Bernkastel-Kues – Historische Altstadt & die Burg Landshut (Deutschland)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Deutschland

Von Traben-Trarbach aus haben wir einen Tagesauflug nach Bernkastel-Kues gemacht, wo wir uns zunächst die Stadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten angeschaut haben und am Nachmittag in der Umgebung noch eine Alpaka-Wanderung unternommen haben.

Bernkastel-Kues

Wissenswertes über Bernkastel-Kues

Die Stadt Bernkastel-Kues mit ihren 7.000 Einwohnern liegt direkt an der Mosel etwa 50 km von Trier entfernt (Lage in Google Maps) und ist ein staatlich anerkanntes Heilbad. Flächenmäßig ist sie eine der größten Städte der Mittelmosel. Die “Internationale Stadt der Rebe und des Weines” besteht aus insgesamt 4 Stadtteilen – 2 links der Mosel (Wehlen, Kues) und 2 rechts der Mosel (Bernkastel, Anden) – sowie dem Ortsteil Kueser Plateau.

Es gibt viele Gründe, der Stadt Bernkastel-Kues einen Besuch abzustatten: Romantische Gassen, urige Fachwerkhäuser, gemütliche Weinstuben und Weinkeller sowie unzählige Restaurants und Cafés. Populär sind die zahlreichen Schiffsanleger der Stadt, von denen mehrmals täglich Mosel-Rundfahrten angeboten werden und regelmäßig Rhein-Mosel-Flusskreuzfahrtschiffe einen Stopp einlegen. Neben dem Tourismus ist der Weinbau – wie in vielen Orten an der Mosel – auch hier ein bedeutender Wirtschaftszweig. Insbesondere Riesling, aber auch geringe Mengen anderer Rebsorten werden hier auf 5.844 ha überwiegend in Steillage bewirtschaftet.

Die Sehenswürdigkeiten in Bernkastel-Kues

Wir haben unser Auto auf der Kueser Seite in einem Parkhaus abgestellt und sind über die Brücke in die Altstadt spaziert.

Das St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift)

Auf dem Weg sind wir an dem weiß-roten St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift) vorbeigekommen, das ganz idyllisch direkt am Moselufer liegt. Im Jahr 1458 wurde die spätgotische Stiftsanlage von dem Kardinal und Bischof von Brixen Nikolaus von Kues als Armenhospital für alleinstehende Männer gegründet. Ab Ende der 1960er Jahre durften auch Frauen in das Altenheim aufgenommen werden. Bis heute ist in dem Stift ein Altenheim untergebracht. Gegenüber dem St. Nikolaus-Hospital befindet sich das traditionsreiche “Hotel Drei Könige”.

Karlsbader Platz & Bärenbrunnen

Läuft man dann weiter über die Brücke, hat man bereits einen schönen Blick auf das Bernkasteler Moselufer, an dem die katholische Pfarrkirche St. Michael mit ihrem imposanten Glockenturm ins Auge fällt. Unser Spaziergang führte uns weiter über den Karlsbader Platz und den Platz am Bärenbrunnen in Richtung Altstadt. Besonders gut haben uns hier die zahlreichen, mit Kopfstein gepflasterten Gassen gefallen. Überall saßen die Menschen in Restaurants und Cafés und haben das schöne sonnige Wetter genossen.

Der mittelalterliche Marktplatz

Highlight der Altstadt ist der mittelalterliche Marktplatz mit seinen Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert und dem Michaelsbrunnen. Der Platz mit seinen gut erhaltenen Häusern und dem Renaissance-Rathaus hat uns richtig gut gefallen. Auch das aus dem Jahre 1416 stammende schmale Spitzhäuschen ist eine absolute Augenweide, aber leider war es bei unserem Besuch halb eingerüstet, sodass man nicht viel davon erkennen konnte. Um die Atmosphäre auf dem Marktplatz noch etwas länger zu genießen, haben wir uns ein leckeres Eis beim Eiscafé Bressanone geholt und gemütlich vom Michaelsbrunnen das Treiben beobachtet.

Bernkastel-Kues, Marktplatz, Sehenswürdigkeiten, Fotospot, Auf eigene Faust, Mosel, Rheinland Pfalz, Deutschland, Reisebericht

Der mittelalterliche Marktplatz in Bernkastel-Kues

Ein Spaziergang durch die Altstadt

Wir sind danach noch weiter durch die kleinen Gässchen von Bernkastel-Kues gelaufen und haben die Stadt auf uns wirken lassen. So sind wir beispielsweise auch noch am einzig erhaltenen Stadttor vorbeigekommen, dem Graacher Tor, das um 1300 errichtet wurde und seit 1985 als Heimatmuseum genutzt wird.

Die Burg Landshut

Unser letzter Anlaufpunkt war die Ruine der Burg Landshut, die über der Altstadt auf dem etwa 235 m hohen Burgberg thront. Diese erreicht man entweder über eine Wanderung von der Stadt aus oder ganz bequem mit dem Auto. Aus Zeitgründen haben wir uns für die Auto-Variante entschieden. Es gibt oben einen kostenfreien Parkplatz, von dem aus man die Burg innerhalb von 5 Minuten zu Fuß erreicht. Die heutige Burg wurde Ende des 13. Jahrhunderts auf den Fundamenten einer römischen Wehranlage von einem Trierer Erzbischof erbaut. Im Jahr 1692 wurde sie durch ein unglückliches Feuer zerstört und bis heute nicht wieder aufgebaut.

Die Lage der Burg inmitten von Weinbergen und die tollen Aussichten über das Moseltal haben uns besonders gut gefallen.

Moseltal, Weinberge, Bernkastel-Kues, Rheinland-Pfalz, Deutschland, Reisebericht

Blick von den Weinbergen über das Moseltal

Das Zisterzienserinnenkloster Machern

Etwas außerhalb von Bernkastel-Kues liegt nahe dem Ortsteil Wehlen das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Machern, in dem sich heute ein Weingut, eine Klosterbrauerei, ein Spielzeug- und Ikonenmuseum sowie ein Restaurant befinden. Im Klosterpark gibt es auch einen kleinen Kräutergarten, den man sich auf jeden Fall anschauen sollte. Hier findet man von verschiedenen Minzsorten über unzählige Küchenkräuter auch Johannisbeer- und Stachelbeersträucher.

Die Hochmoselbrücke

Vom Zisterzienserinnenkloster Machern hat man übrigens auch einen besonders guten Blick auf die neu entstandene Hochmoselbrücke, die seit November 2019 über das tief eingeschnittene Moseltal führt.

Hochmoselbrücke, Mosel, Rheinland-Pfalz, Deutschland, Reisebericht

Die Hochmoselbrücke

guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments