Ile aux Cerfs Titelbild, Mauritius, Reisebericht

Die Insel Île aux Cerfs & Schnorcheln in der Blue Bay (Mauritius)

Kategorien: Reiseberichte, Afrika, Mauritius

Nachdem wir heute früh am Morgen bereits mit Delfinen an der Westküste geschwommen sind, ging unsere Tour weiter an die Ostküste von Mauritius. Von hier ging es im Rahmen der Tour “Roman’s Eastcoastdream” mit dem Speedboot enlang der Küste bis zur Insel Île aux Cerfs und zum Abschluss gab es nochmal die Möglichkeit, in der Blue Bay zu schnorcheln.

Ile aux Cerfs Headerbild. Mauritius

Deutschsprachige Tour mit Roman Duda

Die heutige Tour ist ein Kombiangebot, das Roman Duda jeden Dienstag anbietet. Die Ganztagestour besteht dann aus (1) dem Schwimmen mit Delfinen und (2) anschließend noch einer Ostküsten-Bootstour. Die Tour kostet 6.500 Rupie pro Person inkl. Transfer ab/bis dem Hotel (ca. 170 EUR).

Roman Duda LogoRoman Duda ist vor vielen Jahren als begeisterter Sporttaucher nach Mauritius gekommen und hat dort dann zunächst eine Tauchbasis aufgebaut. Mittlerweile lebt er mit seiner mauritianischen Frau und seiner Tochter im Norden von Mauritius. Er hat verschiedene Touren im Programm, von privaten Inselrundfahrten über das Schwimmen mit Delfinen bis hin zu Bootstouren. Alle Touren von Roman und seinen Kooperationspartnern sind versichert gemäß den gesetzlichen Vorgaben. Des Weiteren hat Roman alle notwendigen Zertifikate und Genehmigungen, um diese touristischen Aktivitäten anzubieten. Es gibt viele Anbieter, die dies nicht haben und die dennoch für Touristen solche Touren anbieten. Meistens sind dies Agenturen, die die Touren kostengünstiger anbieten. Man sollte hier auf jeden Fall aufpassen, bei wem man solche Touren bucht. Wenn Ihr eine Tour mit Roman buchen möchtet, könnt Ihr ihn hier kontaktieren.

Unsere Bootstour entlang der Ostküste von Mauritius

Transfer & Start der Tour in der Blue Bay

Da Roman heute parallel zu unserer Tour noch eine Privattour hatte, wurden wir nach dem Schwimmen mit Delfinen in die Obhut seiner Mitarbeiter gegeben. Unser Fahrer brachte uns von der Tamarin Bay an der Westküste zur Blue Bay an der Ostküste von Mauritius. Hier wartete bereits unser Boot inklusive dem englischsprachigen Skipper Jeff auf uns. Nach einer kurzen Begrüßung brausten wir auch schon in einem ordentlichen Tempo los und schwebten quasi über dem Wasser, das in den verschiedensten Blautönen glitzerte.

Um bei dem heißen Wetter zwischendurch den Durst löschen zu können, gab es auf dem Boot kostenfreie, gekühlte Getränke, wie Wasser, Cola und Bier.

Die Route der Tour

Die Bootstour dauerte ca. 6 Stunden und führte uns als erstes von der Blue Bay zu einem alten Schiffswrack am Außenriff und dann weiter vorbei an der geschützen Insel Île aux Aigrettes. Der erste Stopp war dann für etwa 20 Minuten auf der Insel Ile aux Fouquets, um den alten Leuchtturm zu besichtigen. Dannach ging die Fahrt weiter zum tollen Wasserfall des Grand River South East. Der letzte Teil der Route war schließlich die Insel Île aux Cerfs. Hier gab es zuerst ein Mittagessen im südlichen Teil der Insel bevor es zu den wunderschönen Sandbänken im Nordteil der Insel weiterging. Hier konnten wir ca. 1 Stunde am Strand relaxen und die Insel erkunden, bevor es wieder mit dem Speedboot in die Blue Bay zurückging. Der letzte Teil der Eastcoastdream Tour beinhaltete dann noch eine kurze Fahrt mit dem Glasbodenboot und einem Schnorchelstopp im Blue Bay Marine Park.

Schiffswrack & die Insel Île aux Aigrettes

Der erste Stopp mit dem Boot war schon nach wenigen Minuten am Schiffswrack der Dalblair am Pointe D’Esny, dessen Überreste heute noch aus dem Wasser herausragen. Die Dalbair war ein 1,5 Tonnen schweres Stahlschiff, das im November 1901 die Stadt Cardiff mit einer Kohleladung in Richtung Mauritius verließ. Am 4. Februar 1902 erreichte es die südöstlichen Meere von Mauritius, wurde allerdings von einem unvorhergesehenen Zyklon und einem damit zusammenhängenden Wetterwechsel überrascht. Letztlich war das Schiff den starken Winden ausgeliefert, sodass es auf das Riff am Pointe D’Esny schlug. Ein Teil der Besatzung konnte sich noch retten; für einige Crewmitglieder war jedoch jede Rettung zu spät. Wir konnten mit unserem Boot leider nicht so richtig nah an das Wrack ran aufgrund der geringen Wassertiefe und der Strömungen bzw. Wellenbewegungen.

Nachdem wir eine Weile auf dem Wasser gefahren sind, sind wir bei der Île aux Aigrettes („Insel der Silberreiher“) vorbeigekommen und haben hier vor der Insel einen kurzen Stopp gemacht, damit uns Jeff einiges über die Insel erzählen konnte. Seit 1965 ist die Koralleninsel ein Naturschutzgebiet, das seit 1985 von der Mauritian Wildlife Foundation verwaltet wird. Die 26 Hektar große Île aux Aigrettes liegt ca. 1 Kilometer südöstlich von Mauritius entfernt und dient dem Schutz und der Zucht bestimmter endemischer und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten auf Mauritius. Auf der Insel gibt es einige ausgeschilderte Wege und Entdeckungspfade, auf denen man u.a. die Aldabra Riesenschildkröten und den Telfair-Skink beobachten kann. Man sollte nur beachten, dass man die Insel ohne vorherige Anmeldung nicht betreten darf.

Der alte Leuchtturm auf der Insel Ile aux Fouquets

Auf der Île aux Fouquets ist ein im Jahr 1864 erbauter Leuchtturm zu sehen, der früher ankommende Schiffe sicher in den Hafen von Mahébourg leiten sollte. Daher wird die Insel oft auch als Lighthouse-Island bezeichnet. Nachdem der Hafenbetrieb in Mahébourg durch die Briten eingestellt wurde und dieser nach Port Louis verlagert wurde, wurde der Leuchtturm aufgegeben und verfiel mit der Zeit.

Wir haben direkt vor der Insel angehalten und konnten auf die Insel laufen, um uns diese näher anzuschauen. Kaum hatten wir den ersten Fuß auf die Insel gesetzt, fing es wie verrückt an zu regnen. Aber zum Glück sind solche Schauer ja meist nur von kurzer Dauer, sodass es 10 Minuten später schon wieder schönsten Sonnenschein gab. Wir haben eine kurze Runde um den alten Leuchtturm gedreht und an einer Stelle mal unsere Drohne steigen lassen. Die hat zwar ein bisschen gemeckert, weil der Wind sehr stark war, konnte sich aber dennoch für ein paar Minuten gut in der Luft halten. Die Vogelperspektive ist doch immer wieder schön, oder?

Der Wasserfall am Grand River South East

Gegen 11.45 Uhr sind wir in einen Meeresarm eingefahren, der von Touristen-Booten schon hoch frequentiert war. Dieser Stopp wird bei den meisten Tagestouren, die zur Île aux Cerfs gehen, mit eingebaut – daher war hier auch so viel los.

Als wir über den Fluss gefahren sind, haben wir uns ein bisschen wie auf Borneo gefühlt, als wir dort vor einigen Jahren auf dem Kinabatangan Fluss eine Bootstour gemacht hatten und plötzlich aus dem Urwald die Elefanten raurausgekommen sind. Hier auf dem Grand River South East (GRSE) auf Mauritius ist das Ufer auch schön zugewachsen und es ist unglaublich grün. Es gibt hier zwar keine Elefanten, dafür aber Affen, die ein altes Schiff in Beschlag genommen haben.

Das Highlight am Ende des Meeresarms ist der GRSE Wasserfall, an dem der 34 Kilometer lange Grand River South East in das Meer mündet. Gewaltige Wassermassen fließen hier über die Felsen hinunter und vermengen sich mit dem salzigen Wasser des Meeres. Unser Skipper hat versucht, mit dem Boot richtig nah an den Wasserfall ranzufahren und gegen die Strömung zu kämpfen. Und das hat auch richtig gut funktioniert, denn die Gischt konnten wir hier hautnah spüren.

Mittagessen am Strand

So langsam knurrte unser Magen und wir freuten uns schon riesig auf das Mittagessen und waren ganz gespannt, wo wir dieses wohl einnehmen werden. Hierfür sind wir an die südliche Spitze der Île aux Cerfs gefahren. An einem kleinen Strandabschnitt hat uns Jeff aus dem Boot gelassen und wir wurden herzlich von unserer Köchin begrüßt. Sie zeigte uns dann unseren Platz für unser Mittagessen. Und das war wirklich überraschend – ein Tisch für uns 6, liebevoll dekoriert und mit Blick auf den Strand und das glasklare Wasser. Traumhaft schön!

Als Vorspeise gab es frisch gebratenen Thunfisch und Krautsalat, als Hauptspeise Hühnchen und Hummer und als Nachtisch gebratene Banane. Alles frisch zubereitet und aus lokalen Produkten hergestellt – super lecker 🙂

Relaxen auf der Insel Île aux Cerfs

Von unserem Mittagessen-Strand aus sind wir gegen 13.30 Uhr zum Hauptstrand der Insel Île aux Cerfs gefahren. Als wir am kleinen Hafen der Insel angekommen sind, haben wir schnell festgestellt, dass die Insel der Touristen-Hotspot schlechthin ist. Ein Katamaran reihte sich an den nächsten und die Insel war voller Touristen. Das ist auch nicht ganz verwunderlich, denn die Île aux Cerfs ist bekannt für ihre traumhaften weißen Sandstrände und das türkisblaue Wasser. Wir haben versucht, uns schnell von den überlaufenen Plätzen zu entfernen und haben uns ein ruhigeres Fleckchen gesucht, an dem wir die Füße etwas ins Wasser halten und unsere Drohne steigen lassen konnten.

Auf der 1,2 Kilometer langen und 600 Meter breiten Insel gibt es auch noch einen 18-Loch-Golfplatz und jede Menge Wasseraktivitäten, wie Parasailing. Wer es etwas ruhiger mag, kann an der wohl schönsten Bar auf Mauritius einen frischen, kühlen Drink genießen 🙂 Nach gut einer Stunde auf der Insel haben wir uns alle wieder an unserem Boot getroffen und sind zurück zur Blue Bay gefahren.

Unsere Drohnenbilder der Insel Île aux Cerfs

Hier haben wir noch ein paar unserer Drohnenaufnahmen von der wunderschönen Insel Île aux Cerfs auf Mauritius.

Eine Fahrt mit dem Glasbodenboot & Schnorcheln in der Blue Bay

Nachdem wir wieder an der Blue Bay angekommen sind, hat uns unser Skipper Jeff abgesetzt und wir sind direkt nebenan in ein Glasbodenboot eingestiegen. Mit diesem sind wir ein paar Meter gefahren und konnten dann etwa 30 Minuten im Blue Bay Marine Park schnorcheln. Die Ausrüstung haben wir von unserem Guide bekommen, sodass es direkt losgehen konnte. Doch bei uns hatte sich schnell Ernüchterung breitgemacht, denn es gab hier leider gar nicht viel zu sehen. Vielleicht sind wir durch unsere ganzen weltweiten Tauchgänge und Schnorchelausflüge schon etwas verwöhnt, aber die Unterwasserwelt in der Blue Bay hat uns nicht wirklich begeistert. Und dabei gilt die Bucht als der schönste Spot zum Schnorcheln auf Mauritius. Am Spannendsten waren die vielen Damselfische, die ringsum unser Boot waren. Gegen 15.45 Uhr waren wir wieder am Ufer und eine Stunde später in unserem Hotel. Es war ein wunderschöner Tag, der sehr abwechslungs- und erlebnisreich war.

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Abtauchen in der Blue Bay

Unser Video von der heutigen Tagestour

Hier könnt Ihr ein paar Eindrücke unserer heutigen Tour “Schwimmen mit Delfinen” in der Tamarin Bay und der anschließenden Bootstour “Eastcoastdream” entlang der Ostküste von Mauritius gewinnen:

Eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten von Mauritius

Hier findet Ihr eine Karte, in der wir alle Sehenswürdigkeiten von Mauritius wie Fotospots, Wasserfälle, bekannte Strände oder Aktivitäten eingezeichnet haben:

Unsere Reiseberichte von Mauritius

Tag 1: Reiseplanung, der Direktflug mit Condor & unser Mietwagen
Tag 1: Das 5* Hotel Dinarobin Beachcomber Golf Resort & Spa
Tag 2: Eine Wanderung auf den Berg Le Morne Brabant
Tag 2: Die Siebenfarbige Erde & der Chamarel Wasserfall
Tag 3: Der Black River Gorges National Park & das Grand Bassin
Tag 4: Das 5* Resort Constance Belle Mare Plage
Tag 5: Der Casela Tierpark – World of Adventures
Tag 5: Der Unterwasser-Wasserfall vor der Küste von Le Morne
Tag 6: Tauchen mit Pro Dive an der Westküste von Mauritius
Tag 6: Die Kirche Cap Malheureux & Port Louis
Tag 6: Der Botanische Garten in Pamplemousses
Tag 7: Schwimmen mit Delfinen
Tag 7: Die Insel Île aux Cerfs & Schnorcheln in der Blue Bay
Tag 7: Wissenswertes für einen Urlaub auf Mauritius

iWeiterführende Links:
Roman Duda – Facebook Seite

Blogger Kooperation

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Vielen Dank an Roman Duda für den erlebnisreichen Tag. Zu der Eastcoastdream-Tour auf Mauritius wurden wir eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.


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