Danham – Der World Heritage Drive & die Shark Bay (Australien)

Kategorien: Reiseberichte, Ozeanien, Australien

Unser heutiges Ziel war die Shark Bay, ein geschützte Gebiet des UNESCO-Welterbes an der Westküste Australiens etwa 800 Kilometer nördlich von Perth.

Shark

Unsere Fahrt entlang des World Heritage Drive

Von unserer Unterkunft Billabong Homestead Motel verlässt man nach etwa 50 Kilometern den North West Coastal Highway und fährt auf dem ca. 150 km langen World Heritage Drive entlang. Dieser gehört seit 1991 wie das gesamte Gebiet zum UNESCO Welterbe, 70% des Gebietes ist Wasser und 30% Land.

Die Shark Bay

Die Shark Bay ist eine Meeresbucht an der Westküste von Australien und ist zugleich der westlichste Punkt des Kontinents. William Dampier verlieh dem Gebiet 1699 den Namen „Haifischbucht“ wegen der vielen Haie, die dort vorkommen (28 verschiedene Haiarten). Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind das Hamelin Pool Marine Nature Reserve im Süden der Bucht, der weiße Shell Beach, der Aussichtspunkt Eagle Bluff, das kleine Städtchen Denham, Monkey Mia mit seinen Delfinen und der Francois-Peron-Nationalpark an der Spitze der Halbinsel. Die Shark Bay ist ein Gebiet mit hoher zoologischer Bedeutung. Seit 1991 ist sie deshalb Teil des UNESCO-Welterbes der Menschheit. In der Bucht leben unter anderem Delfine, etwa 10.000 Gabelschwanzseekühe (Dugongs), Meeresschildkröten, Rochen, Seeschlangen, Wale und viele Haie.

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Willkommen in der Shark Bay

Der Hamelin Pool in der Shark Bay

Erster Stopp für uns war der Hamelin Pool, im dem die heute sehr seltenen Stromatolithen – eine der ältesten Lebensformen der Erde (ca. 3,5 Mrd. Jahre alt) – leben. Benannt ist es nach Jacques Félix Emmanuel Hamelin, der 1801 im Rahmen einer Expeditionsreise hier vorbeikam. Hier in der Shark Bay leben und wachsen sie heute immer noch, da der Salzgehalt doppelt so hoch ist wie im offenen Ozean. Dies ist auch der Grund dafür, dass sie keine natürlichen Feinde haben. Das Wachstum beträgt etwa 1 cm in 30 Jahren. Gebilde von etwa 1 m Höhe sind somit also knapp 3000 Jahre alt! Für den Betrachter (wie uns) sieht das alles sehr unspektakulär aus – es sieht aus wie Steine im Wasser. Wenn man die Hintergründe kennt, ist das schon anders 😉

Der Shell Beach

Nächster Halt war nach 50 km der Shell Beach. Wie der Name schon sagt ist der Shell Beach ein Strand, der komplett aus Muscheln besteht. Von weitem sieht es aus wie ein ganz gewöhnlicher weißer langer Sandstrand. Beim Barfußlaufen und näherem Hinschauen merkt man dann aber schnell, dass es Milliarden von kleinen weißen (Herz)Muscheln sind. Einfach unvorstellbar.

Der Aussichtspunkt Eagle Bluff

Der letzte Halt vor dem Küstenörtchen Denham war der Aussichtspunkt Eagle Bluff. Über eine kleine Schotterpiste gelangt man zu einem Parkplatz, von dem man den Boardwalk betreten kann. Von hier oben hat man eine tolle Aussicht auf die vor einem liegende Bucht. Das Wasser ist so kristallklar, dass man sogar die Chance hat, Haie und Schildkröten zu sehen.

Unser Hotel in Denham

Nach einigen Kilometern sind wir dann in Denham angekommen.. Hier haben wir für die nächsten beiden Nächte ein Zimmer im Hotel Heritage Resort gebucht. Der Empfang durch die Rezeptionsmitarbeiterin war sehr nett. Sie hat uns auf Nachfrage auch Tipps für die Umgebung gegeben. Wir konnten bereits 13 Uhr einchecken. Unser Zwei-Bett-Zimmer hatte (einen kleinen) Blick auf den Pool. Leider roch es sehr muffig, war dunkel und es laufen auf der Fensterseite permanent Leute dran vorbei, weil da die Treppe lang geht. Es ist sehr großzügig gestaltet mit einem Tisch, 2 Stühlen und einem Sofa. Wenn man reinkommt gibt es eine Art Küchenzeile, aber ohne Geräte oder sonstigem Geschirr. Lediglich ein Kühlschrank und ein Wasserkocher (mit Tee- und Kaffeezutaten) ist vorhanden. Das Wifi funktioniert sehr gut und ist kostenlos. Schattige kostenfreie Parkplätze sind auf dem Gelände vorhanden. In unmittelbarer Nähe des Hotels ist ein kleiner Supermarkt (IGA), in den man alle Dinge des täglichen Bedarfs bekommt – allerdings (wie vermutet) zu überteuerten Preisen. Das Housekeeping hat leider nicht so funktioniert, wie es sollte. Als wir nachmittags um 14 Uhr ins Zimmer zurückgekommen sind, war das Bett nicht gemacht, die Handtücher waren nicht gewechselt etc. Auf Nachfrage hin, sagte man uns, dass das Zimmer laut Liste bereits morgens gereinigt wurde. Grundsätzlich ist der Zimmerpreis für die ‘Gegenleistung’ viel zu hoch. Aber der Ort ist weit weg von allem, sodass man das leider in Kauf nehmen muss.

Der Francois Peron Nationalpark

Da es gerade mal 14 Uhr war und wir bis Sonnenuntergang noch etwas Zeit hatten, haben wir die Rezeptionsmitarbeiterin nach Tipps für die Umgebung gefragt. Sie hat uns einen Ausflug in den nahegelegenen Francois Peron Nationalpark sehr empfohlen, aber auch darauf hingewiesen, dass wir unbedingt ein Allradauto benötigen (haben wir) und Erfahrung, wie man so ein Auto in einem sandigen Gelände fährt (haben wir nicht wirklich).

Die Bilder, die sie uns von dem Park gezeigt hat, waren wirklich traumhaft schön. Aber wir haben es uns nicht zugetraut, alleine mit unserem Auto in den Park zu fahren. Wir haben im Internet viele Erfahrungsberichte gelesen, wo Leute stecken geblieben sind und dann für wahnsinnig viel Geld abgeschleppt werden mussten. Das wollten wir nicht riskieren. Es wird wirklich dringend davon abgeraten, mit einem normalen SUV in den Park zu fahren. Ausschlaggebend ist hier nicht die Allrad-Funktion (die wir auch gehabt hätten), sondern die Bodenfreiheit. Eine andere Option wäre gewesen, eine Tour mit einem erfahrenen Guide zu buchen, aber die hätte ca. 150 Euro pro Person gekostet. Das war uns einfach zu teuer.

Also sind wir nur kurz zu dem Parkeingang gefahren, der auch mit normalen Autos noch erreichbar ist. Hier gibt es eine alte (nicht mehr im Betrieb befindliche) Schaf-Farm, die man sich anschauen kann. Sonst ist hier aber nicht wirklich viel zu sehen. Auf dem Weg zum Francois Peron Nationalpark liegt die Little Lagoon. Dort haben wir uns dann noch ein bisschen gesonnt und zumindest die Füße ins kalte Nass hängen lassen.

Lebensmittelpreise in Denham

Denham hat gerade mal 600 Einwohner und rühmt sich damit, der westlichste Ort des australischen Festlandes zu sein. Die wichtigsten Dinge, wie Unterkünfte, zwei kleine Supermärkte und Tankstellen sowie Restaurants sind direkt an der Uferstraße gelegen, die durch den Ort führt. Wer in Denham einkaufen möchte, sollte wissen, dass die Lebensmittelpreise wirklich hoch sind. Australien ist aus unserer Sicht an sich ja schon nicht günstig, wenn es um Grundnahrungsmittel wie Milch, Obst & Gemüse, Wasser oder Wurst & Käse geht. Aber in Denham ist das alles noch mal um einiges teuerer als wie in den Großstädten. Ein Eis oder eine Flasche Cola kostet da schon mal 3 Euro, ein Weißbrot 4 Euro und von Nutella (7 Euro) ganz zu schweigen. Willkommen im Nirgendwo.

Alle Reiseberichte aus Westaustralien

Australien hatten wir während unserer Weltreise im Jahr 2015 zum ersten Mal bereist. Hier waren wir vor allem an der Ostküste (Sydney, Brisbane, Airlie Beach und Cairns), im Süden (Adelaide, Great Ocean Road und Melbourne) und im Inneren des Landes (Ayers Rock). Australien hat uns damals so gut gefallen, dass wir hier auf jeden Fall noch viel mehr sehen wollten. Und was uns noch komplett gefehlt hatte, war die Westküste. Hier haben wir uns eine tolle Selbstfahrer-Route für knapp 2 Wochen zusammengestellt, um einige der Highlights des Bundesstaates Western Australia kennenzulernen.
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