Cochem an der Mosel – Sehenswürdigkeiten & die Reichsburg (Deutschland)

Kategorien: Reiseberichte, Europa, Deutschland

Der letzte Stopp unserer 5-tägigen Reise an die wunderschöne Mosel war das kleine Städtchen Cochem. Hier haben wir 2 Nächte verbracht, um die Stadt und die Umgebung etwas näher erkunden zu können.

Cochem

Das Wellnesshotel Keßler-Meyer

Für die beiden Nächte waren wir im 4 Sterne Wellnesshotel Keßler-Meyer untergebracht, das sich ganz in der Nähe von Cochem und unweit der bekannten Reichsburg befindet. Über einen etwa 20 bis 25-minütigen Fußweg an der Moselpromenade erreicht man sowohl die Stadt als auch die Reichsburg ganz bequem vom Hotel aus. Das Hotel liegt in einem sehr ruhigen Wohngebiet und verfügt über kostenfreie Parkplätze.

Wir waren in einem der brandneuen Doppelzimmer Riesling untergebracht und waren von diesem mehr als begeistert. Es gibt insgesamt acht Zimmer dieser Kategorie, die sich alle im Haupthaus befinden. Vom Design des Zimmers waren wir absolut überzeugt: Die komfortable Ausstattung des knapp 30 m² großen Zimmers sorgt für eine wohlige Atmosphäre und bietet reichlich Platz für eine entspannte Auszeit: Sei es der Echtholzfußboden, die warmen Farbtöne oder das bequeme Boxspringbett. Mit Details wie einer Nespresso-Kaffeemaschine, einem Weinkühlschrank, in dem bereits eine gekühlte Weinflasche als Begrüßungsgeschenk lag, und einem Dyson-Fön im Bad kann das Zimmer ebenfalls punkten. Das i-Tüpfelchen unseres Zimmers war die große verglaste Fensterfront mit einem fantastischen Blick auf die Mosel und die Reichsburg – besser geht’s nicht 😊

Für das Frühstück mussten wir uns bis 20 Uhr am Vorabend über die „Gastfreund“ Software für eine Frühstückszeit anmelden, damit es im Restaurant nicht zu voll wird. Das hat problemlos geklappt und wir haben an beiden Tagen unsere Wunschuhrzeit bestätigt bekommen. Im Restaurant besteht Maskenpflicht, bis man an seinem Tisch ist und beim Gang zum Buffet – das ist ja mittlerweile in Corona-Zeiten üblich, aber einfach und ohne Probleme umzusetzen. Beim Frühstücksbuffet war die Auswahl sehr groß, sodass wir uns gut für den Tag stärken konnten. Von einer großen Brot- und Brötchenauswahl über Müsli, warme Speisen und frischem Obst bis hin zu reichlich Wurst- und Käseaufschnitt sowie Marmelade, Honig und Nutella gab es alles, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Nach einem anstrengenden Sightseeing-Tag haben wir uns im Wellnessbereich des Hotels etwas Ruhe und Entspannung gegönnt. Der Wellnessbereich ist – wie unser Hotelzimmer – sehr modern in einem tollen Design gestaltet. Da auf unserem Zimmer bereits unsere gepackten Wellnesstaschen inkl. Handtüchern, Bademantel und Badeschuhe standen, konnten wir direkt im Bademantel runter in den Wellnessbereich laufen. Nach einer kurzen Registrierung an der Rezeption, die aufgrund der Corona-bedingten Hygienemaßnahmen erforderlich ist, konnten wir in den Wellnessbereich gehen.

Überraschenderweise war hier gar nicht so viel los, obwohl das Hotel gut gebucht war. Der Well & Wine Spa Bereich des Hotels Keßler-Meyer verfügt über einen Indoor-Pool, Whirlpool, verschiedene Saunen (finnische Sauna mit Farb- und Lichttherapie, Dampfbad mit Sternenhimmel, Biosauna mit Zirbelkieferduft), einen großzügigen Ruheraum, ein Spa Bistro mit kostenfreiem Wasser und Tee, eine kleine Liegewiese und eine exklusiven Spa Villa. Für zwei Stunden haben wir hier einfach mal die Seele baumeln lassen 😊

Wissenswertes über Cochem

Cochem liegt direkt an der Mosel und ist mit ihren knapp 5.200 Einwohnern die kleinste Kreisstadt Deutschlands. Erste Besiedlungen Cochems gab es schon zu Zeiten der Kelten und Römer. Im Jahr 886 wird es erstmals als „Villa cuchema“ urkundlich erwähnt.

Früher war Cochem eine bedeutende Stadt im Weinbau. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten stark geändert. Die Zahl der Winzerbetriebe, die ihr Gewerbe im Vollerwerb betreiben, ist von mehreren hunderten auf weniger als 10 gesunken. Und das sieht man auch im Landschaftsbild: Wo früher noch viele Hänge im Stadtgebiet mit Reben bepflanzt waren, wurden die meisten Lagen mittlerweile von der Natur zurückerobert. Heute ist die Stadt stark vom Tourismus geprägt, was an den vielen Freizeit- und Sightseeing-Möglichkeiten aber auch an der wunderschönen Lage der Stadt liegt. Von Cochem legen sehr viele Mosel-Schiffsrundfahrten ab. Besonders beliebt ist beispielsweise der Schiffsausflug in das romantische Moseldorf Beilstein mit Schleusenpassage. Tickets kann man hierfür direkt an der Moselpromenade erwerben.

Einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt hat man von der gegenüberliegenden Seite der Mosel im Stadtteil Cond. Von der Moselpromenade kann man die bunte Häuserkulisse der Stadt mit der darüber thronenden Reichsburg auf sich wirken lassen und wunderschöne Fotos machen ❤

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Die Stadt Cochem an der Mosel

Die Sehenswürdigkeiten von Cochem

Die Altstadt von Cochem ist nicht so wahnsinnig groß. So erreicht man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß und auf eigene Faust. Parkmöglichkeiten gibt es beispielsweise direkt am Moselufer (Link in Google Maps), von wo es nur wenige Meter zu Fuß in die Innenstadt sind.

Besonders beeindruckend sind die vielen gut erhaltenen Reste der historischen Stadtmauer, an der man noch die drei erhaltenen Stadttore (Enderttor, Martinstor, Balduinstor) entdecken kann. Mittelpunkt der Altstadt ist der zentral gelegene Marktplatz, auf dem sich der Martinsbrunnen, das im Jahr 1739 im Barockstil erbaute Rathaus sowie viele alte, mit Moselschiefer gedeckte Fachwerk-Giebelhäuser befinden. Vom Marktplatz aus führen Steintreppen hinauf zum Klosterberg. Hier befindet sich das zwischen 1625 und 1628 erbaute Kapuzinerkloster, das bis 1802 ein Kloster war und jetzt als Kulturzentrum der Stadt fungiert.

Von der Altstadt sind wir dann über die Endertstraße zur Cochemer Sesselbahn gelaufen. Auf dem Weg kommt man an der historischen Senfmühle vorbei, wo man dabei zusehen kann, wie nach alten Rezepten ganz besonderer Gourmetsenf entsteht. Nachdem wir für 6,90 EUR pro Person (Stand: Juni 2020) unsere Hin- und Rückfahrtickets für die Sesselbahn gekauft hatten, ging es hoch hinaus: Zwischen der Tal- und Bergstation haben wir einen Höhenunterschied von 155 m zurückgelegt, die Länge der Bahn beträgt 360 m. Oben angekommen war unser Ziel der 255 m hoch gelegene Aussichtspunkt Pinnerkreuz. Von hier man einen fantastischen Blick auf die Mosel und die Stadt Cochem mit der Reichsburg. Einfach traumhaft ❤

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Der Blick vom Aussichtspunkt Pinnerkreuz auf Cochem & die Mosel

Die Reichsburg Cochem

Die sicherlich am meisten besuchte Sehenswürdigkeit und DAS Highlight der Stadt ist die über der Stadt thronende Reichsburg. Vom Marktplatz erreicht man die Burg innerhalb von 10 bis 15 Minuten zu Fuß – entweder über die Schlossstraße oder über das „Tummelchen“.

Die mittelalterliche Burg, die im Laufe der Zeit stark beschädigt wurde, blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Nach den Zerstörungen wurde sie im 19. Jahrhundert durch einen Berliner Kaufmann im Stil der Burgenromantik liebevoll restauriert und im neugotischen Stil wiederaufgebaut. Im Jahr 1942 ging die Burg in Staatsbesitz über und seit April 1978 gehört sie den Bürgern der Stadt Cochem.

Oben angekommen konnten wir uns zwischen zwei verschiedenen Ticketarten entscheiden: Wenn man nur die Innenhöfe der Burg besichtigen möchte, zahlt man 3,50 EUR pro Person. Hat man Interesse an einer zusätzlichen Burgführung, bei der man auch einige der Innenräume sehen kann, werden 7 EUR Eintritt fällig. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden und hatten bis zu unserer Führung noch genügend Zeit, um uns die Innenhöfe anzuschauen.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Gruppen bei der Burgführung deutlich kleiner als sonst, was wir als sehr positiv empfunden haben. Normalerweise nehmen 40 bis 50 Personen bei so einer Burgführung teil. Aktuell dürfen es maximal 10 Personen sein, was das Ganze deutlich angenehmer macht. Unsere Burgführung, bei der wir die schönsten Räume kennengelernt haben und dadurch die Burggeschichte etwas anschaulicher wurde, dauerte etwa 30 Minuten. Der letzte Raum, den wir besichtigt haben, hatte einen wunderschönen Balkon von dem man einen fantastischen Blick auf die Mosel hatte.

Das kleine Städtchen Cochem an der Mosel und das Wellnesshotel Keßler-Meyer haben uns sehr gut gefallen und wir können einen Besuch nur empfehlen ❤

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