Golden Circle Route – Wasserfälle & der Geysir Strokkur (Island)

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Heute haben wir uns um 9 Uhr den Wecker gestellt und draußen war es noch stockdunkel. Im Dezember geht in Island die Sonne erst nach 12 Uhr auf und bereits um 16 Uhr wieder unter. Keine wirklich lange Zeit, um die Golden Circle Route mit dem Geysir Strokkur abzufahren.

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Der Tag
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unserer Weltreise

Die Golden Circle Route in Island

Als wir gegen 10 Uhr von unserem Hotel CenterHotel Klopp in Reykjavik losgefahren sind, hat es langsam angefangen zu schneien. Gut, die Isländer haben damit zum Glück nicht so ein Problem wie bei uns zu Hause. Da bricht bei den meisten Autofahrern ja schon das totale Chaos aus, wenn sich die erste Schneeflocke ja nur andeutet. Die Gelassenheit der Isländer mag aber auch daran liegen, dass jeder Zweite einen „Monstertruck“ als Auto besitzt und damit sicher einen Meter höher war als wir mit unserem kleinen Auto.

Der goldene Zirkel (The Golden Circle) ist eine beliebte Touristenroute im Südwesten der Insel, vorbei an einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands: Der Nationalpark Thingvellir, der Geysire Strokkur und der Wasserfall Gullfoss. Man kann diese Route bequem an einem Tag mit dem Auto selber fahren.

Der Thingvellir Nationalpark

Unsere Fahrt ging entlang der Golden Circle Route Richtung Thingvellir, einem Nationalpark des UNESCO Weltnaturerbe, in dem die amerikanische und eurasische Kontinentalplatte aufeinander treffen (offizielle Webseite).

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Aufeinandertreffen der Kontinentalplatten

Die Winterlandschaft sah zwar sehr schön aus, da es aber auch extrem kalt war (und wir nicht die dicksten Klamotten mit dabei hatten), sind wir aber nicht all zu lange geblieben.

Also ab ins Auto und weiter. Die Straße ging stetig bergauf und das Schneetreiben wurde immer heftiger. Teilweise hatten wir durch den anhaltend starken Wind und den damit verbundenen Schneeverwehungen Sichtweiten von weniger als 2 Metern und konnten mit maximal 20 km/h fahren.

Der Geysir Strokkur im Heißwassertal Haukadalur

Dem Wetter geschuldet, haben wir an diesem Tag auch insgesamt sehr wenige Touristen angetroffen. Nächster Stopp war der Geysir Strokkur im Heißwassertal Haukadalur, der (laut offiziellen Informationen) sehr regelmäßig alle 10 Minuten ausbrechen soll. Das Spektakel kannten wir schon vom Geysir „Old Faithful“ vom Yellowstone Nationalpark in den USA. Umso mehr waren wir gespannt, ob es hier auch so ist. Aber auf Strokkur war Verlass und er ist tatsächlich alle 10 Minuten ausgebrochen. In Haukadalur findet man aber noch weitere kleine Geysire und viele Wasserlöcher.

Der Gullfoss Wasserfall

Danach sind wir zum Wasserfall Gullfoss weiter gefahren, den wir aber leider auf Grund des starken Schneefalls und der schlechten Sicht überhaupt nicht sehen konnten. Der Wasserfall besteht aus zwei Stufen, von denen die erste 11 Meter und die zweite 21 Meter Höhe besitzt. Wie auf folgendem Bild hätten wir das natürlich auch gerne gesehen.

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Der Gullfoss Wasserfall in Island

Nun mussten wir an diesem Tag noch zu unserem Guesthouse kommen, dass noch etwa 3 bis 4 Stunden entfernt war. Zum Glück hat sich das Wetter dann etwas gebessert, so dass die Fahrt zwischenzeitlich ok war und die Straßen teilweise in einem rötlichen Licht erschienen.

Der Seljalandsfoss Wasserfall

Auf dem Weg haben wir noch einen kurzen Stopp beim Seljalandsfoss Wasserfall gemacht, wo der Fluss Seljalandsá 66 Meter in die Tiefe stürzt.

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Der Seljalandsfoss Wasserfall

Unser Hotel im Süden von Island

In unserem Guesthouse Vellir angekommen, sagte uns die Besitzerin, dass wir Glück hatten, überhaupt angekommen zu sein, da an diesem Tag sehr viele Straßen (auch nach Reykjavik) wegen des Wetters gesperrt werden mussten. Sie sagt uns, dass es letztes Jahr zu dieser Zeit fast noch gar keinen Schnee gegeben hätte.

Wir haben das Hotel gewählt, da es perfekt auf unserer Route lag. Es ist unweit der Hauptverkehrsstraße gelegen und damit gut erreichbar. Bei uns hatte es heftig geschneit, weswegen wir mit unserem kleinen Auto auf dem Nebenweg, der zu dem Guesthouse führt, fast nicht durch gekommen wären. Parkplätze sind direkt vor der Haustür vorhanden.

Die Besitzerin, die sich auch selbst um alles kümmert, ist sehr nett und bemüht sich sehr gut um ihre Gäste. Da wir am nächsten Tag sehr früh raus mussten, hat sie uns ein Frühstückspaket to go mitgegeben (Sandwich, Obst, Getränk), da wir das reguläre Frühstück (kostenlos) nicht wahrnehmen konnten. Wir haben ein Zimmer mit eigenem Bad gewählt, was klein, aber sauber und modern eingerichtet war. Nachts war es sehr ruhig, da um das Guesthouse nicht viele andere Häuser sind. Am Eingang des Guesthouse muss man seine Schuhe ausziehen und (von der Besitzerin gestellte) Hausschuhe anziehen, damit man den Dreck von draussen nicht reinträgt. Alles in allem ein nettes Guesthouse, das wir in jedem Fall weiterempfehlen können.

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Unser Zimmer im Guesthouse Vellir

Wir haben dann mit ihr noch ein bisschen über die Wettervorhersagen für den nächsten Tag gesprochen und haben dann unser gemütliches kleines Zimmer bezogen 🙂

Alle Reiseberichte von Island

Island ist eigentlich relativ spontan zu unserer Weltreise dazu gekommen. Wir hatten nach einem günstigen Flug in die USA oder direkt in die Karibik gesucht und haben hierbei dann ein echt gutes Angebot von Icelandair von Frankfurt über Reykjavik nach Boston und Orlando gefunden. Da Stopover bei Icelandair meist ohne Aufpreis sind, hatten wir uns gedacht, ok, warum zum Start nicht ein paar Tage Island entdecken und aus den eigentlichen drei Stunden Stopover drei Tage machen? Gerade im Winter soll diese Insel ihren ganz besonderen Reiz haben. Also hatten wir ein wenig recherchiert und fanden die Idee gut. Unsere Reiseberichte aus Island Tag 1 Die Hauptstadt Reykjavik & die wunderschönen Polarlichter
Tag 2 Die Golden Circle Route mit dem Geysir Strokkur
Tag 3 Die Eishöhlen des Vatnajökull im Skaftafell-Nationalpark
Tag 4 Die Blaue Lagune in Grindavik bei Reykjavik