Mosel – Die Aussichtspunkte Bremm, Kröv & Pünderich (Deutschland)

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Atemberaubende Blicke ins Moseltal und über unzählige Weinberge gehören bei einem Moselurlaub automatisch dazu. Und davon hat die Mosel auf ihren 544 km Fließstrecke wirklich einige zu bieten. Drei davon stellen wir Euch in diesem Beitrag vor.

Mosel

Wissenswertes über die Mosel

Die Mosel entspringt in den Vogesen Frankreichs (Link in Google Maps) und bahnt sich ihren Weg durch Luxemburg bis nach Koblenz, wo sie am Deutschen Eck in den Rhein mündet. Auf einer Strecke von 544 km durchquert sie mit ihrem stark mäandernden Verlauf drei Länder, 28 Staustufen, herrliche Landschaften, zahlreiche Moselorte, steil aufragende Weinberge und hügelige Landschaften. Mit der Moselweinstraße, dem Mosel-Radweg, Moselhöhenweg und dem Moselsteig bietet die Mosel ihren Besuchern jede Menge Freizeitmöglichkeiten. Zudem thront eine Reihe bemerkenswerter Burgen und Ruinen über dem Moseltal, auch eine Rundfahrt per Schiff lohnt sich. Und die Genießer kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn auch kulinarisch hat die Mosel mit ihren Weinen und Straußenwirtschaften viel zu bieten.

Ob ein Wochenendtrip oder der Sommerurlaub: Die Mosel ist eine Region, in der man aufgrund der vielseitigen Freizeitmöglichkeiten eine unvergessliche Zeit verbringen kann.

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Der Verlauf der Mosel durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland

Aussichtspunkt auf die Moselschleife bei Kröv

Oberhalb des Wein- und Ferienortes Kröv liegt direkt an der Straße die Bergkapelle von Kröv aus dem Jahr 1882. Auf dem kleinen Parkplatz nebenan haben wir unser Auto abgestellt, uns die Kirche von innen angeschaut und etwas oberhalb der Kirche auf einer Parkbank das schöne Wetter und Panorama genossen.

Unsere Fahrt ging dann weiter bis zum Ferienpark Mont Royal der Landal GreenParks, denn von hier hat man einen schönen Blick auf die Kröver Moselschleife. Einfach das Auto am Ferienpark abstellen, ein paar Meter die Straße hinunter in Richtung Mosel laufen und auf der Parkbank den fantastischen Ausblick ins Moseltal genießen 😊

Aussichtspunkt auf die Mosel vom Prinzenkopfturm bei Pünderich

Auf der gegenüberliegenden Moselseite des Ortes Pünderich befindet sich ein ganz besonderer Aussichtspunkt, denn vom 27 Meter hohen Prinzenkopfturm hat man einen 360-Grad-Blick auf die Umgebung. Hier formt der Petersberg gemeinsam mit der Zeller Hamm eine Halbinsel, die von einer etwa 14 km langen Moselschleife umflossen wird, sodass man die Mosel mehrfach im Blick hat. Um zu dem Aussichtsturm zu gelangen, fährt man nach der Doppelstockbrücke Alf-Bullay links und folgt der Straße für etwa 1,6 km, bevor man rechts auf die Barlstraße abbiegt. Nach weiteren 300 m folgt man der Beschilderung zur Marienburg, biegt rechts ab und fährt bis zu dem Parkplatz auf der rechten Seite (Link in Google Maps). Hier beginnt die kleine Wanderung zum Prinzenkopfturm, der vom Parkplatz aus etwa 1,2 km entfernt ist.

Auf dem Weg passiert man das Kloster Marienburg, ein ehemaliges Augustiner-Chorfrauen-Kloster aus dem 12. Jahrhundert, in dem sich heute eine Jugendbildungsstätte des Bistums Trier befindet. Vom Weg aus hat man auch einen sehr guten Blick auf das im Jahr 1880 erbaute Pündericher Hangviadukt, das sich gegenüber vom namensgebenden Ort befindet. Mit seiner Länge von 786 m und seinen 92 Bögen ist es das längste Hangviadukt Deutschlands.

Nach ca. 20 Minuten Wanderung standen wir dann vor dem 27 m hohen Prinzenkopfturm und sind erst einmal die 113 Stufen nach oben gelaufen, wo uns eine Aussichtsplattform erwartete. Und von hier hatte man wirklich einen grandiosen Blick auf die Mosel mit ihrer Schleife von Pünderich über Zell nach Bullay sowie auf die umliegenden Weinberge, Wälder und Anhöhen. Wir haben eine ganze Weile auf der Plattform gestanden und die Aussicht genossen, bevor es wieder zurück zum Auto ging.

Die Moselschleife bei Bremm

Einer der bekanntesten Aussichtspunkte ist die Moselschleife beim Bremmer Calmont, dem steilsten Weinberg Europas. Diesen Ausblick wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen 🙂

Zunächst haben wir eine kurze Wanderung zum Gipfelkreuz des Calmont gemacht. Um zum Startpunkt des Wanderweges zu gelangen, sind wir mit dem Auto hinter Bremm die L106 den Berg hinaufgefahren. Oben auf dem Plateau sind wir rechterhand auf einen Schotterweg in Richtung „Römische Tempelanlage“ eingebogen und sind diesen noch etwas weitergefahren bis zum Hinweisschild „Wanderparkplatz für Besucher Calmont-Gipfelkreuz und Römische Tempelanlage“ (Link in Google Maps). Von hier läuft man innerhalb von 15 bis 20 Minuten zum Gipfelkreuz. Wir müssen zugeben, dass wir etwas enttäuscht waren, als wir dort angekommen sind. Denn eigentlich hatten wir erwartet, dass wir von hier die komplette Moselschleife sehen. Dem war aber leider nicht so, denn der Blick wurde durch einige Bäume gestört. Nichtsdestotrotz wurden wir mit einem fantastischen Panorama der Umgebung belohnt.

Unser nächster Stopp war der Parkplatz an der Sankt-Laurentius-Kirche in Bremm. Von hier läuft man nur wenige Meter bis zum offiziellen Aussichtspunkt für die Moselschleife. Aber irgendwie waren wir mit diesem Blick auch nicht ganz zufrieden 😉 Also sind wir von hier ein paar Treppenstufen des Calmont-Klettersteigs hinauf gelaufen und durch einige Weinberge hindurch, bis wir ein schönes Plätzchen gefunden hatten, von dem wir einen fantastischen Blick auf die Moselschleife hatten.

Sicherlich gibt es weiter oben im Weinhang noch andere schöne Aussichtspunkte. Aber der Wanderweg bzw. Trampelpfad wird – je weiter man den Weinberg hinauf geht – immer steiler, unbefestigter und rutschiger. Wahrscheinlich ist es einfacher, wenn man vom Gipfelkreuz ein Stück vom Weg nach unten geht.

Übrigens befindet sich am Fuße des Calmonts auf der gegenüberliegenden Moselseite mit dem Kloster Stuben die Ruine einer Stiftskirche. Highlight ist hier ein kleiner Naturstrand, der einen großen Badespaß im erfrischenden Wasser der Mosel bietet und die perfekte Belohnung nach einer Wanderung ist.

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Die wunderschöne Moselschleife bei Bremm

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