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Schnorcheln in der Hanauma Bay (Hawaii, USA)

Kategorien: Reiseberichte, Nordamerika, USA, Honolulu

Nach unserer kräftezerrenden Wanderung auf dem Koko Crater Railway Trail am Vormittag haben wir uns schon richtig auf eine kühle Erfrischung in der Hanauma Bay gefreut.

Unseren Mietwagen hatten wir bereits morgens vor der Wanderung auf den Koko Krater schon auf dem Hanauma Bay Parkplatz geparkt, wo man den ganzen Tag für 1 US Dollar parken kann. Wir haben uns einfach nur unsere Badesachen geschnappt und sind dann direkt zum Eingang der Hanauma Bay gegangen. Als wir 2015 während unserer Weltreise hier vorbeigefahren sind, war der Parkplatz schon am frühen Vormittag wegen Überfüllung geschlossen. Es lohnt sich also immer recht früh vor Ort zu sein.

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Die Einfahrt zur Hanauma Bay

Die Hanauma Bay ist kein öffentlicher, kostenfreier Badestrand, sondern erinnert ein bisschen an einen kleinen Freizeitpark. Zunächst zahlt man als Tourist bzw. Nicht-Hawaiianer an der Kasse 7,50 US Dollar Eintritt pro Person. Die Öffnungszeiten sind jeden Tag von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Nur Dienstags ist die Bucht komplett geschlossen.

Nach dem Eingang kommt man in einen Bereich, der wie ein kleines Museum aussieht – hier kann man sich über die Entstehung der Bucht sowie ihr heutiges Dasein als Naturschutzgebiet informieren. Die Hanauma Bay war einst ein Vulkankrater, der mittlerweile erloschen ist und von Wellen geflutet wurde. Heute ist die Hanauma Bay eines der beliebtesten Touristenspots der Insel, insbesondere was das Schnorcheln betrifft.

Ein verpflichtender Bestandteil des Besuchs ist das Anschauen eines Videofilms im eigenen Theater, in dem es um die Verhaltensregeln in der Bucht geht. Erst wenn man sich diesen Film angeschaut hat, darf man zum Strand runtergehen. Es gibt zwei Möglichkeiten von oben hinunter in die Bucht zu kommen: Man kann den Weg selber laufen oder die 500 Meter mit einem kleinen Express-Zug fahren. Das kostet 1 US Dollar nach unten und 1,25 US Dollar nach oben. Man glaubt gar nicht, wie viele Leute das tatsächlich in Anspruch nehmen 🙂

Wir haben uns für’s Laufen entschieden und konnten so noch ein paar wunderschöne Bilder von der Hanauma Bay von oben machen.

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Die Hanauma Bay auf Hawaii

Unten angekommen, haben wir erst einmal versucht, uns zu orientieren: Es gibt Stationen, an denen man Schnorchel-Equipment ausleihen kann, ein kleines Education Center, in dem man sich über die Artenvielfalt in der Hanauma Bay informieren kann und mehrere Häuschen mit WCs, Duschen etc. Einen Imbiss oder Kiosk sucht man unten am Strand übrigens vergebens; Essensmöglichkeiten gibt es nur oben am Eingang. Da die Sonne um die Mittagszeit schon sehr brannte, haben wir uns erst einmal ein schattiges Plätzchen auf einer großen Wiese gesichert und etwas relaxt.

Es hat allerdings keine halbe Stunde gedauert, bis wir im Wasser waren 🙂 Die Neugierde war dann doch etwas zu groß: Wir haben vorab überall im Internet gelesen, dass die Hanauma Bay der schönste Schnorchelspot von ganz Oahu sein soll. Also waren wir ganz gespannt, was wir alles sehen würden. Wir sind ja schon an vielen Orten auf der Welt geschnorchelt, sodass uns das Schnorcheln in der Hanauma Bay leider etwas enttäuscht hat: Viele der Korallen, die einst da waren, sind mittlerweile tot oder kaputt getreten und das Wasser war auch leicht trüb. Man kann hier wirklich viele Doktorfische, Drückerfische, Papageienfische, Falterfische, Gelbe Segelflossendoktorfische und jede Menge andere kleine Fische sehen. Wenn man Glück hat findet man hier auch Muränen und Schildkröten. Die haben wir am heutigen Tag allerdings nicht zu sehen bekommen. Nichtsdestotrotz waren wir sicher 45 Minuten im Wasser und sind in der Bucht umhergeschnorchelt. Zwischendurch konnten wir einige schöne Schwärme entdecken, die langsam an uns vorbeigezogen sind. Und die lauten Geräusche der Papageifische, wenn sie Korallen essen, sind auch jedes Mal faszinierend.

Nach unserem Schnorchel-Ausflug haben wir uns auf der Wiese noch entspannt und sind nach etwa drei Stunden wieder zurück zum Auto gegangen.

Ein Besuch der Hanauma Bay lohnt sich allemal, denn die Bucht an sich ist einfach wunderschön. Der Strand ist sehr schön angelegt mit einer großen grünen Wiese und vielen Palmen. Man findet immer ein Fleckchen, an dem nicht zig andere Leute neben einem liegen. Am Strand selbst ist es natürlich schon leicht überfüllt, was uns allerdings nicht gestört hat. Das Schnorcheln macht auf jeden Fall Spaß und ist in der geschützen Bucht auch sehr einfach möglich. Etwas weiter draussen gibt es natürlich auch ein paar kleine Wellen, aber gerade der vordere Bereich ist ideal für alle, die vielleicht noch nicht so viel Erfahrung mit dem Schnorcheln haben. Insgesamt kann man hier auf jeden Fall einen schönen Tag verbringen.

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Die Hanauma Bay mit dem Strand

Da das Halona Blowhole gar nicht so weit weg von der Hanauma Bay ist und wir hier bisher noch keinen Sightseeing-Stopp gemacht hatten, wollten wir das noch schnell nachholen. Innerhalb von 5 Minuten hatten wir dann auch schon den Halona Blowhole Lookout erreicht. Wie an vielen Punkten auf der Insel, gibt es auch hier einen großen Parkplatz und eine Aussichtsplattform.

Als wir das letzte Mal auf Hawaii waren, haben wir von hier aus sogar Buckelwale sehen können. Die lassen sich allerdings nur im Winter sehen. Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit ist aber noch das Blowhole, das man oben von der Aussichtsplattform aus beobachten kann. An Tagen, wenn die Flut hoch ist und der Wind stark, werden mächtige Wellen an die Küste geschickt. Hier spritzt das Wasser dann durch eine höhlenartige Felsformation und schießt – wie ein Geysir – hoch in die Luft. Ein schönes Naturspektakel, das wir auch schon an anderen Orten auf der Welt gesehen haben. Es ist aber immer wieder sehr beeindruckend. Am heutigen Tag waren die Bedingungen für das Blowhole allerdings nicht gut, so das immer nur sehr wenig Wasser aus dem Loch nach oben gedrückt wurde.

Auf dem Rückweg nach Honolulu haben wir noch einen Stopp an einem kleinen Einkaufszentrum eingelegt. Grund für den Zwischenhalt war aber nicht das Einkaufszentrum selbst, sondern ein rotweiß gestreifter Food-Truck, der auf dem Parkplatz stand. Es handelt sich hierbei um das Malasada Mobile von Leonard’s Bakery. Eingefleischten Hawaii Five-O Fans dürfte das ein Begriff sein, denn die süßen Teilchen sind ein paar Mal in der Serie vorgekommen. Bei den Malasadas handelt es sich um portugiesische Donuts ohne Loch, die so im Fett gebacken werden, dass sie außen goldbraun sind und innen hell und fluffig. Zum Schluss werden sie noch in Zucker gewälzt. Auf Oahu gibt es Malasadas bereits seit 1953 und man wollte damit an die portugiesische Tradition des Fastnachtsdienstags anknüpfen. Wenngleich die Malasadas auch sehr fettig sind, schmecken sie sehr lecker. Uns haben sie sehr stark an die deutschen Quarkkrapfen erinnert. Ob das in Deutschland auch so ein Hit wäre, wenn man sich mit einem Quarkkrapfen-Truck auf einen Supermarkt-Parkplatz stellen würde?!

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Der Food Truck von Leonard’s Bakery

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