Titelbild Landtour Peleliu

Landtour zu den Kriegsschauplätzen auf Peleliu (Palau)

Kategorien: Reiseberichte, Südsee, Palau

Nach unseren beiden Tauchgängen in Peleliu am Vormittag stand jetzt noch eine Landtour zu den historischen Kriegsschauplätzen und Überresten des 2. Weltkrieges zwischen den Japanern und den USA bevor.

Die Lage der Insel Peleliu in Palau

Die Lage der Insel Peleliu in Palau

Wir fuhren mit unserem Tauchboot zu einem kleinen Anleger, um an Land gehen zu können. Hier legen auch alle anderen Ausflugs- bzw. Tauchboote an, die eine Landtour auf Peleliu gebucht hatten. Der Platz war bereits voll mit anderen Booten und viele asiatische Gäste tummelten sich an Land, entspannten im Schatten oder aßen gerade ihr Mittagessen. Da wir bis zum Start unserer Tour noch 1,5 Stunden Zeit hatten, konnten wir uns erst einmal eine kalte Dusche gönnen und in normale Klamotten schlüpfen, bevor wir uns dann auf unsere leckere Lunchbox gestürzt haben.

Mittagessen auf Peleliu

Mittagessen auf Peleliu

Pünktlich um 14 Uhr kam dann ein Truck von der Agentur Peleliu Adventures angefahren, um uns einzusammeln. In den nächsten zwei Stunden sollten wir anhand verschiedener Schauplätze mehr über die Geschichte Pelelius im 2. Weltkrieg erzählt bekommen.

Peleliu ist gerade mal 13 Quadratkilometer groß und heute leben auf der Insel etwa 500 Menschen. Es gibt eine Fährverbindung nach Koror, die allerdings nur ein paar mal pro Woche fährt. Im Zweiten Weltkrieg (September bis November 1944) fand hier auf der Insel die Schlacht um Peleliu statt, in der sich amerikanische und japanische Streitkräfte bekämpft haben. Die Insel war bereits zu Beginn des Ersten Weltkriegs von Japan besetzt worden. Später hatte Japan die Insel als Völkerbundsmandat erhalten und wirtschaftlich genutzt. Für die Amerikaner hatten die Palauinseln vor allem eine strategische Bedeutung als „Vorposten“ der Verteidigung der Philippinen. Vorgesehen war in den ursprünglichen Plänen der Amerikaner die Inbesitznahme der Hauptinsel Babeldaob. Da sich auf Peleliu aber bereits ein fertiger Flugplatz befand, konzentrierten sich die Pläne fortan auf diese Insel. Die Schlacht um Peleliu sollte ursprünglich nur ein paar Tage dauern – am Ende wurde dann fast drei Monate gekämpft. Der Sieg der Amerikaner endete auf beiden Seiten sehr blutig und verlustreich. Über 10.000 Japaner und 2.000 US-Marines fanden auf dem tropischen Fleckchen Land im Pazifik den Tod.

Unser erster Stopp war der Orange Beach, an dem die meisten der amerikanischen Truppen 1944 an Lang gegangen sind. Hier findet man heute auch das amerikanische Kriegsdenkmal.

Über den alten Flugplatz ging es dann weiter bis zu einem alten japanischen Panzer, der am Wegesrand vor sich hin rostet.

Als nächstes durften wir die Überreste des ehemaligen japanischen Hauptquartiers erkunden, welches mittlerweile eine überwachsene Ruine im Dschungel ist.

Etwas mehr über die Geschichte des Krieges konnten wir dann im World War II Museum sehen, in der sich eine kleine Ausstellung über die Schlacht von Peleliu befindet.

Sehr interessant waren dann mehrere alte amerikanische Panzer, ein altes abgestürztes Flugzeug und ein japanisches Flakgeschütz, welches gut versteckt zum Schutz in Erdhöhlen untergebracht wurde.

Japanisches Flakgeschütz

Japanisches Flakgeschütz

Unser Guide hat uns – unterstützt von altem Bildmaterial – wirklich viel über die damaligen Kämpfe erzählt. Auch über das heutige Leben der Inselbewohner durften wir einiges erfahren. Nach rund 2 Stunden sind wir wieder an der Pier angekommen und haben uns auf den Rückweg nach Koror begeben. Ein wirklich sehr spannender und interessanter Ausflug, den wir jedem nur empfehlen können!

Landtour zu den Kriegsschauplätzen auf Peleliu (Palau) zuletzt geändert: Juni 8th, 2017 von One Million Places

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