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Vernon & die Gärten von Claude Monet in Giverny (Frankreich)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Frankreich

Vernon war der letzte Halt unserer Flusskreuzfahrt mit A-ROSA, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt in die Metropole Paris ging. Die kleine Stadt liegt malerisch im Tal der Seine auf halbem Weg zwischen Rouen und Paris. Neben der Besichtigung einer imposanten Stiftskirche und schönen Fachwerkhäusern in Vernon, waren wir in dem Nachbarort Giverny auf den Spuren eines berühmten Künstlers unterwegs.

Wissenswertes über Vernon

Vernon ist eine kleine Stadt mit etwa 24.000 Einwohnern. Obwohl Vernon im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, gibt es in der Stadt auch heute noch viele der für die Normandie typischen Fachwerkhäuser aus dem 15. Jahrhundert und eine imposante gotische Stiftskirche.

Die Anlegestelle von unserem Schiff A-ROSA VIVA war sehr zentral in der Nähe der Brücke Pont Clemenceau, sodass wir von hier alles in Vernon fußläufig erreichen konnten. Da wir nur bis 13.30 Uhr in Vernon angelegt haben, haben wir uns im Vorfeld bereits einen Plan gemacht, was wir alles in der kurzen Zeit sehen wollten. Morgens sind wir zunächst von unserem Schiff zum Bahnhof von Vernon gelaufen, da hier der Bus nach Giverny abging. Nachdem wir uns 1,5 Stunden lang die Gärten und das Haus des impressionistischen Künstlers Claude Monet in Giverny angeschaut haben, ging es wieder nach Vernon zurück. Hier haben wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt gemacht und uns auch die wunderschöne alte Fachwerkmühle und das Château des Tourelles an der Seine angeschaut.

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Die Anlegestelle der A-ROSA VIVA in Vernon

Der A-ROSA Hafenführer von Vernon

Den A-ROSA Hafenführer für die jeweilige Anlegestelle kann man sich kostenfrei jeweils am Vorabend an der Rezeption abholen. Er gibt einen sehr schönen Überblick über den Ort und inspiriert mit Tipps für die Erkundung der Region.

Den Hafenführer von Vernon könnt Ihr Euch auch gerne hier als .pdf Version herunterladen.

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Der A-ROSA Hafenführer von Vernon

Die Alte Mühle an der Seine

Die alte Mühle in Vernon ist eines der Fotomotive, auf das wir uns mit am meisten auf unserer Flusskreuzfahrt gefreut haben. Sie liegt direkt an der Seine und ist ein bekanntes Normandie-Motiv für Maler und Fotografen. Von unserem Schiff aus konnten wir die Mühle innerhalb von wenigen Minuten zu Fuß erreichen und als wir angekommen waren, waren fast keine anderen Touristen dort. Perfekt!

Die “Le Vieux Moulin” ist ein hübscher Fachwerkbau, der zwischen zwei Pfeilern einer mittelalterlichen Brücke aufgesetzt ist. Im Gegensatz zu der Brücke hat das Fachwerkhäuschen aus dem 16. Jahrhundert den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden.

Die Altstadt von Vernon

Im Zentrum von Vernon befindet sich die gotische Kirche Notre Dame mit einer sehr großen Fensterrose an der Frontfassade. Die Ursprünge der Kirche gehen auf das 11. Jahrhundert zurück, gebaut wurde sie allerdings über mehrere Epochen, sodass sie romanische und gotische Baustile vereint. Da gerade kein Gottesdienst stattgefunden hat, konnten wir die Kirche auch besichtigen. Im Innenraum befindet sich eine denkmalgeschütze Orgel aus den Anfängen des 17. Jahrhunderts. Die Kirche befindet sich inmitten alter, typischer Fachwerkhäuser nicht weit vom Ufer der Seine. Direkt gegenüber der Kirche ist in einem prachtvollen Gebäude die Mairie, das Bürgermeisterbüro und die Gemeindeverwaltung, untergebracht.

Der Archivturm (“Tour des Archives”) ist ein Turm der ehemaligen Stadtmauer. Zeitweise war hier das Stadtarchiv untergebracht. Seit 2011 befindet sich rund um den Turm der sogenannte Parc des Arts mit Skulpturen, Blumenrabatten und Wasserkunst.

Am anderen Ufer der Seine – neben der alten Mühle – befindet sich das Château des Tourelles, eine Burg aus dem 12. Jahrhundert.

Das Wohnhaus und die Gärten von Claude Monet in Giverny

Das Nachbardorf Giverny, etwa 5 Kilometer von Vernon entfernt, hat weltweite Berühmheit durch den impressionistischen Künstler Claude Monet erlangt, der sich hier 43 Jahre seines Lebens niedergelassen hat. Da uns der Künstler u.a. durch unseren Kunstunterricht in der Schule bekannt war, wollten wir uns den Nachlass und insbesondere die berühmten Garten näher anschauen.

Wissenswertes

Claude Monet war ein bedeutender französischer Maler und gilt als einer der Begründer des Impressionismus. Er wurde 1840 in Paris geboren und starb am 5. Dezember 1926 im Alter von 86 Jahren in Giverny.

In seinen jungen Jahren arbeitete er bereits als Künstler in Le Havre und begann, Karikaturen von Freunden und Anwohnern zu zeichnen. 1874 stellte Monet in Paris eines seiner Gemälde mit dem Namen “Impression, Sonnenaufgang” der Öffentlichkeit vor, das von Kritikern als “unfertig” angesehen wurde und daraufhin spöttisch – angelehnt an den Bildtitel – “Impressionismus” genannt wurde. Dieses Ereignis gilt als die Geburtsstunde dieser neuen Kunstrichtung, bei der es mehr um Eindrücke, Licht und Farben geht, und nicht so sehr um die genaue Wirklichkeit.

Claude Monets Gemälde zählen heute zu den teuersten Gemälden der Welt. Einige seiner bekanntesten Werke sind “Impression, Sonnenaufgang”, “Water Lilies”, “Der Spaziergang. Frau mit Sonnenschirm”, “Camille im grünen Kleid”, “San Giorgio Maggiore in der Dämmerung” und viele Werke seiner Serie ruhiger Seerosenbilder.

Lage, Öffnungszeiten & Eintritt

Das Wohnhaus und die Gärten von Claude Monet liegen etwa 5 Kilometer von Vernon entfernt in dem Nachbarort Giverny und sind von April bis Ende Oktober von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Im Winter hat die Anlage geschlossen. Der Eintrittspreis für das Haus und die Gärten von Claude Monet beträgt 9,50 EUR für Erwachsene. Möchte man zusätzlich noch das Museum des Impressionismus besuchen, zahlt man insgesamt 17 EUR.

Wie kommt man am besten zu den Gärten von Claude Monet?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um von Vernon nach Giverny zu kommen:

(1) Laufen: Die günstigste aber auch zeitintensivste Variante. Für die etwa 5 Kilometer lange Strecke benötigt man etwa eine Stunde. Wir haben in GoogleMaps mal den Weg eingemalt, den Ihr Euch hier anschauen könnt.

(2) Bus: Wir haben vom Bahnhof Vernon den ersten Shuttlebus nach Giverny genutzt. Dieser ist auf den Zug aus Paris abgestimmt und verlässt den Bahnhof um 9.15 Uhr. Der Preis für eine Einzelfahrt beträgt 5 EUR, für die Rückfahrt ebenfalls. Es gibt keinen vergünstigten Preis, wenn man Hin- und Rückfahrt zusammen kauft. Das Ticket kann man direkt im Bus kaufen. Die Fahrt auf den Parkplatz in Giverny dauert etwa 20 Minuten, von dort läuft man dann noch einmal 5 Minuten zum Eingang der Gärten. Weitere Informationen dazu findet man hier.

(3) Taxi: Eine Fahrt mit dem Taxi ist sicherlich die einfachste und bequemste Variane, allerdings auch etwas preisintensiver. Auf einer offiziellen Seite haben wir gelesen, dass eine One-Way-Fahrt etwa 20 EUR kostet.

(4) Ausflug mit A-ROSA: Über das Ausflugsprogramm von A-ROSA kann man an dem 3,5 stündigen Ausflug “Monets Giverny” teilnehmen, der 36 EUR kostet.

Die Gartenanlage

Die Gärten von Claude Monet bestehen aus zwei Bereichen: einem Blumengarten namens “Clos Normand”, der vor dem Haus liegt, und einem japanisch inspirierten Wassergarten auf der anderen Straßenseite.

Der Blumengarten direkt vor dem Wohnhaus hat auf uns einen recht ungepflegten, verwilderten Eindruck gemacht. Einige Teile des Gartens waren regelrecht zugewuchert. Aber dafür gibt es auch eine Begründung, wie wir im Nachgang herausgefunden haben. Claude Monet mochte keine organisierten oder eingeschränkten Gärten. Er kombinierte die Blüten nach ihren Farben und ließ sie komplett frei wachsen. Und so findet man hier Blumen unterschiedlicher Höhen, kombiniert mit Obst- und Zierbäumen oder verschiedenen Rosenarten. Im Fokus standen immer die Farben, daher kam es vor, dass sehr einfache Blumen wie Gänseblümchen mit sehr seltenen und teuren Blumensorten auf einem Beet gemischt worden sind.

Das Wohnhaus

Am Rande des Blumengartens liegt das einstige Wohnhaus von Monet, das wir uns direkt nach unserer Ankunft in der Gartenanlage anschauen wollten. Da waren wir leider nicht die einzigen: Bereits morgens hat sich hier eine lange Schlange an Touristen gebildet, die alle in das Haus wollten. Da nur schubweise Einlass gewährt wurde, mussten wir eine kurze Wartezeit in Kauf nehmen. Der Vorteil war aber, dass dann später nicht so viele Leute zur gleichen Zeit im Haus waren, was dann doch ganz angenehm war. So konnte man sich freier bewegen und wurde nicht “durchgeschoben”.

Claude Monet bezog das Haus im Jahr 1883 – die ersten 7 Jahre wohnte er zur Miete, im Jahr 1890 erwarb er das Haus und später auch dazugehöriges Land. Als Claude Monet 1926 starb, erbte sein Sohn Michel das Haus und die Gärten, die er im Jahr 1966 der Academie des Beaux-Arts vermachte.

Sowohl das Haus und die Gärten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg sehr vernachlässigt: Zersplitterte Fenster aufgrund der Bombardements, verfaulte Holzbauten, eine von Pflanzen überwucherte Werkstatt etc. Viele Jahre und Gespräche mit Zeitgenossen Monets waren nötig, um das Haus und die Gärten in einen passablen Zustand zu bringen und ihnen den Glanz früherer Zeiten zu verleihen.

Der Seerosenteich

Der Wassergarten ist der zweite von Monets Gärten. Er befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite und ist vom Wohnhaus aus nur über eine Unterführung erreichbar. Dieses Areal hatte Monet erst viele Jahre später, im Jahr 1893, erworben.

In dem Wassergarten findet man die berühmte japanische Brücke, die fast vollkommen von Blumen bedeckt ist, sowie andere kleinere Brücken, Trauerweiden, ein kleines Bambuswäldchen und vor allem die berühmten Seerosen, die den ganzen Sommer lang blühen. Diese Kulisse diente Monet sehr häufig als Motiv für seine impressionistischen Kunstwerke, die später Weltbekanntheit errungen haben.

Was im Wassergarten los war, war echt der Wahnsinn. Auch wenn man es auf den Fotos nicht sieht, hier wimmelte es nur so vor Touristen. Deshalb sind wir schnell eine Runde um den Seerosenteich gelaufen, haben ein paar Bilder gemacht und sind dann wieder auf die andere Seite gelaufen, weil es uns zu voll war.

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Panoramabild vom berühmten Seerosenteich

Um 13.30 Uhr hieß es wieder “Leinen los” und wir haben uns mit A-ROSA VIVA zurück auf den Weg nach Paris gemacht 🙂

Alle Reiseberichte unserer Flusskreuzfahrt auf der Seine

Unsere Flusskreuzfahrt mit A-ROSA VIVA führte uns für 7 Tage ab der Metropole Paris entlang der Seine zu den Highlights der Normandie. Start der Reise ist die Stadt der Liebe Paris, weiter zu reizvollen Provinzstädtchen wie Les Andelys, eine imposante Kathedrale in Caudebec-en-Caux und einem Ausflug nach Honfleur und Deauville, die Hafenstadt Rouen mit unzähligen Fachwerkhäusern und einer beeindruckenden Lichter-Show am Abend, einem Ausflug nach Le Havre und Étretat, auf den Spuren Claude Monets in Vernon bis es wieder zurück zu der multikulturellen Metropole Paris geht. Dazwischen windet sich die Seine zwischen weiten Wiesen und Wäldern, Apfelplantagen und Schlössern.
A-ROSA Flusskreufahrt Seine
Tag 1: Das Schiff A-ROSA VIVA & die Route unserer Flusskreuzfahrt auf der Seine
Tag 1: Paris - Schöne Fotospots für den Eiffelturm & Louvre
Tag 2: Les Andelys, Château Gaillard & das Schloss von Vascoeuil
Tag 3: Das Städtchen Caudebec-en-Caux in der Normandie
Tag 3: Ein Tagesausflug nach Honfleur & Deauville
Tag 4: Rouen - Mittelalterliche Gassen & Fachwerkhäuser
Tag 5: Ein Tagesausflug nach Le Havre & Étretat
Tag 6: Vernon & die Gärten von Claude Monet in Giverny
Tag 7: Sehenswürdigkeiten und Fotospots in Paris

iWeiterführende Links:
Giverny Monets Garten – Offizielle Webseite
Öffentlicher Bus von Vernon nach Giverny – Infoseite
A-ROSA – Flusskreuzfahrten auf der Seine Werbung / Affiliate

Blogger Kooperation

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Zu der Flusskreuzfahrt auf der Seine wurden wir von A-ROSA eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.


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