Die Stadt Rotorua & die Geothermalregion Wai-O-Tapu (Neuseeland)

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Heute Morgen war unser erster Anlaufpunkt das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, das ca. 30 km von Rotorua entfernt liegt.

Wai-O-Tapu

Der Tag
116
unserer Weltreise

Unsere heutige Route

Unsere heutige Tagesetappe auf der Nordinsel von Neuseeland führe uns von unserem Hotel Accolade Lodge in Rotorua nach Wai-O-Tapu, dann weiter nach Orakei Korako, dann entlang des Lake Taupo bis nach Turangi.

Neuseeland – das Land der Vulkane & Geothermalregionen

Neuseeland befindet sich auf zwei tektonischen Platten und ist Teil des Pazifischen Feuerrings, welches die Ursache für häufig spektakuläre geothermale und vulkanische Aktivitäten ist. Auf der Südinsel treffen sie aufeinander, werden empor gedrückt und bilden so die gewaltigen Neuseeländischen Alpen. Im Zentrum der Nordinsel schiebt sich eine Platte langsam unter die andere, was enorme Mengen aktiver unterirdischer Wärme und Vulkanismus erzeugt. Diese sich um Rotorua konzentrierende Gegend erstreckt sich im Süden bis zu den Bergen des Tongariro National Parks und dann nach Osten zu White Island in der Bay of Plenty. Hier ereignete sich erst 2019 ein größerer Ausbruch. Man merkt also überall in Neuseeland, welch gewaltige Kräfte unter der Erde wirken.

Tektonische Platten Neuseeland, Grafik, Nordinsel, Südinsel

Die tektonischen Platten in Neuseeland

Die Stadt Rotorua

Die Stadt Rotorua hat ca. 70.000 Einwohner und liegt am gleichnamigen See auf der Nordinsel von Neusseland. Bekannt ist die Region vor allem für ihre reiche Maori-Kultur und den geothermischen Aktivitäten in Form von heißen Quellen, blubbernden Schlammlöchern und dem allgegenwärtigen Geruch von Schwefel in der Stadt. An vielen Stellen tritt heißer Dampf mit Schwefelgeruch aus Tümpeln und Erdspalten hervor, was zum einen eine touristische Attraktion darstellt und zum anderen darauf hinweist, dass die Stadt auf einem Vulkan gebaut wurde. Schon seit der Ankunft der ersten Maori-Siedler wurde diese enorme erneuerbare Energiequelle zum Kochen, Heizen und, seit neuerer Zeit, auch zur Stromerzeugung genutzt.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Whakarewarewa Valley gehört unter anderem der Pohutu-Geysir. Pohutu bedeutet soviel wie “großes Aufsehen” oder “Explosion”. Der Pohutu ist der wichtigste Geysir der Region und der größte in Neuseeland. Bis zu zwanzig Mal pro Tag bricht er aus erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern. Wir haben noch einen kurzen Fotostopp im Kuirau Park gemacht, einen öffentlichen Park, der mit starker geothermischer Aktivität.

Das Geothermalgebiet Wai-O-Tapu

Von der Stadt Rotorua ging unsere Reise weiter zum Wai-O-Tapu Scenic Reserve – einem Gebiet mit großer geothermischer Aktivität, das vor etwa 160.000 Jahren entstanden ist und laut Tripadvisor zu den One of the 20 Most SURREAL Places in the World gehört. Wir sind als erstes mit unserem Auto direkt zum Besucherparkplatz gefahren und haben uns dann unsere Eintrittskarten im angrenzenden Besucherzentrum gekauft. Der Eintritt kostet zur Zeit $32,50 NZD, was etwa 21 Euro entspricht.

Der Lady-Knox-Geysir

Nach dem Ticketkauf sind wir gleich wieder zurück ins Auto und zum Lady-Knox-Geysir gefahren. Hier wird damit geworben, dass dieser jeden Tag exakt um 10.15 Uhr ausbricht. Auch wenn wir durch den „Old Faithful“ Geysir im Yellowstone Nationalpark wussten, dass die Ausbruchszeit eines Geysirs genau bestimmt werden kann, kam uns das „jeden Tag um 10.15 Uhr“ doch etwas seltsam vor. Lässt sich die Natur so genau berechnen? Nein… natürlich nicht.

Der Lady-Knox-Geysir wird jeden Tag künstlich durch Seifenflocken zum Ausbruch gebracht. Die Wasserfontäne kann dann bis zu 20 Meter hoch sein und der Ausbruch kann bis zu einer Stunde dauern. Uns hat das Ganze etwas an eine Theateraufführung erinnert: Die Leute saßen auf Bänken, die in verschiedenen Ebenen aufgebaut waren. Ein Parkmitarbeiter sagte durchs Mikro ein paar einführende Worte, schüttete die Seifenflocken in die Öffnung und schwupps, kurze Zeit später fing es schon an zu brodeln und der Geysir brach aus. Mit einem Naturphänomen bzw. einem natürlichen Ausbruch hat das recht wenig zu tun.

Der 3 km lange Rundweg durch das Geothermalgebiet

Nach dem Besuch des Geysirs sind wir zum Besucherzentrum zurück, von wo aus der 3 km lange Rundweg durch das Geothermalgebiet losging. Auf dem gesamten Gelände findet man kollabierte Krater, heiße und kalte Seen, Schlammtümpel und dampfende Fumarolen. Auch wenn wir dies bereits aus Island, Bolivien und dem Yellowstone Nationalpark kannten, so ist es doch immer wieder sehr beeindruckend. Besonders schön sind die verschiedenen Färbungen von Mineralien, die das Gebiet mit gelben, orangenen, weißen, grünen, roten, braunen und schwarzen Farbklecksen versehen haben. Am Ende des Rundweges gelangt man zum Lake Ngakoro.

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Die Geothermalregion Wai-O-Tapu

Der Champagne Pool

Eines der Highlights im Park ist auf jeden Fall der Champagne Pool mit seinem orange leuchtenden Rand.

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Der Champagne Pool

Das Devil’s Bath

Auch das Devil’s Bath mit seiner unglaublich auffällig neon-gelb-grünen Farbe fanden wir toll!

Die Mud Pools

Am Ende sind wir mit dem Auto noch zu den Mud Pools gefahren, die etwas außerhalb des Geländes liegen und für die man auch keinen Eintritt zahlen muss.

Wir haben etwa 2,5 Stunden im Park verbracht, der uns sehr gut gefallen hat. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt und es immer mal wieder geregnet hat, war es ein schöner Besuch. Mit unserem Mietwagen sind wir dann 40 Kilometer in die nächste Geothermalregion von Orakei Korako gefahren.

Alle Reiseberichte aus Neuseeland

11 Tage lang haben wir Neuseeland von Norden nach Süden mit dem Mietwagen auf eigene Faust erkundet. Angefangen hat unsere Reise auf der Nordinsel in der Stadt Auckland, wir haben die gewaltigen Kräfte unter der Erde in Wai-O-Tapu und Orakei Korako erlebt, wir haben die Hauptstadt Wellington erkundet, sind über die Neuseeländischen Alpen gefahren, haben eine Gletscherwanderung auf dem Fox Gletscher gemacht, bevor wir zum Abschluss eine Fahrt durch das UNESCO-Weltnaturerbe Milford Sound erlebt haben. Neuseeland ist ein wirklich schönes Land, dass uns unglaublich gut gefallen hat.

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