Helsinki – Sehenswürdigkeiten & die schönsten Fotospots (Finnland)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Finnland

Da der 3. Oktober als Feiertag in diesem Jahr auf einem Montag lag, war das erste Wochenende im Oktober damit prädestiniert für einen Städtetrip. Da es uns in Stockholm so gut gefallen hat, hatten wir uns diesmal für einen Kombi-Trip Helsinki & Tallinn entschieden.

Helsinki

Vom Flughafen Helsinki in die Innenstadt

Am Freitagabend sind wir von Frankfurt aus mit Finnair nach Helsinki geflogen und ca. zwei Stunden später am Vantaa-Airport gelandet. Durch die Stunde Zeitverschiebung war es hier leider schon 23 Uhr. Da wir nur kleines Handgepäck dabei hatten (die Gepäckaufgabe hätte das Flugticket teurer gemacht) und es keine Pass-/Zollkontrolle gab, waren wir relativ schnell draußen. Der Flughafen Helsinki-Vantaa liegt rund 15 Kilometer nördlich vom Zentrum der Hauptstadt Helsinki. Es gibt verschiedene Wege, um vom Flughafen in die Innenstadt zu kommen. Neben Taxen und Mietwagen sind das auch Busse und Bahnen, die uns zur Auswahl standen:

Mit dem Zug: Die Ring Rail Line gibt es seit dem 1. Juli 2015 und verbindet den Flughafen über die I-Linie (32 Min Fahrtzeit) und die P-Linie (27 Min Fahrtzeit) mit dem Hauptbahnhof Helsinkis. Sie fährt montags bis samstags alle 10 Minuten und kostet 5,50 Euro pro Person.
Mit dem Bus: Mit dem Bus 615 kann man in die Innenstadt zum Bahnhofsplatz (Rautatientori) fahren. Die Fahrt dauert ca. 35 bis 45 Minuten und kostet 5,50 Euro.
Mit dem Finnair City-Bus: Die Busse verkehren alle 20 Minuten zwischen dem Flughafen (T1/T2) und dem Stadtzentrum von Helsinki. Für eine Fahrt zahlt man 6,30 Euro pro Person und der Bus benötigt – je nach Verkehrslage – etwa 30 Minuten bis zum Eliel Square, der sich direkt neben der Central Railway Station befindet.

Bei der Hinfahrt haben wir uns für den Finnair City-Bus entschieden, da die Bushaltestelle vor dem Terminal 2 nur wenige Meter vom Ausgang entfernt war und wir das Glück hatten, dass gerade ein Finnair City-Bus da stand und wir somit nicht lange warten mussten.

Unser Hotel in Helsinki

Gegen 24 Uhr sind wir dann in unserem Hotel Scandic Marski angekommen, das nur wenige Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Wir haben drei Nächte im Scandic Marski an einem verlängerten Wochenende verbracht. Die Lage ist wirklich prima, nur wenige Meter zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt. Supermärkte, Shops, Restaurants etc. findet man in direkter Umgebung des Hotels.

Wir hatten vorab das Hotel angefragt, ob wir ein ruhiges Zimmer in dem neueren Teil des Hotels bekommen könnten. Als wir dann im Hotel angekommen sind, sagte man, dass man uns ein Ugrade auf ein größeres Zimmer gegeben hätte; dieses aber in dem älteren Teil des Hotels liegt. Das Zimmer war in der Tat sehr großzügig, aber wirklich sehr alt und abgewohnt. Vor 30 Jahren mag das Design mal schön gewesen sein, aber seit dem wurde nichts mehr in dem Zimmer gemacht. Die Möbel waren abgenutzt, eine Säule stand mitten im Zimmer, Kabelkanäle haben an den Wänden geklebt, Löcher waren im Schreibtisch drin, das Bett war durchgelegen etc. Wohlgefühlt haben wir uns leider überhaupt nicht. Zudem lag das Zimmer auch direkt an der großen Hauptstraße, sodass man die Tram und den Lärm der Straße schon gehört hat. Das kostenlose Frühstück war wirklich sehr gut. Am Wochenende ist dsa Restaurant allerdings hochfrequentiert, sodass man eine Weile nach einem Platz suchen muss. Die Auswahl des Essens ist prima, hier ist für jeden etwas dabei. Die Mitarbeiter sind auch alle sehr nett und erklären einem auch unbekannte (finnische) Spezialitäten, die man noch nicht kennt. Das WIFI hat im Hotelzimmer sehr gut funktioniert. Alles in allem ein OK Hotel, aber wir würden beim nächsten Mal woanders übernachten.

Die Sehenswürdigkeiten von Helsinki

Am nächsten Morgen hat uns der Wecker um 9 Uhr aus dem Bett geschmissen. Ein erster Blick aus dem Fenster nach draußen hat schon gezeigt, dass uns ein toller Tag bevorstand: Ein strahlend blauer Himmel und Sonne pur warteten auf uns. Besser geht’s nicht. In den meisten Städten sind wir ja komplett zu Fuß unterwegs, da man so eine Stadt am Besten erkunden kann. Wenn man den ganzen Tag in der Metro oder im Bus sitzt und nur an bestimmten Stationen aussteigt, haben wir das Gefühl, irgendetwas zu verpassen. Deshalb war auch ganz klar, dass wir Helsinki ebenfalls zu Fuß erkunden werden. Mal abgesehen davon, waren uns einerseits auch 30 Euro pro Person für die Hop-On-Hop-Off viel zu teuer und andererseits werden diese Sightseeing-Touren nur bis zum 30. September angeboten – wäre also ohnehin zu spät gewesen.

Der weiße Dom von Helsinki & der Senatsplatz

Über den Esplanadi Boulevard sind wir dann in Richtung Marktplatz gelaufen, haben vorab aber noch einen kleinen Abstecher zu dem bekanntesten Wahrzeichen der finnischen Hauptstadt gemacht: Dem weißen Dom von Helsinki, der über dem Senatsplatz thront. Leider war ein Teil eingerüstet, wir konnten dennoch ein paar schöne Bilder machen. Ein Blick in den Innenraum der Domkirche hat gezeigt, dass sie äußerst schlicht und ganz in Weiß gehalten ist. Es gibt vereinzelte Statuen in den Ecken des Kirchenraumes, aber beispielsweise keine Wandmalereien und keine bunten Kirchenfenster. Auf dem Senatsplatz befinden sich zudem noch die Universität und das Senatsgebäude.

Die Uspenski Kathedrale

Vom Dom aus sind wir direkt zur Uspenski Kathedrale gelaufen, die mit ihren roten Ziegelsteinen, dem grünen Kupferdach und den goldenen Kuppelspitzen besonders hervorsticht und schon von Weitem aus zu sehen ist. Im üppig gestalteten Innenraum fand gerade eine Messe statt, bei der wir etwas zuhören und zusehen konnten.

Der Hafen & Marktplatz

Der nächste Stopp war das Finnair SkyWheel, das 2014 am Südhafen errichtet wurde. Das 40 Meter hohe Riesenrad besteht aus 30 Gondeln. Eine Fahrt kostet derzeit 12 Euro und dauert etwa 15 Minuten. Hier liegt auch der Allas Sea Pool, ein kleines Schwimmbad, welches direkt in den Hafen hineingebaut wurde. Von hier aus sind wir vorbei am Präsidentenpalast zum Marktplatz gelaufen, der direkt am Hafen gelegen ist. Vom Marktplatz legen Fähren und Ausflugsboote ab und Fischer verkaufen ihren fangfrischen Fisch direkt von ihren Booten aus. An den verschiedenen Marktständen werden Lebensmittel, Kunsthandwerk und Souvenirs verkauft. Einige Meter weiter steht die Markthalle Vanha Kauppahalli, die 1888 eröffnet wurde und damit die erste und älteste Markt- und Kaufhalle von Helsinki ist.

Der Süden von Helsinki

Das Gebiet im Süden Helsinkis wollten wir uns auch ein bisschen anschauen, wobei hier nichts “Spektakuläres” zu sehen war. Hier befindet sich u.a. das Olympia Terminal, an dem viele Kreuzfahrtschiffe anlegen, die St. John’s Kirche und die Mikael Agricola Kirche. Durch einen Park ging es dann bis zur Hietalahti Markthalle, vor der ein kleiner Flohmarkt aufgebaut war. In der Markthalle selbst gibt es viele Lebensmittelläden und Essensstände, an denen man finnische Spezialitäten ausprobieren kann. Von hier waren es nur wenige Minuten zu Fuß bis zur weißen Alten Kirche, die in einem kleinen Park im Zentrum von Helsinki liegt.

Der Hauptbahnhof und das Nationaltheater

Das Wetter hat sich tagsüber nach wie vor gut gehalten, sodass wir entspannt durch die Straßen Helsinkis schlendern konnten. Es wehte zwar ab und an ein frischer Wind, aber dass es nicht geregnet hat, war ein riesen Vorteil. Unser nächster Stopp war der Hauptbahnhof, an dem wir ja gestern Abend angekommen sind, den wir aber bisher nur im Dunkeln gesehen haben. Der Bahnhof ist der zentrale Knotenpunkt des Nah- und Fernverkehrs und ist als Koprbahnhof ausgelegt. Besonders prägnant ist der Uhrturm direkt über dem Haupteingang.

Die Kamppi Chapel – Chapel of Silence

Unweit vom Hauptbahnhof entfernt liegt auf dem Narinkka Platz das Kamppi Shopping Center und die Kamppi Chapel, auch besser bekannt als Chapel of Silence. Die Kirche ist von außen ein echter Hingucker aufgrund der Form und Farbe. Sie dient dazu, einen Ort der Ruhe und Stille in einem der hektischsten Viertel Helsinkis zu bieten. Für Besucher ist sie tagsüber geöffnet, sodass wir auch einmal einen Blick hineingewagt haben. Und tatsächlich: Von dem Straßenlärm und den verschiedenen Geräuschkulissen hat man nichts mehr gehört.

Die Temppeliaukio Kirche (Rock Church)

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Temppeliaukio-Kirche, die von vielen auch einfach nur Rock Church genannt wird. Die moderne Felsenkirche wurde in einen Granitfels hineingebaut; die Kirchenwände bestehen aus unbehauenem Fels. Rundherum befindet sich ein Kupferdach mit unzähligen Fenster, die das Tageslicht hereinlassen. Die Kirche hat bis zur Kuppelspitze eine Höhe von 13 m. Auf einer Empore im hinteren Teil der Kirche hat man einen schönen Blick auf den gesamten Innenraum, der uns sehr beeindruckt hat.

Das Sibelius Denkmal

Bis zur nächsten Sehenswürdigkeit, die wir uns anschauen wollten, mussten wir etwas länger laufen. Zum Glück haben wir einen schönen Weg am Wasser gefunden, der durch einen Park führte, vorbei an einem Friedhof und uns dann bis zum Sibelius-Denkmal brachte. Das Denkmal wurde 1967 zu Ehren von Jean Sibelius errichtet, der der bekannteste und angesehenste finnische Komponist war. Das Denkmal soll mit seinen 580 Stahlrohren eine riesige Orgel verkörpern, die der Wind zum Erklingen bringen soll.

Wir wissen nicht, wie viele Kilometer wir heute gelaufen sind, aber wir waren auf jeden Fall kaputt… und unsere Füße auch, sodass wir unsnoch einen gemütlichen Abend gemacht haben und früh ins Bett gegangen sind. Denn für unsere Tour morgen nach Tallinn klingelt der Wecker bereits um 6 Uhr…

Die Starbucks Tasse von Helsinki

Seit einiger Zeit sammeln wir die Starbucks Tassen der Städte (City Mugs) und Inseln, die wir auf unseren Reisen besuchen. Die großen Tassen gibt es leider nicht von jeder Stadt, in der es auch eine Starbucks Filiale gibt. Aber wenn es eine solche Tasse gibt, dann finden wir diese ein wirklich schönes Andenken. Hierbei sammeln wir allerdings (fast) nur Städtetassen der 2008 erschienenen “Global Icon Serie”. Unsere komplette Sammlung könnt Ihr Euch hier ansehen: Starbucks – Unsere Tassensammlung der Global Icon Serie

Helsinki hat mehrere Starbucks Läden und auch eine eigene Tasse 🙂

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Die Starbucks Städtetasse von Helsinki

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