Akropolis Athen Titelbild

Die Akropolis – Das Wahrzeichen von Athen (Griechenland)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Griechenland

Akropolis HeaderbildSchon lange stand sie auf unserer Bucketlist und schon lange haben wir uns auf den Moment gefreut, wenn wir sie endlich sehen würden: Die Akropolis von Athen.

Wissenswertes über die Akropolis

Als Akropolis bezeichnet man eigentlich den zu einer antiken griechischen Stadt gehörenden Burgberg. Die Athener Akropolis ist wohl das bekannteste Beispiel für eine Akropolis, deshalb bezeichnet man das gesamte Gelände oftmals der Einfachheit halber nur als “Die Akropolis”. Seit rund 3.000 Jahren beherrscht die Akropolis das Stadtbild von Athen und gehört seit 1986 zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten.

Die Geschichte der Akropolis

Der Burgberg von Athen hat eine sehr lange Geschichte, denn er war bereits in der Steinzeit besiedelt. In der Mykenischen Zeit stand hier ein Herrscherpalast, um 500 v. Chr. entstanden an dieser Stelle Tempel, an die Stelle der irdischen Herrscher traten die Götter. Einige Jahre später eroberten die Perser Athen und zerstörten den Sitz dieser Götter. Mit den Trümmern wurden u.a. die Umfassungsmauern befestigt, andere Stücke fanden bei den neu erbauten Tempeln Verwendung.

Die wichtigste Bauphase der Akropolis war zwischen 467 und 406 v.Chr., als auf einem flachen, 156 Meter hohen Felsen die Propyläen, der Parthenon-Tempel, das Erechtheion und der Nike-Tempel entstanden sind. In der Folgezeit kamen hauptsächlich Denkmäler hinzu. Nachdem sich das Christentum etabliert hatte, wurde das Parthenon in eine Kirche umgewandelt, kleinere Tempel wurden zu Kapellen und auf der Akropolis residierten nun Bischöfe anstelle von griechischen Priestern. Nach der Eroberung durch die Türken kam der nächste Wandel: das Parthenon wurde zur Moschee, das Erechtheion zum Harem.

Im Jahr 1687 änderte sich alles: Um die Osmanen zu vertreiben, ließ ein venezianischer Kommandant die Akropolis beschießen, was zu einer Explosion eines Pulvermagazins im Parthenon führte und den Tempel und auch andere Gebäude schwer beschädigte. Weitere Zerstörungen gab es um 1800, als der Engländer Lord Elgin zahlreiche Skulpturen raubte und nach England bringen ließ. Dem griechischen König Otto ist es zu verdanken, dass die Akropolis als archäologische Stätte unter den Schutz des Staates gestellt wurde und sie als nationales Monument wieder in der alten Form erscheinen sollte. Daher wurden die byzantinischen und osmanischen Bauten abgerissen.

Durch falsche Renovierungsarbeiten in den ersten Jahren, Korrosion und Umweltverschmutzung haben die antiken Gebäude sehr gelitten und werden quasi permanent restauriert. Daher gleicht die Akropolis heute eher einer Großbaustelle als einer Tempelanlage – den Burgberg ohne einen Kran zu sehen, ist fast unmöglich. Wir hatten viel Glück, weil wir an einem Feiertag auf der Akropolis waren und die Bauarbeiten an diesem Tag still standen 🙂

Rekonstruktion der Akropolis von Athen

Rekonstruktion der Akropolis von Athen

Die beste Sicht auf die Akropolis in Athen

Durch die erhöhte Lage der Akropolis 156 Meter über der Stadt, hat man eigentlich von fast überall einen tollen Blick auf das Welterbe. Trotzdem gibt es ein paar besondere Aussichtspunkte, die wir Euch gerne vorstellen möchten.

Stadtberg Lykavittos: Der 277 Meter hohe Berg ist die höchste Erhebung im Stadtzentrum von Athen und bietet eine grandiose Aussicht auf die Akropolis und das Parthenon. Auf den Berg kommt man entweder zu Fuß oder mit einer Standseilbahn, deren Station sich in der Straße Odós Aristíppou befindet.

Rooftop Bars: Viele Hotels in Athen haben eine Rooftop Bar, von wo man die Akropolis gut sehen kann. Wir haben selbst keine Rooftop Bar besucht, aber einen der besten Ausblicke soll es wohl vom Hotel A for Athens Werbung / Affiliate geben, da man hier noch die tolle Kulisse des Monastiraki Square im Vordergrund hat. Selbst von unserem Hotel The Stanley Werbung / Affiliate hatten wir eine ganz gute Sicht auf die Akropolis, wenn auch etwas weiter weg. Weitere Empfehlungen für schöne Rooftop Bars haben wir bei Lonely Planet gefunden.

Philopapposmonument: Ein weiterer Aussichtspunkt befindet sich auf dem 147 Meter hohen Musenhügel (Philopappos Hill) südwestlich der Akropolis von Athen. Benannt wurde der Hügel nach einem Denkmal, das zu Ehren des römischen Senators Philopappos am Gipfel des Hügels errichtet wurde.

Eingänge, Öffnungszeiten & Ticketpreise

Die Akropolis hat – bis auf einige Ausnahmen – täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. An einigen Tagen ist der Eintritt sogar kostenfrei (z.B. am 06.03., 18.04., 18.05.). Am besten informiert man sich immer tagesaktuell auf der offiziellen Website des Kultusministeriums.

Die Akropolis wird täglich von tausenden Menschen besucht. Möchte man also schöne Fotos von der Akropolis und ihren Gebäuden haben, wo nicht hunderte Menschen drauf sind, muss man sehr früh aufstehen. Wir waren etwa 30 Minuten vor der Öffnung um 8 Uhr am Eingangstor auf der Dionysiou Areopagitou Straße.

Für die Akropolis gibt es insgesamt drei verschiedene Zugänge:

1) Metro-Station Acropolis, dann über die Dionysiou Areopagitou Straße (Google Maps)
2) Metro-Station Acropolis, dann durch die archäologische Stätte South Slope, Dionysiou Areopagitou & Thrasyllou Straße (Google Maps)
3) Metro-Station Monastiraki, dann durch die archäologische Stätte Ancient Agora oder über das Viertel Plaka

Hier am Eingangstor haben sich bereits früh zwei verschiedene Schlangen gebildet. Linkerhand standen diejenigen direkt vor dem Tor, die bereits Tickets hatten (so wie wir) und rechterhand standen vor dem Kassenhäuschen die Leute, die noch Tickets brauchten. Wir empfehlen, sich schon vorab Tickets zu besorgen. Das geht beispielsweise ganz einfach online über die offizielle Ticketseite.

Ein Ticket für die Akropolis kostet 20 EUR pro Person. Wir empfehlen, sich direkt ein Kombi-Ticket für 30 EUR zu kaufen, das für 5 Tage gültig ist. In diesem Kombi-Ticket sind noch einige andere kulturelle Stätten Athens inkludiert, wie beispielsweise Ancient Agora, Hadrian’s Library, North slope of the Acropolis, Olympieion, Roman Agora sowie South Slope of Acropolis.

Die iVenture Card Athen

Für Athen gibt es mehrere Touristenkarten, mit denen man kostenlosen, bevorzugten oder verbilligten Eintritt zu den Attraktionen oder Museen bekommt.

Für die Stadterkundung Athens hatten wir den 1 Day Athens Unlimited Attractions Pass von iVenture. Diese 1-Tageskarte kostet im Angebot online rund 71 EUR. Man sollte aber beachten, dass sich diese nur lohnt, wenn man auch mehrere Angebote der Karte nutzt. Und man muss bedenken, dass die Karte nur an dem Tag gültig ist, an dem man sie kauft bzw. zum ersten Mal einsetzt!

Wir hatten unsere Karte genutzt für den Eintritt in die Akropolis (20 EUR), ins Panathinaiko-Stadion (5 EUR), für den Hop-On-Hop-Off Bus von Athens Open Tour (26 EUR) und für ein komplettes Abendessen im Hard Rock Café Athen (28 EUR). Gerne hätten wir noch das Akropolismuseum (10 EUR) besucht, dies haben wir zeitlich aber leider nicht mehr geschafft. Insgesamt haben wir mit der Tageskarte Eintritte im Wert von 79 EUR genutzt. Zu manchen Sehenswürdigkeiten, wie der Agora mit dem Tempel des Hephaistos oder dem Zeus-Tempel (Olympieion) hat man mit der Karte leider keinen Zutritt und muss diese Eintritte extra zahlen. Man sollte sich also voher genau ausrechnen, ob sich so eine Karte wirklich lohnt.

iVenture Card, Athens Attractions Pass

Ein Plan der Akropolis

Folgendes Bild veranschaulicht die ursprüngliche Rekonstuktion der Akropolis mit all ihren Bauwerken. Einen Plan aus heutiger Sicht konnten wir nirgendwo finden und wir haben auch keinen bekommen, als wir die Akropolis besucht hatten. Aber da ja alles sehr zentral gelegen ist, findet man sich auch ohne Karte ganz gut zurecht. Ansonsten kann man noch einmal auf die Seite von Wikivoyage.com schauen. Dort gibt es ebenfalls einen ausführlichen Plan mit den einzelnen Gebäuden.

Akropolis Athen Karte

Ein Rundgang durch die Akropolis

Nachdem die Eingangstore der Akropolis morgens um 8 Uhr geöffnet hatten, sind wir erst einmal in Windeseile schnell hinauf auf das Felsplateau gelaufen, um Bilder ohne andere Touristen machen zu können. Das war tatsächlich für ein paar Minuten sehr gut möglich, aber binnen kürzester Zeit war die Tempelanlage voll. Wir haben wirklich selten sooo viele Touristen auf einem Fleck an einer Sehenswürdigkeit gesehen. Echt verrückt!

Die Propyläen

Als wir den Weg vom Kassenhäuschen immer weiter entlang hochgelaufen sind, haben wir am westlichen Aufgang zunächst die Propyläen erreicht. Diese bilden den Haupteingang bzw. das Tor zur Athener Akropolis. Eine Marmortreppe führt hinauf zu dem Torhaus der Propyläen, dessen Eingang von sechs Säulen geschmückt ist. Auf der rechten Seite der Propyläen befindet sich ein Felsen mit dem Athena-Nike-Tempel. Man muss durch die Propyläen hindurch gehen, um auf das Plateau der Akropolis zu kommen und das weitere Gelände erkunden zu können.

Der Parthenon

Und dann standen wir endlich davor – vor DEM Wahrzeichen von Athen, das sicherlich eines der bekanntesten Bauwerke der Welt ist 🙂 Wenn wir bisher immer ein Bild von der Akropolis im Kopf hatten, so war es meist immer der Parthenon, der für uns sinnbildlich für die Akropolis stand. Und doch ist er nur ein Teil der ganzen Anlage.

Der etwa 70 Meter lange und 30 Meter breite Parthenon ist der Schutzgöttin der Stadt Athen gewidmet, Pallas Athena Parthenos. Es ist sicherlich eines der bekanntesten noch existierenden Denkmäler des alten, antiken Griechenlands, das seit knapp 2.500 Jahren den Athener Burgberg beherrscht.

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Der Parthenon auf der Athener Akropolis

Das Erechtheion

Ebenfalls auf dem oberen Plateau befindet sich das Erechtheion, das vor allem durch eine kleine Vorhalle bekannt ist, die von sechs überlebensgroßen Mädchenfiguren (auch als Karyatiden bezeichnet) getragen wird. Um die Figuren vor Witterungseinflüssen zu beschützen, wurden sie Ende des 20. Jahrhunderts durch Nachbildungen ersetzt. Die Originale sind heute im Akropolis-Museum ausgestellt.

Weitere Eindrücke der Akropolis

Auf dem Gelände der Akropolis findet man zudem noch das Odeon des Herodes Atticus – ein antikes Theater mit Platz für bis zu 5.000 Zuschauer. Ebenfalls toll sind die Blicke von der Akropolis über die Stadt, die man zu allen Richtungen hat. Etwas in der Ferne sieht man auf dem Musenhügel noch das Philopapposmonument, welches zu Ehren des Gaius Iulius Antiochus Epiphanes Philopappus errichtet wurde sowie den Aussichtspunkt Areopagus Hill.

Akropolis, Athen, Panoramabild

Panoramabild von der Akropolis und der Stadt Athen

Unser Tipp: Um die Akropolis ohne Menschenmassen zu besuchen, lohnt sich ein Besuch ganz früh am Morgen! Wir waren ca. 30 Minuten vor der Öffnungszeit am unteren Haupteingang in der Stadt und waren somit die ersten, die an diesem Tag hoch auf den Berg gelaufen sind. Wir hatten so wirklich die Gelegenheit, das Parthenon komplett ohne andere Besucher zu fotografieren 🙂

Nur 30 Minuten später sah das schon ganz anders aus. Dann kommen langsam die geführten Touren, vor allem von den Kreuzfahrtschiffen. Dann wird es hier oben und auf den Wegen sehr schnell sehr voll! Wir hatten gelesen, dass sich das am späten Nachmittag auch wieder etwas entspannt. Hier aber noch ein paar Bilder, damit man einen Eindruck gewinnen kann, wie voll es dort oben werden kann.

Unsere Reiseberichte von Griechenland 2019

Tag 1: Reiseplanung Athen, Kefalonia & Meteora
Tag 1: Die Akropolis – Das Wahrzeichen von Athen
Tag 2: Die Sehenswürdigkeiten von Athen

iWeiterführende Links:
Monuments & Museums of Greece – Official e-Ticketing Service
iVenture Card – Save up to 60% on Attraction Passes

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Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Die iVenturecard für Athen wurde uns kostenfrei zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.

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