Schwimmende Schweinchen Bahamas Titelbild

Tour zu den schwimmenden Schweinen & Ammenhaien (Bahamas)

Kategorien: Reiseberichte, Mittelamerika & Karibik, Bahamas

Ihr habt die Bilder von den schwimmenden Schweinen im türkisblauen Wasser doch sicherlich auch schon mal gesehen, oder? Haltet uns jetzt nicht für verrückt, aber genau diese Schweinchen waren einer der Hauptgründe für uns, um auf die Bahamas zu fliegen. Die schwimmenden Schweine auf Big Major Cay zu besuchen stand schon soooo lange auf unserer Bucketlist, sodass wir es dieses Jahr einfach mal in Angriff nehmen wollten 🙂

Wissenswertes über die schwimmenden Schweine auf den Bahamas

Egal ob auf Instagram, auf Facebook oder diversen Reiseseiten – die Bilder von den schwimmenden Schweinen auf den Bahamas sind schon unglaublich toll 🙂

Warum die Schweine auf den Bahamas sind, weiß man nicht so genau. Die Insel Big Major Cay ist unbewohnt und die Schweine sind auf der Insel nicht heimisch. Einige sagen, dass sie von einer Gruppe von Seeleuten hier ausgesetzt wurden, die eigentlich geplant hatten, zurückzukommen und sie zu kochen. Andere sagen, dass die Schweine von einem Schiffswrack in der Nähe hinüber auf die Insel geschwommen sind.

Die schwimmenden Schweine sind in den letzten Jahren zu einer riesigen Touristenattraktion geworden. Die Nachfrage an den Ausflügen ist mittlerweile so groß, dass man einfach auch auf anderen Inseln der Bahamas Schweine “ausgesetzt” hat, um von dem Besucherstrom zu profitieren und sich so auch ein Stück vom Kuchen zu schnappen. So findet man die Schweine heute z.B. auch auf Ship Channel Cay in den nördlichen Exumas, auf Rose Island (nur 25 Minuten von Nassau entfernt) oder auf der Insel Long Island.

Wer aber die “Original Schweine” sehen möchte, der muss zum Pig Beach auf Big Major Cay!

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Wo findet man die schwimmenden Schweine von Big Major Cay auf den Bahamas?

Wie kommt man zu den schwimmenden Schweinen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu den schwimmenden Schweinen von Big Major Cay zu kommen:

Von Nassau: Den weitesten Weg zu den schwimmenden Schweinen hat man sicherlich von Nassau. Aber da hier auch wegen den Kreuzfahrten die meisten Touristen sind, gibt es verschiedene Tourenanbieter wie Hidden Beaches Bahamas, die Tagesausflüge nach Big Major Cay anbieten. Preislich liegt die Tour bei etwa 400 USD pro Person und man ist etwa 8 bis 9 Stunden unterwegs. Etwas günstiger und schneller geht es, wenn man zu den Schweinen auf Ship Channel Cay möchte. Hier bietet Powerboatadventures Tagesausflüge ab Nassau für USD 220 pro Person an. Eine weitere Möglichkeit ist es, von Nassau mit dem Flugzeug nach George Town oder Staniel Cay zu fliegen, von dort eine Tour zu starten und abends wieder nach Nassau zurückzufliegen. Da es hier bei den Flugzeiten aber immer mal zu Verspätungen kommen kann, sollte man am Ende des Tages nichts mehr wichtiges eingeplant haben!

Von Staniel Cay: Die schnellste Möglichkeit zu den schwimmenden Schweinen zu kommen hat man, wenn man einen Aufenthalt in Staniel Cay einplant. Das ist die nächstgelegene Insel zum bekannten Pig Beach und man benötigt mit dem Boot nur etwa 10 Minuten. Hier gibt es auch einige Hotels und Cottages Werbung / Affiliate, sodass man hier auch entspannt ein paar Tage verbringen kann. Das hätten wir eigentlich auch gerne gemacht, aber die wenigen Unterkünfte auf der kleinen Insel waren wegen dem Osterwochenende leider bereits alle ausgebucht.

Von Great Exuma: Wir hatten ja unser Hotel in George Town auf der Insel Great Exuma. Von hier starten auch täglich mehrere Anbieter mit Tagestouren zu den schwimmenden Schweinchen und man wird – wie wir – im Idealfall direkt von seinem Hotel abgeholt.

Unsere Tour mit Coastline Adventures

Wir hatten uns für den Anbieter Coastline Adventures entschieden, der die „Swimming Pig Tour“ täglich anbietet. Morgens 7.15 Uhr wurden wir als Erstes von unserem Hotel abgeholt und waren eine Stunde später am Bootsableger im Norden der Insel. Auf unserer Tour war ein Pärchen dabei, das leider von Nassau eingeflogen kam, sodass wir aufgrund einer Flugverspätung fast eine Stunde auf die beiden warten mussten. Gegen 9.30 Uhr konnte es endlich losgehen. Vor uns lag nun eine 8-stündige Tour gemeinsam mit etwa 30 anderen Personen. Das war schon recht viel. Aber wir vermuten, dass es auf anderen Touren ähnlich voll ist. Für die Tour haben wir pro Person 215 USD gezahlt. Wenn man möchte, kann man auf der Tour für 20 USD in einem Restaurant Mittagessen und wenn man die Ammenhaie in der Compass Cay sehen möchte, muss man vor Ort eine Landing Fee in Höhe von 10 USD zahlen.

Wir haben eine schöne Karte gefunden, in der die wichtigsten Attraktionen, die die meisten Touren anfahren, eingezeichnet sind. Die Karte kann man sich hier anschauen.

Die Thunderball Grotto

Unser erster Stopp war die berühmte Thunderball Grotto. Die Grotte erhielt ihren Namen aufgrund des James-Bond-Films “Thunderball” (dt. „Feuerball“) aus dem Jahr 1965, der u.a. hier gedreht wurde. Die Grotte war auch der Schauplatz der späteren Neuverfilmung von „Thunderball“ namens “Never Say Never Again” (dt. „Sag niemals nie“) aus dem Jahr 1983.

Wir haben mit dem Boot einige Meter vom Höhleneingang gehalten und sind direkt mit unseren Schnorchelsachen ins Wasser gesprungen. In die Höhle kommt man nur durch einen kleinen, fast versteckten Eingang, der wahnsinnig schmal ist und unter Wasser liegt. Hat man es hier durch geschafft, schwimmt man geradewegs in die Grotte rein. Und die ist ziemlich cool. Durch die Öffnung an der Höhlendecke scheint das Licht in die Höhle und das türkisblaue Wasser glitzert sehr schön.

Ein kurzer Halt am Pier von Staniel Cay

Für eine kurze Toilettenpause haben wir mit dem Boot am Staniel Cay Yacht Club angehalten. Nichtsahnend sind wir den Bootssteg in Richtung Yacht Club entlanggelaufen, als plötzlich rechts und links unter dem Steg dunkle Schatten aufgetaucht sind und vorbei geschwommen sind. Beim genaueren Hinsehen war klar: Das sind Ammenhaie. Und nicht nur einer oder zwei, sondern ziemlich viele. Wie cool. Die Ammenhaie liegen hier völlig entspannt in der Bay und genießen ihr Leben 🙂

Da Staniel Cay sogar einen kleinen Flughafen hat, den man von Nassau aus anfliegen kann, ist die Insel ein perfekter Ausgangsort für die Touren zu den Schweinen, Ammenhaien und den Leguanen. Denn alle Highlights sind von hier nur wenige Minuten mit dem Boot zu erreichen.

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Der Pier in Staniel Cay und ein Ammenhai

Die schwimmenden Schweine von Big Major Cay

Nach unserem Zwischenstopp auf Staniel Cay kam dann endlich das Highlight der Tour, mit dem wir eines unserer absoluten Bucketlist-Ziele erfüllen konnten: Die schwimmenden Schweinchen von Big Major Cay!

Schon als wir uns mit dem Boot an den Strand angenähert haben, sind die Schweine ins Wasser gegangen und sind uns entgegen geschwommen. Wie putzig! Wir haben einige Meter vom Strand entfernt geankert und sind dann – mit ein paar Toastscheiben in der Hand – zum Strand geschwommen. Man muss hier wirklich sehr aufpassen, denn die Schweine sind sehr schlau und riechen sofort, wer hier Essen in der Hand hat und kommen direkt auf einen zu. Gibt man ihnen nicht sofort das Essen, kann es auch etwas ungemütlich werden, denn hier gibt es Schweine, die mehr als 180 kg schwer sind! Neben uns waren noch einige andere Boote am Strand, sodass es schon sehr voll und total touristisch war. Idyllisch ist definitiv was Anderes. Es gab aber auch einige Momente, in denen wir ein Schwein komplett für uns alleine hatten und schöne Fotos machen konnten.

Was man definitv beachten sollte: Was man den Schweinen vorn an Essen ins Maul schmeißt, kommt natürlich irgendwann auch wieder hinten raus … und schwimmt dann im türkisblauen Wasser rum 😉

Derzeit gibt es etwa 20 Schweine und Ferkel am Pig Beach, die hier ein entspanntes Leben führen. Wir haben etwa 30 bis 40 Minuten am Pig Beach gehalten. Wir hätten uns hier gerne mehr Zeit gewünscht, da es ein sehr besonders Erlebnis war.

Die Ammenhaie von Compass Cay

Ein Highlight nach dem anderen: Auf die berühmten Ammenhaie von Compass Cay, die wir auch schon über die sozialen Medien kannten, hatten wir uns im Vorfeld schon tierisch gefreut. Betritt man die Pier von Compass Cay muss man eine sogenannte Landing Fee von 10 USD pro Person zahlen, da die Insel in Privatbesitz ist. Bleibt man im Boot, zahlt man diese Gebühr nicht – hat dann aber auch nicht die Möglichkeit, die Ammenhaie zu sehen.

Nur wenige Meter den Bootssteg weiter, hat man dann schon die ersten Ammenhaie sehen können. Und 2 Minuten später waren wir im Wasser – mitten unter den Haien, die man sogar anfassen kann. Total cool! Ammenhaie (Nurse Sharks) sind übrigens nahe Verwandte der Teppichhaie und der Walhaie und können eine Länge von über 4 Metern erreichen. Die Ammenhaie von Compass Cay werden von den Fischern angefüttert, daher sind sie hier in so hoher Anzahl vorhanden. Haben sie genug von den Touristen, dann hauen sie ab und legen sich auf den Sandboden zum Entspannen.

Wir haben hier etwa für 20 Minuten Halt gemacht, bevor es weiter zu einer wunderschönen Sandbank ging.

Die weißen Sandbänke vor Pipe Cay

Ein weißer Sandhaufen mitten in der wunderschönen türkisblauen Lagune vor Pipe Cay. Als wir an der einsamen Sandbank mit unserem Boot angekommen sind, konnten wir unseren Augen kaum trauen. Es fühlte sich an, als wenn wir mit in einem Bacardi- oder Raffaello Fernsehspot wären: Paradiesischer geht’s eigentlich nicht mehr. Und es war der perfekte Ort, um unsere Drohne DJI Mavic 2 Pro Werbung / Affiliate auszupacken und uns das Ganze mal von oben anzuschauen. Und das sah fast noch schöner aus 🙂

Von hier ging es dann weiter zu einer anderen Insel, wo wir unser Mittagessen in einem lokalen Restaurant auf Great Guana Cay hatten. Hier konnten wir uns für 20 USD pro Person an einem lokalen Buffet bedienen und uns eine Pause gönnen.

Die Leguane am Strand von Bitter Guana Cay

Auf dem Weg zu unserem letzten Stopp sind wir an einer ganzen Reihe von Privatinseln vorbeigekommen, die im Besitz von Stars und Sternchen wie bspw. David Copperfield oder Faith Hill sind.

Und dann war der Strand von Bitter Guana Cay auch schon in Sicht: Herzlich Willkommen am Strand der Leguane. Die sogenannten „Bahamian Rock Iguanas“ der Exumas sind eine gefährdete Art mit einer Wildpopulation von weniger als 1.300 Tieren. Sie halten sich gerne hier am verlassenen Strand von Bitter Guana Cay auf und sind in erster Linie pflanzenfressend, d.h. Blätter, Blumen und Früchte gehören zu ihrem täglichen Futter. Mit einem Stück Salat in der Hand sind wir auf die kleinen Kerlchen zugegangen und konnten sie füttern und streicheln.

Ein toller Abschluss von einem tollen Tag, an dem sich ein Erlebnis an das andere reihte. Mit unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck ging es dann wieder zurück nach Great Exuma 🙂

Die Starbucks Tasse von den Bahamas

Seit einiger Zeit sammeln wir die Starbucks Tassen der Städte und Inseln, die wir auf unseren Reisen besuchen (siehe Unsere Starbucks Tassensammlung). Die großen Tassen der “Global Icon Serie” gibt es zwar nicht von jeder Stadt - aber wenn es sie gibt, dann finden wir diese Tassen ein wirklich schönes Andenken. Auf den Bahamas gibt es mehrere Starbucks-Filialen in Nassau und auch eine eigene Tasse 🙂 Bahamas, Starbucks, Tasse, Global Icon Serie, Reisebericht

Unsere Reiseberichte von den Bahamas

Die Bahamas standen schon wirklich sehr lange auf unserer Bucketlist. Und dieses Jahr hatten wir ein relativ gutes und preislich günstiges Flugangebot gefunden, um die Bahamas mit ein paar Tagen Florida im Anschluss zu kombinieren. Auf unserer Reise haben wir 9 Tage auf 3 verschiedenen Inseln der Bahamas verbracht und dies sind unsere Reiseberichte:

Tag 1: Unsere Reiseplanung: Bahamas & Florida, Unser Flug nach Nassau
Tag 2: New Providence: Die Sehenswürdigkeiten von Nassau
Tag 3: Exumas: Unser Flug mit Bahamasair & unser Hotel in George Town
Tag 4: Exumas: Traumstrände & Stachelrochen füttern auf Stocking Island
Tag 5: Exumas: Unsere Tour zu den schwimmenden Schweinen & Ammenhaien
Tag 6: Long Island: Das Stella Maris Resort & Kajaktour auf Long Island
Tag 7: Long Island: Die Sehenswürdigkeiten der Insel Long Island
Tag 8: Long Island: Die schwimmenden Schweine auf Long Island
Tag 8: Long Island: Unser Tauchgang auf Long Island
Tag 9: New Providence: Das Hotel Atlantis & Paradise Island
Tag 9: Wissenswertes: Alle Infos für einen Urlaub auf den Bahamas




  1. Hallo!

    Zuerst einmal ein großes Lob, ich finde Euren Blog sehr hilfreich, detailliert und schön übersichtlich aufgebaut.

    Wir planen nächstes Jahr eine Reise auf die Bahamas und natürlich mit Islandhopping, Schweinchen besuchen etc. Islandhopping klingt natürlich am besten mit dem Flieger. Leider finde ich hier keine Infos wo und ob man vorab den Flug buchen muss/soll oder ob man den auch vor Ort buchen kann! Könnt ihr mir hier weiterhelfen und Tipps geben?

    Vielen Dank im Voraus und Liebe Grüße,
    Nicole

    1. Author

      Hallo Nicole,

      es freut uns sehr, dass Dir unser Blog und unsere Reiseberichte so gut gefallen 🙂

      Wir haben un unserem Beitrag “Wissenswertes für einen Urlaub auf den Bahamas” mal etwas zu den Verbindungen zwischen den Inseln geschrieben. Der schnellste Weg ist natürlich immer Fliegen, meist mit Bahamasair. Aber es gibt auch viele Fähren zwischen den Inseln. Dauert etwas länger, ist dafür aber auch günstiger 😉 Da wir unseren Urlaub immer komplett planen, buchen wir auch immer die Flüge schon vorab.

      Liebe Grüße
      Michael & Sandra

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