Casela Mauritius, Titelbild

Der Casela Tierpark – World of Adventures (Mauritius)

Kategorien: Reiseberichte, Afrika, Mauritius

Für den heutigen Tag hatten wir uns eine Erkundung des Casela Parks vorgenommen. Wir haben bereits bei unserer Ankunft am Flughafen in Mauritius einen schönen Aufsteller vom Park direkt am Gepäckband gesehen, der unser Interesse geweckt hatte.

Casela, Turtle, Headerbild, Mauritius

Der Casela Park – World of Adventures

Wissenswertes über den Park

Der Casela Park wurde Ende 1979 als reiner Vogelpark bzw. Vogelschutzgebiet eröffnet. Im Laufe der Jahre hat sich der Park zu einem Natur-Reservat weiterentwickelt, der seinen Besuchern heute neben den Tierbegegnungen auch jede Menge anderer Freizeitaktivitäten bietet. Der 4.500 Hektar große Park beherbergt zwei der längsten Flüsse der Insel – Rivière du Rempart und Tamarin River – und bietet sowohl einheimischen als auch exotischen Arten ein Zuhause. Im Mittelpunkt stehen nach wie vor die Vögel – immerhin 1.500 leben hier. Unter den 140 verschiedenen Vogelarten findet man auch sehr seltene Arten, wie die Mauritius-Taube oder den Mauritius-Turmfalken.

Darüber hinaus kann man auf der weitläufigen Anlage auch etwas abenteuerliche Dinge machen, beispielsweise Safaris, Interaktionen mit Tieren, Ziplining, Segway- und Quadtouren oder eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn. Der Casela Park ist ein akkreditiertes Mitglied der Pan-African Association of Zoos and Aquaria (PAAZA) und engagiert sich für den Schutz und die Erhaltung bedrohter Arten. Regelmäßig finden auch Austausche mit anderen Parks und Zoos weltweit statt. So kamen beispielsweise im Jahr 2015 zwei Nilpferde aus Tschechien und Griechenland in den Park sowie zwei weiße Nashörner aus Südafrika.

Lage und Öffnungszeiten

Der Casela Park liegt im Westen von Mauritius, etwa 30 Minuten südlich von Port Luis bzw. 30 Minuten nördlich der Le Morne Halbinsel. Der Park liegt direkt an der Hauptstraße A3, so dass er eigentlich nicht zu verfehlen ist.

Der Park hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Wir waren direkt früh morgens kurz nach Öffnung da, um vor dem Touristen-Ansturm in den Park zu gehen und den Tag voll ausnutzen zu können. Direkt vor dem Eingangsgebäude befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem man kostenfrei sein Auto abstellen kann. Als wir das Eingangsgebäude betreten haben, war noch gar nicht so viel los. Zunächst fand eine Taschenkontrolle statt, da normalerweise keine Getränke und kein Essen mit in den Park genommen werden dürfen. Ausnahme ist eine Flasche Wasser. Die hatten wir dabei, aber auch Cola und ein paar Snacks. Da es bei der Kontrolle aber keinem aufgefallen ist, sind wir damit durch gekommen 😉

Eintrittspreise

An der Kasse kann man sich zwischen verschiedenen Aktivitäten entscheiden. Es kommt ein bisschen drauf an, was man alles erleben möchte und wie hoch der Adrenalin-Kick sein soll. Es lohnt sich übrigens, die Tickets auf der Homepage des Parks vorab online zu kaufen, da man hier 10% Rabatt erhält. Das normale Eintrittsticket kostet 850 Rupie (etwa 22 Euro) und beinhaltet eine Safari-Bustour (um Zebras, Strauße, Nashörner, Impalas und Gnus zu sehen), einen Streichelzoo, die Sichtung von Giraffen, Nilpferden, Kamelen, Lamas, Raubkatzen, Affen und Schildkröten sowie die Fahrten mit dem Tulawaka Gold Coaster.

Zu seinem Ticket kann man sich dann noch verschiedene Interaktionen bzw. Aktivitäten hinzukaufen:

Mountain Kingdom: Ziplines, Ziplines & Nepalese Bridge, Canyon Swing
Big Cats Kingdom: Kamel reiten, Spaziergang mit einem Löwen, Interaktion mit Löwenbabys, Interaktion mit Geparden etc.
Safari Kingdom: Quad fahren, Giraffen füttern, Segway, Interaktion mit Nashörnern
Middle Kingdo: Schildkröten-Fütterung, Fütterung von Vögeln und Ziegen etc.

Wenn man Interesse an mehreren Aktivitäten hat, lohnt sich eventuell auch die Buchung eines Pakets, in dem der Eintrittspreis und verschiedene Interaktionen schon inkludiert sind.

Explorer Package für 2.250 Rupie: Eintrittspreis + Zipline + Big Cats Drive Thru + Foto im Safari Kingdom
Safari Package für 1.950 Rupie: Eintrittspreis + Interaktion mit Löwen + Big Cats Drive Thru + Foto im Safari Kingdom
Xtreme Package für 2.250 Rupie: Eintrittspreis + Canyon Swing + Nepalese Bridge + Foto im Safari Kingdom
Family Package für 1.640 Rupie: Eintrittspreis + Schildkrötenfütterung + Fütterung im Streichelzoo + Burger-Gericht + Giraffen-Fütterung + Foto im Safari Kingdom

Wir hatten das normale Eintrittsticket und zusätzlich noch die Giraffen-Fütterung, auf die wir uns besonders gefreut haben.

Eine Karte des Casela Parks

Hier seht Ihr eine schöne Übersichtskarte des Parks. Der Park ist sehr großzügig angelegt und es ist empfehlenswert, dass man sich den ganzen Tag Zeit nimmt, um den Park in Ruhe erkunden zu können. Wenn man direkt morgens um 9 Uhr da ist, hat man immerhin 8 Stunden Zeit, bis der Park um 17 Uhr seine Tore schließt.

Karte, Map, Übersichtskarte, Tiere, Casela Park, Tierpark, Zoo, Mauritius, Erfahrungen, Reisebericht

Eine Übersichtskarte des Casela Parks

Ein große Karte kann man sich hier herunterladen oder den interaktiven Plan auf der Website des Casela Parks besuchen.

Der Bereich “Nature Kingdom”

Der Bereich am Eingang des Parks nennt sich Nature Kingdom. Läuft man die ersten Meter innerhalb des Parks kommt man erst einmal an einem Kinderspielplatz vorbei. Danach kommt ein großer Bereich mit mehreren Vogelvolieren und einem Vogelgehege, durch das man hindurchlaufen kann und die Vögel um einen herumfliegen. Am interessantesten fanden wir die Fledermäuse, die in ihrem Käfig „abhingen“ 🙂 Der Park ist hier schön angelegt, sehr natürlich und grün mit vielen endemischen Pflanzenarten. Neben dem Casela Restaurant sind wir den Hügel etwas abwärts gelaufen und sind genau an dem Affengehege vorbeigekommen.

Der Bereich “Middle Kingdom”

Der schöne Streichelzoo

Als nächstes kommt man zum Middle Kingdom. Hier wollten wir uns als erstes unbedingt die Nilpferde anschauen, konnten aber weit und breit keine sehen. Total schade. Wir waren etwas später noch einmal am Gehege, konnten allerdings wieder keine finden. Der Streichelzoo war unser kleines Highlight im Park. Hier konnte man mit verschiedensten Tieren wirklich auf Tuchfühlung gehen: Sei es bei den kleinen süßen Ziegen, Kaninchen, Meerschweinchen, Pferde, Schweine, Rehkitze und andere. Anfassen und streicheln ist hier absolut erlaubt 🙂

Das Gehege der Riesenschildkröten

Das offene und großzügige Gelände der Aldabra Riesenschildkröten befindet sich direkt nach dem Streichelzoo. Es ist ein tolles Erlebnis, diese Tiere so hautnah sehen zu können und sie anfassen zu können. Das hat uns richtig gut gefallen und wir hätten hier noch ewig bleiben können.

Die Sommerrodelbahn Tulawaka Gold Coaster

Im Casela Park gibt es mit dem Tulawaka Gold Coaster eine Art Sommerrodelbahn, deren Benutzung in jedem Eintrittsticket enthalten ist – und das so oft man möchte. Demnach gab es auch eine kleine Warteschlange, die sich aber schnell aufgelöst hat. Wir sind zu zweit in einem Schlitten gefahren, was unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Der Bereich “Big Cats Kingdom”

Im Big Cats Kingdom findet man die großen, eleganten Raubkatzen … von Löwen über Geparden bis hin zu Karakalen. Wirklich wunderschöne Tiere, aber wir müssen zugeben, dass uns die Gehege überhaupt nicht gefallen haben. Steht man draußen vor dem Gehege, sieht man nur Zaun – teilweise sogar einen doppelten Zaun, der die Sicht auf die Tiere sehr erschwert hat. Gut wiederum fanden wir die Aussichtsplattformen, von denen man dann auf die jeweiligen Gehege hinabschauen konnte und so ein bisschen mehr von den Tieren sehen konnte.

Der Bereich “Safari Kingdom”

Giraffen füttern

In das Safari Kingdom sind wir mit einem Shuttle Bus gefahren, der direkt vor dem Big Cats Kingdom abgefahren ist. Als wir dort angekommen sind, sind wir erst einmal schnurstracks zu den Giraffen gelaufen, weil wir hier unbedingt unsere Interaktion einlösen wollten. Also nichts wie rauf auf die Plattform. Hier kann man auch direkt vor Ort kleine Futterpakete kaufen, mit denen man in einem separat abgegrenzten Bereich die Giraffen füttern kann. Wir hatten das Ticket bereits, sodass wir mit unserem Futterbeutel direkt in den Fütterungs-Bereich gehen konnten. Hier standen schon zwei Giraffen und haben auf unsere kleinen Leckereien gewartet. Wir hatten jeder einen Beutel, sodass wir die beiden Giraffen eine Weile füttern und streicheln könnten. Das war ein richtig cooles Erlebnis und ist mit 200 Rupie (etwa 5 Euro) auch gar nicht so teuer und sehr zu empfehlen.

Die Safari

Eines der Highlights im Casela Park ist die Safari. Hier fährt man mit einem Safari-Bus etwa 30 Minuten lang durch ein sonst nicht zugängliches, sehr weit angelegtes Gelände, in dem sich verschiedene Tiere befinden. Man geht also auf Pirschfahrt und versucht dabei, Tiere zu finden und zu beobachten. Nachdem der Bus langsam die Schotterstraßen entlanggefahren ist, haben wir linkerhand und rechterhand bereits die ersten Impalas sehen können. Etwas später haben wir die ersten Strauße gesehen, die teilweise auch richtig nah an unserem Bus waren. Highlight waren die Zebras, die sich zunächst bei einigen Quads aufgehalten hatten, die für die Tiere gestoppt hatten. Später kamen sie aber auch zu uns an den Bus und wir konnten sie richtig nah beobachten. Total cool 🙂

Weiter ging die Fahrt durch ein weiteres Tor in ein anderes, abgesperrtes Gehege. Hier konnten wir von weitem die zwei Nashörner beobachten, die hier leben. Leider waren sie sehr weit weg, sodass man sie sehr schlecht erkennen konnte.

Unser Fazit zum Casela Park

Der Casela Park ist ein sehr weitläufig angelegter Park, in dem man locker einen ganzen Tag verbringen kann, da es viel zu sehen und zu erleben gibt. Richtig gut gefallen haben uns das Streichelgehege, das Areal der Schildkröten und die Fütterung der Giraffen. Nicht sonderlich schön fanden wir hingegen die trostlosen Voliere der Vögel und der Käfig für die Affen. Die Gehege der Raubkatzen sind zwar einigermaßen weitläufig, allerdings ist die Sicht auf die Löwen durch einen doppelten Zäunen „verbarrikadiert“. Es gibt zwar jeweils Aussichtsplattformen, aber diese doppelt eingezäunten Freiluftgehege sehen irgendwie aus wie ein Gefängnis. Hier hätten wir es schöner gefunden, wenn es natürliche Begrenzungen der Gehege gäbe, wie es in vielen Zoos mittlerweile umgesetzt ist. Dies würde auch besser in diese grandiose Landschaft des Parks passen.

Eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten von Mauritius

Hier findet Ihr eine Karte, in der wir alle Sehenswürdigkeiten von Mauritius wie Fotospots, Wasserfälle, bekannte Strände oder Aktivitäten eingezeichnet haben:

Unsere Reiseberichte von Mauritius

Tag 1: Reiseplanung, der Direktflug mit Condor & unser Mietwagen
Tag 1: Das 5* Hotel Dinarobin Beachcomber Golf Resort & Spa
Tag 2: Eine Wanderung auf den Berg Le Morne Brabant
Tag 2: Die Siebenfarbige Erde & der Chamarel Wasserfall
Tag 3: Der Black River Gorges National Park & das Grand Bassin
Tag 4: Das 5* Resort Constance Belle Mare Plage
Tag 5: Der Casela Tierpark – World of Adventures
Tag 6: Tauchen mit Pro Dive an der Westküste von Mauritius
Tag 6: Die Kirche Cap Malheureux & Port Louis
Tag 6: Der Botanische Garten in Pamplemousses
Tag 7: Schwimmen mit Delfinen
Tag 7: Die Insel Île aux Cerfs & Schnorcheln in der Blue Bay

iWeiterführende Links:
Casela Park – Offizielle Webseite
Billiger-Mietwagen.de – Mietwagen für Mauritius

Blogger Kooperation

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Vielen Dank an den Casela Nature & Leisure Park. In den Park und zur Fütterung der Giraffen wurden wir eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.

Lasse Dich von uns für neue Reiseziele inspirieren...


Kommentar verfassen