A-ROSA Titelbild VIVA

Seine-Flusskreuzfahrt mit A-ROSA VIVA (Frankreich)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Frankreich

Mit A-ROSA waren wir bereits 2017 unterwegs, damals ging es mit A-ROSA BELLA die Donau entlang: Wien, Esztergom, Bratislava, Budapest und das Weltkulturerbe Wachau standen auf der Agenda. Eine Flusskreuzfahrt zu machen hatte uns da unglaublich begeistert, weil es ein langsames, sehr entschleunigtes Reisen ist. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, dass wir auch in diesem Jahr die Möglichkeit hatten, wieder auf eine Flusskreuzfahrt zu gehen. Diesmal ging es auf der A-ROSA VIVA entlang der Seine in Frankreich 🙂

Unser Reiseverlauf “Seine Erlebnis Normandie mit Paris”

Unsere Flusskreuzfahrt mit A-ROSA VIVA führte uns für 7 Tage ab der Metropole Paris entlang der Seine zu den Highlights der Normandie. Start der Reise ist die Stadt der Liebe Paris, weiter zu reizvollen Provinzstädtchen wie Les Andelys, eine imposante Kathedrale in Caudebec-en-Caux, die Hafenstadt Rouen mit unzähligen Fachwerkhäusern und einer beeindruckenden Lichter-Show am Abend, auf den Spuren Claude Monets in Vernon bis es wieder zurück zu der multikulturellen Metropole Paris geht. Dazwischen windet sich die Seine zwischen weiten Wiesen und Wäldern, Apfelplantagen und Schlössern.

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Der Reiseverlauf der Seine Flusskreuzfahrt mit A-ROSA

Die Anreise nach Paris zum Schiff

Wir sind von Frankfurt aus mit Lufthansa nach Paris Charles-de-Gaulle geflogen. Nach 50 Minuten Flug hat uns Paris bei allerschönstem Sonnenschein begrüßt – was für ein toller Auftakt in den Urlaub ☼

Da in unserem Paket von A-ROSA der Transfer vom Flughafen zum Schiff bereits enthalten war, konnten wir am Flughafen direkt zum vereinbarten Treffpunkt in das Terminal 2D laufen. Da wir aber an einem anderen Terminal gelandet sind, mussten wir hier erst einmal unser Gepäck abholen und dann zum richtigen Terminal laufen. Das hat unglaublich lange gedauert, weil die Wege am Pariser Flughafen sehr lang sind, wir aber auch 45 Minuten auf unser Gepäck warten mussten. Das hatte dann leider zur Folge, dass wir den ersten Shuttle-Bus zum Schiff verpasst haben und auf den nächsten warten mussten. An unserem Abfahrtstag sind die Shuttle-Busse von A-ROSA um 11 Uhr, 13 Uhr und um 15.30 Uhr gefahren. Nachdem uns der Entertainment-Manager Olaf begrüßt hatte, mussten wir dann noch ca. 1,5 Stunden warten und konnten dann – mit weiteren Gästen – den Bus um 13 Uhr nehmen, sodass wir etwa gegen 13.30 Uhr am Schiff angekommen sind. Der Check-In war für 14 Uhr vorgesehen. So hatten wir noch etwas Zeit, um unseren ersten Drink bereits entspannt an Deck zu genießen, bis wir unsere Kabine beziehen konnten.

Unser Schiff A-ROSA VIVA lag leider außerhalb von Paris in der benachbarten Stadt Saint Denis. Grund hierfür ist, dass das Schiff zu groß ist, um in der Innenstadt von Paris alle Brücken passieren zu können. Das ist natürlich super schade, denn so ein Liegeplatz in der Nähe vom Eiffelturm wäre natürlich grandios gewesen.

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Die Anlegestelle von A-ROSA in Paris

Vom Liegeplatz aus ist eine Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Paris aber gegeben, allerdings muss man hierfür etwa 15 Minuten zu Fuß laufen, um zu der Metro-Station Carrefour Pleyel (Hellblaue Linie 13) zu gelangen (Wegbeschreibung in Google Maps). Wir haben im Vorfeld viele Kommentare gelesen, die sagten, dass Saint Denis sehr unsicher ist. Das können wir nicht bestätigen, da wir uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt haben. Auch A-ROSA empfiehlt die Nutzung dieser Metro-Station, daher kann man diese ohne Bedenken nutzen. Natürlich sollte man es vermeiden, seine Wertsachen offensichtlich zu zeigen (z.B. Kamera um den Hals), wie an anderen Orten auf der Welt auch 😉

Wissenswertes über das Schiff A-ROSA VIVA

Das Schiff A-ROSA VIVA wurde 2010 von der Reederei übernommen und in den Dienst gestellt. Maximal 202 Passagiere finden hier Platz, zusätzlich sind bis zu 55 Crew-Mitglieder auf dem Schiff im Einsatz. Die VIVA ist 135 Meter lang und 11,4 Meter breit. Anfangs wurde das Schiff für Flusskreuzfahrten auf Rhein, Mosel und Main eingesetzt – derzeit verkehrt die A-ROSA VIVA als einziges Schiff der Flotte auf der Seine. Neben der VIVA gibt es noch zwei baugleiche Schiffe, die AQUA aus dem Jahr 2009 und die BRAVA aus dem Jahr 2011.

Auch wenn die A-ROSA selbst und die Fahrten mit deren Flusskreuzfahrtschiffen deutschspachig sind, können auf einigen Routen und zu ausgewählten Terminen auch internationale Gäste mit an Bord sein. So war es auch bei uns – eine größere Reisegruppe aus Spanien mit eigener Reiseführerin war dabei sowie eine Gruppe aus der Ukraine. In solch einem Fall sind auch englischsprachige Dokumente an Bord erhältlich, es gibt zusätzlich auch englische Durchsagen und für Fragen stehen International Hosts zur Verfügung.

Der Decks- und Kabinenplan

Das Schiff verfügt insgeamt über vier Decks: Auf den unteren 3 Decks befinden sich die 99 Doppelkabinen und auf dem oberen Deck ist ein weitläufiges Sonnendeck mit Sitz- und Liegemöglichkeiten.

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Der Decks- und Kabinenplan der A-ROSA VIVA

Unsere Außenkabine mit französischem Balkon

Von zu Hause aus haben wir uns bereits auf der A-ROSA Homepage Fotos der Kabinen angesehen, damit wir einen ungefähren Eindruck davon bekommen, wie wir in der einen Woche „wohnen“ werden. Wir hatten eine 2-Bett-Außenkabine mit französischem Balkon der Kategorie C. Unsere Kabine war 14,5 m² groß und lag auf Deck 2. Auf den A-ROSA Schiffen gibt es übrigens nur Außenkabinen, d.h. für genug Tageslicht ist immer gesorgt. Im Vergleich zu den Innenkabinen der großen Hochsee-Kreuzfahrtschiffe ist das wirklich ein riesiger Vorteil 🙂

Die Einrichtung der Kabine war sehr praktisch: Kommt man in die Kabine rein, befindet sich rechts oder links am Eingang gleich das Bad und auf der anderen Seite ein großzügiger Kleiderschrank und ein Ablage-Regal, auf dem auch der Flachbildfernseher seinen Platz gefunden hat. Beim Fernsehprogramm muss man übrigens nicht auf die deutschen Kanäle verzichten. Insgesamt hatten wir in unserer Kabine zwei Schreibtische, die für uns als reine Ablagefläche fungiert haben. Unser Koffer haben wir für die eine Woche problemlos unter dem Bett verstaut, so dass sie auch nicht im Weg rumstehen.

An jedem Abend befindet sich das A-ROSA Journal an der Kabinentür, das Auskunft über den folgenden Tag bereithält: seien es die Büffetzeiten, Ausflugtipps oder das Abendprogramm – hier entgeht einem nichts.

Die Einrichtungen an Bord

Während wir die Seine entlang geschippert sind, gab es allerlei Möglichkeiten an Bord, sich die Zeit zu vertreiben. Da sich das Wetter während unserer Reise von seiner schönsten Seite gezeigt hat, haben wir die Zeit während der Fahrt oftmals an der frischen Luft verbracht. Das Sonnendeck bietet hierfür beste Möglichkeiten, seinen Blick schweifen zu lassen und sich bei einem erfrischenden Drink die vorbeiziehende Landschaft anzuschauen. Wer es aktiver mag, kann auf dem obersten Deck auch Shuffleboard, Schach oder eine Partie Minigolf spielen. Alternativ bietet das schiffseigene Fitnessstudio beste Voraussetzungen, um sich auszupowern. Im daneben liegenden SPA-ROSA kann man in der Sauna oder dem Außen-Whirlpool bestens entspannen. Langweilig wird es einem an Bord tatsächlich nie und ehe man sich versieht, hat man schon wieder an einer Anlegestelle festgemacht und ist bereit, die Umgebung zu erkunden.

Auf dem Schiff gibt es ein Marktrestaurant (Büffet), eine Weinwirtschaft (für exklusive Dinner oder wenn im Marktrestaurant kein Platz mehr ist) sowie eine Bar. In der Lounge gab es an einigen Tagen noch ein Abendprogramm, durch das der Entertainment-Manager geführt hat, z.B. Musikbingo, Musikquiz, Chill Out Musik, Auftritt eines Sänger-Duos oder eine Tombola. An einigen Abenden konnte man aber aufgrund des tollen Wetters noch lange auf dem oberen Deck sitzen und zusehen, wie die Seine irgendwann von der untergehenden Sonne geküsst wird.

Das Essen an Bord der A-ROSA VIVA

Für die vorzügliche Verpflegung der Gäste wird an Bord von A-ROSA einiges getan. In unserem Premium-Alles-Inklusive-Tarif waren alle Mahlzeiten und so gut wie alle Getränke inbegriffen, sodass wir kulinarisch bestens versorgt waren. Das Restaurant an Bord von A-ROSA VIVA bietet drin genügend Plätze für alle Gäste. Man hat eine freie Platzwahl und auch keine fixen Essenszeiten.

Bereits am Morgen gab es schon eine großes Angebot an kalten und warmen Speisen – von Brot, Brötchen und Croissants über Rührei, Grießbrei und Speck bis hin zu Müsli und Cornflakes. Einem guten Start in den Tag stand also nichts entgegen 🙂

In der Regel gab es von 19 Uhr bis 21 Uhr Abendessen. Auch wenn das nur knapp 2 Stunden waren, um 200 Gäste zu verköstigen, haben wir immer einen Sitzplatz gefunden und es sind nie lange Schlangen am Büffet entstanden. Alles hat sich immer sehr gut verteilt. Es gab eine umfangreiche Auswahl an kalten und warmen Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts. Bemerkenswert fanden wir auch, dass die Speisen immer gekennzeichnet wurden, je nachdem ob Laktose, Gluten o.ä. enthalten war. Für Gäste mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf jeden Fall ein riesen Vorteil. Wasser gibt es kostenfrei bereits auf den Tischen; weitere Getränke muss man beim Kellner bestellen. Das hat manchmal leider etwas länger gedauert (bis zu 10 Minuten). Es ist also besser, sich erst etwas zu Trinken zu bestellen und zu warten, bis es kommt und sich dann erst am Buffet etwas zu essen zu holen. Zapfstationen mit Getränken gibt es abends leider nicht, morgens schon (beispielsweise Säfte und Tee).

Auf unserer Reise gab es 2x einen speziellen Abend mit einem exklusiven Dinner “A-ROSA Wine & Dine”, das man zusätzlich – gegen einen Aufpreis von 42 EUR – buchen konnte. Das erlesene 5-Gänge-Menü wurde in der Weinwirtschaft serviert, dazu wurden korrespondierende Weine ausgeschenkt. Wir hatten so ein Dinner bereits auf unserer Reise mit der BELLA und können das nur jedem empfehlen, der – abseits des Buffets – kulinarisch noch das i-Tüpfelchen erleben möchte.

Sehr schade war, dass es im Vergleich zur A-ROSA BELLA keinen schönen Außenbereich direkt beim Restaurant gab. Dieser ist auf der VIVA sehr klein und eigentlich haben sich da auch nur die Raucher getroffen. Wollte man also beim Essen draußen sitzen, musste man mit seinem Teller hoch auf das Sonnendeck gehen.

Ein Schiffsrundgang mit Blick hinter die Kulissen

Als wir gerade auf dem Weg nach Rouen waren, haben wir an einem Schiffsrundgang mit dem Hotel Manager Balazs Benacs teilgenommen – witzigerweise war das der gleiche Hotel Manager, den wir bereits auf der BELLA vor zwei Jahren hatten. Was für ein schöner Zufall! 🙂

Der Rundgang bot uns eine schöne Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von A-ROSA VIVA zu werfen. Mit einer Gruppe von ca. 10 anderen Gästen sind wir mit dem Hotel Manager durch die verschiedensten Bereiche des Schiffes gegangen: Sei es die schiffseigene Wäscherei, die Küche, der Crew-Bereich, der Maschinenbereich oder das Steuerhaus. Wir konnten hier sehr interessante Dinge erfahren, die einem vorher gar nicht so bewusst waren. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass das Steuerhaus bei Brückendurchfahrten auch eingefahren werden kann und der Kapitän dann quasi mit dem Steuerhaus in einem Hohlraum sitzt?

Ein wirklich sehr spannender einstündiger Rundgang, der jedem zu empfehlen ist, der sich schon immer gefragt hat, was sich im Hintergrund eines Schiffes so alles abspielt.

In den kommenden Berichten werden wir Euch von unserer Reise mit A-ROSA durch die Normandie berichten 🙂


iWeiterführende Links:
A-ROSA – Flussreisen online buchen‎

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Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Zu der Flusskreuzfahrt auf der Seine wurden wir eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.


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