwand, sodass man die Insel gar nicht mehr sehen konnte. Als wir gegen 12 Uhr aber wieder an der Pier angekommen sind, war wieder allerschönstes Wetter.

Die heutigen kurzen Regenschauer

Die heutigen kurzen Regenschauer

Zurück am Pier

Zurück am Pier

Ursprünglich hatten wir geplant, direkt im Anschluss an das Whale Watching einen Canyoning-Ausflug zu machen. Doch als wir wieder auf dem Weg zum Schiff waren, kam uns schon eine AIDA-Mitarbeiterin entgegen, die uns sagte, dass der Ausflug aufgrund des Wetters leider ausfällt. Schade, wir hatten uns sehr darauf gefreut. Aber Sicherheit geht vor.

Das karibische Städtchen Roseau

So hatten wir also kurzerhand einen freien Nachmittag. Auch mal ganz schön. Also sind wir direkt zur Rezeption gelaufen, haben uns dort die aktuelle Hafeninfo inklusive kleinem Stadtplan geschnappt und sind in das Städtchen Roseau gelaufen.

Willkommen in Dominic - ohne a

Willkommen in Dominic – ohne a

Das Gebiet um das Cruise Terminal ist relativ langweilig und wirkte auf uns nicht sehr einladend.

Das eher triste Hafengelände

Das eher triste Hafengelände

Aber auch sonst fanden wir die Stadt Roseau nicht wirklich ansprechend.

Das karibische Städtchen Roseau

Das karibische Städtchen Roseau

Das karibische Städtchen Roseau

Das karibische Städtchen Roseau

Der Botanische Garten

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist wohl der Botanische Garten, der sich ca. zehn Gehminuten vom Hafen befindet. Auf dem Weg dahin sind wir an zwei Kirchen vorbei gekommen. Die Kathedrale “Cathedral of Our Lady of Fair Haven of Roseau”, zu der ein von Palmen gesäumter Weg führt, hat uns von außen wirklich sehr gut gefallen. Leider waren die Außentore geschlossen, sodass wir sie uns nicht näher anschauen konnten.

Cathedral of Our Lady of Fair Haven of Roseau

Cathedral of Our Lady of Fair Haven of Roseau

Einige Minuten weiter standen wir dann auch schon vor den Toren des Botanischen Gartens. Der Zugang zum Park ist kostenfrei. Am Eingang gibt es einen kleinen Übersichtsplan, an dem man sich ein wenig orientieren kann.

Der Botanische Garten in Roseau

Der Botanische Garten in Roseau

Im Botanischen Garten

Im Botanischen Garten

Die Hauptattraktionen des Gartens sind wohl das Bamboo House sowie ein alter Schulbus, der zerquetscht unter einem umgefallenen Baum liegt. Dieses Fotomotiv hatte unser Kapitän schon am Morgen bei seiner Ansprache erwähnt.

Das Bamboo House

Das Bamboo House

Der von einem Baum zerquetschte Schulbus

Der von einem Baum zerquetschte Schulbus

Der von einem Baum zerquetschte Schulbus

Der von einem Baum zerquetschte Schulbus

Der von einem Baum zerquetschte Schulbus

Der von einem Baum zerquetschte Schulbus

Nach dem Besuch des Botanischen Gartens sind wir wieder durch die Gassen Roseaus zurück zum Schiff geschlendert und haben den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Übersicht unserer AIDA Kreuzfahrt in der Karibik

Tag 1: Dominikanische Republik (Anreise, Transfer, Boarding)
Tag 2: Seetag
Tag 3: Aruba (Flugzeugwrack-Tauchen, Stadtbesichtung Oranjestad )
Tag 4: Curaçao (Inselrundfahrt mit dem Mietauto, Tauchen mit Delfinen, Stadtbesichtung Willemstad)
Tag 5: Bonaire (Tauchen im Bonaire National Marine Park, Stadtbesichtung Kralendijk)
Tag 6: Seetag
Tag 7: Grenada (Wracktauchen, Tauchen am Unterwasser-Skulpturenpark, Stadtbesichtung St. George’s)
Tag 8: St. Vincent (Vulkanbesteigung La Soufriere & Stadtbesichtung Kingstown)
Tag 9: Barbados (Wracktauchen im Carlisle Bay Marine Park, Schnorcheln mit Schildkröten)
Tag 10: St. Lucia (Tauchen am Anse Cochon & Virgins Cove)
Tag 11: Dominica (Wale & Delfinbeobachtung, Stadtbesichtigung Roseau)
Tag 12: Guadeloupe (Inselrundfahrt mit dem Mietwagen, Stadtbesichtigung Pointe-à-Pietre)
Tag 13: Antigua (Nelson’s Dockyard, Fort Berkeley, Stadtbesichtigung St. John’s)
Tag 14: Seetag
Tag 15: Dominikanische Republik (Transfer, Heimflug)

Wale, Delfine und die Hauptstadt Roseau (Dominica) zuletzt geändert: Juni 12th, 2017 von One Million Places

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