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Die Ruinen der Tempelstadt My Son (Vietnam)

Kategorien: Reiseberichte, Asien, Vietnam

Für den heutigen Tag unserer Gebeco-Rundreise hatten wir zwei Möglichkeiten: Entweder unternehmen wir auf eigene Faust etwas in Hoi An oder wir schließen uns dem zubuchbaren Ausflug in die Tempelstadt My Son mit an. Da uns die Tempelanlage, die seit 1999 zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten gehört, sehr interessiert hat, haben wir uns für die zweite Variante entschieden.

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Wissenswertes zu My Son

Unser Ausflug nach My Son startete gegen 8.30 Uhr an unserem Hotel in Hoi An. Für die 50 Kilometer lange Fahrt nach My Son haben wir mit dem Reisebus etwa 1,5 Stunden gebraucht. Bei unserer Ankunft hatte es leider plötzlich wie aus Eimern geschüttet und es wollte gar nicht mehr aufhören. Schade! Aber zum Glück hat es nach etwa 20 Minuten wieder aufgehört, sodass wir nur anfangs im Regen laufen mussten.

My Son ist eine Tempelstadt in Zentralvietnam. Vom 4. bis zum 13. Jahrhundert war sie das religiöse und kulturelle Zentrum der Cham, die kulturell stark von der indischen Kultur beeinflusst waren und bspw. auch die hinduistischen Glaubensvorstellungen (Verehrung des Gottes Shiva) übernommen haben. Seit dem 7. Jahrhundert wurden die ersten Holz-Bauten durch Ziegelbauten ersetzt – gebaut wurde mit roten Ziegeln und komplett ohne Mörtel oder Beton. Um die Ziegel zusammenzuhalten wurde ein spezielles Baumharz verwendet.

Die Anlage war nach dem Zerfall des Champa-Reiches in Vergessenheit geraten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die vom Dschungel überwucherte Anlage durch die französischen Kolonialherren wiederentdeckt. Das Gelände umfasste einst 70 Tempel, aber leider wurde ein Großteil der Anlage durch US-Bombardierungen während des Vietnamkriegs zerstört. Einige Tempel sind aber bis heute erhalten geblieben.

Im Jahr 1999 wurde die alte Tempelstadt My Son in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen, weil “…die Tempelstadt den Kulturaustausch und den Einfluss der hinduistischen Architektur auf Südostasien symbolisiert und darüber hinaus die Champa-Kultur ein wichtiger Bestandteil der politischen und kulturellen Geschichte Südostasiens war…”.

Der Park ist täglich von 6.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Ist man individuell unterwegs würden wir empfehlen am Nachmittag herzukommen, da bis mittags die ganzen Reisegruppen auf dem Gelände sind und es dementsprechend sehr voll werden kann. Der Eintritt für die Tempelanlage My Son beträgt 150.000 Dong (etwa 6 EUR).

Das kleine Museum

Am Anfang der Anlage befindet sich rechterhand ein kleines Museum, das man sich am besten anschaut, bevor man zur eigentlichen Tempelanlage fährt. Das Museum beherbergt viele Statuen sowie Informationen über die Architektur der Tempelanlage. Außerdem erhält man einen Einblick in die Kultur, die Religion und die Lebensweise der Cham.

Der Start des Rundgangs & ein lokaler Vietnamesischer Tanz

Nach dem Museum überquert man eine Brücke und gelangt zu einer Bus-Station, an der die kostenlosen, elektrischen Shuttle-Busse in die 2 Kilometer entfernte Tempelanlage abfahren. In jedem der Shuttle-Busse haben etwa 12 bis 13 Personen Platz, sodass es hier in der Regel keine langen Wartezeiten gibt.

Nachdem uns der Shuttle-Bus abgesetzt hatte, mussten wir noch einige Minuten laufen, bis wir an einer Bühne und einem größeren Souvenirshop vorbeigekommen sind. Auf der Bühne gibt es einmal pro Tag am Vormittag eine Aufführung eines traditionellen, vietnamesischen Tanzes, die – gerade aufgrund der ganzen Touristengruppen – immer sehr gut besucht ist.

Die Ruinen der Tempelstadt My Son

Die Tempel befinden sich in unterschiedlichem Zustand, wobei die Restaurierung bei einigen noch im Gange ist. Sie befinden sich in verschiedenen “Gruppen”, die mit A bis L gekennzeichnet sind. Vier der Stätten (A, B-C-D, E-F und G) befinden sich relativ nah beieinander. Die Ruinen H, K und L liegen etwas weiter abseits, aber auf den großen Übersichtskarten sind diese deutlich markiert.

Die Stätten A, B-C-D, E-F und G sind durch gut markierte Wege miteinander verbunden. Zu den anderen Stätten führen keine offiziellen Wege, da diese noch nicht fertig restauriert sind. Man sollte auch nicht riskieren, sich abseits der markierten Wege aufzuhalten, weil bis heute unzählige Landminen in den Böden rund um My Son verborgen sind.

Die Ruinen der Guppen B, C und D

Die ersten Ruinen, die man auf dem Rundweg erreicht, sind die der Gruppen B, C und D. Bevor wir uns die Tempel angeschaut haben, hat uns unser Gebeco-Reiseleiter anhand einer Übersichtskarte mit wissenswerten Informationen über die Anlage versorgt.

In der Gruppe B-C-D befinden sich die schönsten, am besten erhaltensten Tempel und man kann in einige sogar reingehen. An einigen Tempeln sind schöne Reliefs zu erkennen, die vorwiegend Cham-Motive zeigen.

Die Ruinen der Guppe A

Die Ruinen der Gruppe A sind eigentlich nur vereinzelte, teilweise von der Natur überwucherte Überreste von alten Tempeln.

Die Ruinen der Guppe G

Als wir die Ruinen der Gruppe G erreicht haben, waren wir erst einmal von den Menschenmassen überfordert. In der ersten Gruppe B-C-D hatten sich die Touristen aufgrund der Größe der Stätte gut verlaufen, aber da die Gruppe G doch etwas kompakter ist, waren hier gefühlt alle geballt auf einem Haufen, sodass wir zunächst gar keine schönen Fotos machen konnten. Also nutzten wir die Zeit erst einmal, um uns den alten Tempel von Näherem anzuschauen. Und siehe da, nach 15 Minuten waren fast alle Reisegruppen weg, sodass wir in Ruhe ein paar richtig schöne Fotos machen konnten 🙂

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Die Ruinen der Tempelstadt My Son

Die Ruinen der Guppen E und F

Die letzte Gruppe, die man auf dem Rundweg erreicht, sind die Ruinen der Gruppen E-F. Hier hat man schön gesehen, wie ein restaurierter Tempel aussieht, der an den hellroten Ziegeln zu erkennen war. Ein anderer Bereich der Gruppe war noch vollständig überdacht, weil hier die Restaurierung noch in vollem Gange ist.

Mittagessen in Hoi An

Nach etwa 2 Stunden Zeit in der Tempelanlage sind wir gegen 12.30 Uhr wieder zurück nach Hoi An gefahren und haben hier mit unserer Reisegruppe ein sehr leckeres Mittagsmenü in einem Restaurant genießen können.

Alle Reiseberichte unserer Rundreise durch Vietnam

Bei unserer 10-tägigen Reise mit Gebeco durch Vietnam haben wir viele unterschiedliche Seiten des Landes kennengelernt. Angefangen von der pulsierenden Hauptstadt Hanoi und den Millionen Rollern auf den Straßen, der majestätischen Schönheit der Halong-Bucht, einer spannenden Nachtzugfahrt ins kulturelle Zentrum nach Hue, weiter in die Altstadt von Hoi An, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, bis in die Millionenstadt Saigon im Süden des Landes. Unsere Reise war sehr vielseitig und voller Kontraste und hier findet Ihr eine Übersicht aller Reiseberichte: Route Reiseberichte Vietnam Tag 1: Informationen zu unsere Reise “Typisch Vietnam” mit Gebeco
Tag 2: Die Sehenswürdigkeiten von Hanoi
Tag 3: Ein Tagesausflug in die Halong-Bucht
Tag 3: Mit dem Nachtzug von Hanoi nach Hue
Tag 4: Die Zitadelle & der Kaiserpalast von Hue
Tag 4: Das Kaisergrab von Minh Mang und eine Fahrt auf dem Parfüm-Fluss
Tag 5: Unsere Fahrt von Hue nach Hoi an über den Wolkenpass
Tag 5: Hoi An - Die Sehenswürdigkeiten & Fotospots der Altstadt
Tag 6: Die Ruinen der Tempelstadt My Son
Tag 7: Die Sehenswürdigkeiten von Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt)
Tag 7: Eine kulinarische Vespa-Tour durch Saigon
Tag 8: Mit dem Fahrrad & dem Boot durch das Mekong-Delta
Tag 9: Ein Ausflug zu den Tunneln von Cu Chi

iWeiterführende Links:
UNESCO – My Son Sanctuary
Typisch Vietnam – Eine Erlebnisreise von Gebeco

Blogger Kooperation

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Zu der Reise “Typisch Vietnam” wurden wir von Gebeco eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.


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