Alpaka Wanderung an der Mosel mit Abayomi-Lieser (Deutschland)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Deutschland

Wolliges Fell, große braune Kulleraugen und ein freundlicher Blick: Es dauert keine Minute, bis man Alpakas in sein Herz geschlossen hat ❤ Mit Alpakas zu wandern ist ein ganz besonderes Abenteuer, das man hier in der Moselregion erleben kann.

Alpaka

Wissenswertes über den Ort Lieser

Um zum Alpakahof in Lieser zu gelangen, muss man durch den Weinort Lieser an der Mosel durchfahren (Lage in Google Maps). Der Ort hat etwa 1.300 Einwohner und liegt inmitten des größten zusammenhängenden Weinbaugebietes der Mosel, in der Region Bernkastel-Kues. Besonders beeindruckend ist die zweitausendjährige Weinbautradition, auf die der Ort zurückblicken kann. Nicht umsonst gehört Lieser mit einer Weinanbaufläche von über 180 ha zu den größten malerisch gelegenen Weinorten der Mosel.

Ein optisches Highlight im Ort ist das Schloss Lieser, bei dem wir einen kurzen Stopp eingelegt haben. Das Schloss wurde zwischen 1884 und 1887 für den Weingutbesitzer Eduard Puricelli im Stil der deutschen Renaissance erbaut. Nach verschiedenen Besitzerwechseln eröffnete das Schloss nach etwa 10-jährigen umfangreichen Renovierungsarbeiten im Jahr 2019 als Luxushotel unter der Marke Autograph Collection von Marriott.

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Das Schloß Lieser an der Mosel

Der Alpakahof Abayomi-Lieser

Ganz am Ende von Lieser, wenn die offiziellen Straßen schon aufgehört haben und man nur noch Feldwege vor sich hat, befindet sich der kleine Alpakahof Abayomi-Lieser. Dieser afrikanische Name bedeutet “freundliches Zusammentreffen” – und besser könnte es das, was uns hier erwartet, nicht beschreiben 🙂

Als wir unser Auto vor dem Gehege abgestellt haben, hat uns Katrin, die den Hof gemeinsam mit Silke betreibt, schon freudig begrüßt und willkommen geheißen. Gemeinsam ging es dann erst einmal auf die Weide, wo sie uns ein bisschen was über ihre Alpakaherde berichtet hat. Wir konnten so die Tiere erst einmal auf Distanz kennen lernen und beschnuppern. Man muss nämlich wissen, dass Alpakas Flucht- und Distanztiere sind, d.h. sie mögen keinen Körperkontakt und keine Streicheleinheiten. Das zu akzeptieren, fällt einem bei den goldigen Tieren echt schwer. Schon, wenn man ihnen in die großen Kulleraugen blickt, ist es um einen geschehen – dazu das flauschige Fell und die schöne „Puschel“-Frisur auf dem Kopf. Einfach nur zuckersüß ❤

Katrin hat uns viele wissenswerte Informationen über die einzelnen Alpakas, die Herde und deren Haltung gegeben. Sehr interessant ist auch, dass sie mit ihren Alpakas verschiedene Programme der tiergestützten Heilpädagogik anbieten. So kommen beispielsweise oft integrative Schulklassen auf die Weide, um mit den Tieren zu interagieren, die Stallpflege kennenzulernen etc. Da Katrin von Hause aus Physiotherapeutin sowie Bobath-Kindertherapeutin ist, wird das Angebot auch sehr gut angenommen. Zusätzlich werden auch die typischen Alpakawanderungen angeboten, die man alleine oder in der Gruppe buchen kann. So kostet beispielsweise eine 2-stündige Wanderung für 2 Personen 20 EUR pro Person (Stand: Juli 2020).

Unsere Wanderung mit den Alpakas

Nachdem wir viele Informationen erhalten haben, konnte es losgehen. Zunächst haben alle Alpakas etwas zu Fressen bekommen, damit sie auf dem gemeinsamen Spaziergang nicht all zu hungrig sind 🙂

Als alle gestärkt waren, haben wir uns fünf Alpakas herausgesucht, die uns auf dem Spaziergang begleitet haben. Katrin ist mit zwei Alpakas vorangegangen und wir beide haben Pepper, Pippin und Silas bekommen.

Bei dem rund 2,5 km langen Spaziergang sind wir Seite an Seite mit den kuscheligen Tieren gelaufen, haben ihnen beim Fressen zugeschaut und konnte sie aus der Nähe betrachten. Die Gegend rund um den Alpakahof ist sehr ruhig und wahnsinnig idyllisch. Wirklich perfekt, um abzuschalten und die Nähe zu den Tieren zu genießen. Immer mal wieder sind wir für einen kleinen Futterstopp stehen geblieben – das frische Gras ist zu reizvoll für die Tiere, um einfach vorbeizulaufen. Bei dem Spaziergang hat man gemerkt, dass jedes Tier einen eigenen Charakter hat. Pepper war beispielsweise etwas lebhafter und Silas war die Ruhe in Person und ein kleiner Selfie-Star. Ein Foto mit ihm zu machen, war überhaupt kein Problem und man hatte das Gefühl, dass er dafür sogar extra eine schöne Pose macht 😉

Wieder zurück auf der Weide blieb uns noch genug Zeit, um Katrin weitere Fragen zu stellen, die Alpakas zu beobachten und schöne Erinnerungsfotos zu schießen. Abschließend können wir sagen, dass so eine Alpaka-Wanderung ein wahnsinnig tolles Erlebnis ist, das wir sehr lange in Erinnerung behalten werden!

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Unsere Wanderung mit Alpakas an der Mosel

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