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Sehenswürdigkeiten & Fotospots in Vancouver (Kanada)

Kategorien: Reiseberichte, Nordamerika, Kanada

Der Startpunkt unserer 7-tägigen Alaska-Kreuzfahrt mit Princess Cruises war Vancouver – ganz im Westen von Kanada. Hier sind wir morgens gegen 10 Uhr am Flughafen gelandet und hatten dann noch gut 5 Stunden Zeit, um die Stadt zu erkunden, bevor wir auf unserem Kreuzfahrtschiff einchecken mussten 🙂

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Wissenswertes über die Stadt Vancouver

Vancouver hat rund 630.000 Einwohner und liegt im Bundesstaat British Columbia an der Westküste von Kanada. Im Großraum der Stadt leben über 2,4 Millionen Menschen und somit rund die Hälfte aller Einwohner British Columbias. Die offizielle Stadtgründung erfolgte am 6. April 1886. Benannt ist die Stadt nach dem britischen Kapitän George Vancouver, der die Region Ende des 18. Jahrhunderts erforschte und vermaß.

Gegen den rauen Pazifik ist die Stadt durch die vorgelagerte Insel Vancouver Island geschützt. Der nördlich des Clark Drive gelegene Hafen mit seinem hochmodernen Container-Terminal ist der größte Seehafen Kanadas und nach Los Angeles der zweitgrößte Seehafen an der Westküste von Nordamerika. Interessant ist auch, dass Vancouver hinter Los Angeles und New York der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie ist. Filme wie Deadpool, X-Men, Supernatural, Twilight oder Fifty Shades of Grey wurden hier gedreht, weshalb die Stadt auch oftmals als „Hollywood North“ bezeichnet wird.

Vancouver ist vor allem bekannt für seine landschaftlich reizvolle Lage am Meer mit den hoch aufragenden Bergen im Hintergrund. Die drei Hausberge Grouse Mountain (1.231 Meter), Mount Seymour (1.449 Meter) und Mount Strachan (1.454 Meter) liegen am Nordufer des Burrard Inlet direkt gegenüber der Stadt. Unter den Großstädten belegt Vancouver nach der aktuellen Mercer-Studie weltweit den fünften Platz, wenn es um die Lebensqualität geht.

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Das tolle Panorama von Vancouver

Die Sehenswürdigkeiten von Vancouver

Auch wenn Vancouver die drittgrößte Stadt in Kanada ist, hat sie aus unserer Sicht nicht wahnsinng viel an Sehenswürdigkeiten zu bieten – zumindest was die Innenstadt betrifft. Das hatten wir irgendwie anders erwartet. Auf der anderen Seite war das ganz praktisch, da wir ohnehin nur ein paar Stunden zur Erkundung der Stadt Zeit hatten, bevor wir auf unserem Kreuzfahrtschiff einchecken mussten. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, um Vancouver auf eigene Faust zu erkunden.

Canada Place – Der Kreuzfahrthafen in Vancouver

Der Canada Place liegt im Herzen von Vancouvers Downtown direkt an der Harbourfront und ist eine Art Mehrzweckanlage. Denn neben dem Canada Place Cruise Ship Terminal beherbergt es auch noch das FlyOver Canada, ein Convention Centre, das Pan Pacific Hotel, die Hafenbehörde und das World Trade Centre.

Das Canada Place Cruise Ship Terminal gilt als der passagierfreundlichste Kreuzfahrthafen Nordamerikas und ist der Ausgangspunkt für Kreuzfahrten durch die malerische Inside Passage und den Glacier Bay Nationalpark von Alaska, da es der nächstgelegene Kreuzfahrthafen vor Alaska ist. Es gibt eine Vielzahl von Schiffen mit verschiedenen Abfahrtsdaten und Reiserouten, die von Vancouver aus starten. Kreuzfahrtgesellschaften, die von Vancouver aus segeln, sind neben Princess Cruises beispielsweise Celebrity Cruises, Disney Cruise Lines, Holland America Line, Norwegian Cruise Lines, Royal Caribbean International und viele andere.

Der historische Stadtteil Gastown

Gastown ist die “Altstadt” von Vancouver und gilt als Gründungsviertel der Stadt. Der Name stammt vom britischen Siedler John „Gassy Jack“ Deighton ab, der hier 1867 als Erster eine Kneipe für Holzfäller aus der Umgebung aufmachte. Heute findet man entlang der Water Street oder Cordova Street unzählige Restaurants, Bars, Klamotten- und Souvenirgeschäfte. Die bekannteste Attraktion ist jedoch die weltweit erste Dampfuhr (Steam Clock), die man an der Ecke Cambie Street/Water Street finden kann. Die Straßenuhr mit Zifferblättern an allen vier Seiten besitzt fünf Dampfpfeifen, die zu jeder Viertelstunde eine Melodie spielen.

Der Seawall Water Walk in Coal Harbour

Vom Canada Place Pier kann man einen schönen Spaziergang entlang des Seawall Water Walk machen. Hier befindet sich der trendige Stadtteil Coal Harbour, von dem aus viele Hafenrundfahrten, Whale Watching Touren und (Rund-)Flüge mit Wasserflugzeugen starten. Fast im Minutentakt starten oder landen die Flugzeuge hier auf dem Wasser. Das ist wirklich interessant anzusehen. Außerdem findet man hier den Yachthafen, Restaurants, Fahrrad-Verleihstationen und das Vancouver Convention Centre.

Der Chinese Garden in Chinatown

Das zwischen Pender Street und Keefer Street gelegene chinesische Viertel ist das größte Chinatown in Kanada und eines der größten in Nordamerika. Neben chinesischer Kultur, Küche und Architektur kann man hier tolle Festivals erleben. Aufgrund der großen Präsenz der Chinesen in Vancouver – insbesondere vertreten durch Einwanderer der ersten Generation aus Hongkong – wird die Stadt als “Hongcouver” bezeichnet.

Wir sind kurz durch das “Vancouver Chinatown Millennium Gate” auf der W Pender St. gelaufen und haben dann den Dr. Sun Yat-Sen Classical Gardens besucht. Dieser chinesische Garten besteht aus einem frei zugänglichen Park sowie einem Garten, dessen Besuch kostenpflichtig ist. Da wir nicht so viel Zeit hatten und 14 CAD als Eintrittsgebühr auch als recht teuer empfanden, sind wir nur in den frei zugänglichen Teil des Parks gegangen. Dieser ist recht überschaubar, aber mit dem kleinen Seerosenteich auch sehr schön angelegt.

Der English Bay Beach & die Bronzeskulptur “A-maze-ing Laughter”

Im Westen der Stadt befindet sich der English Bay Beach. Ein recht breiter Strand, der uns aber nicht so wirklich gefallen hat.

Super interessant fanden wir hingegen die Bronzeskulptur A-maze-ing Laughter. Die Skulptur, die aus 14 jeweils etwa drei Meter hohen und über 250 Kilogramm schweren Figuren besteht, wurde vom chinesischen Künstler Yue Minjun entworfen und 2009 im Morton Park im Stadtteil West End aufgestellt. Die unterschiedlichen Statuen zeigen das eigene Bild des Künstlers “in einem Zustand des hysterischen Lachens”. Als Teil der Installation steht in einer Inschrift: “Möge diese Skulptur bei allen, die sie erleben, Lachvergnügen und Freude wecken.” Und das hat sie tatsächlich, denn fast jeder Besucher hat sich direkt neben eine Statue gestellt und versucht, die Mimik und Gestik nachzuahmen 😉

Etwas weiter südlich im Sunset Beach Park, findet man noch die “Engagement Rings“, eine Skulpturenserie des Künstlers Dennis Oppenheim. Diese Diamantverlobungsringe findet man zudem noch im Nevada Museum of Art in Reno, in San Diego, in Ruoholahti (Finnland) und in Leoben in Österreich.

Der Blick vom “Vancouver Lookout”

Bevor es für uns auf das Schiff ging, wollten wir Vancouver noch einmal von oben sehen. Hierfür bietet sich am besten der Vancouver Lookout an, der unweit des Canada Place Pier an der Hastings Street liegt. Mit einem Glasaufzug geht es rund 170 Meter hinauf auf die Aussichtsplattform, die einen traumhaften 360-Grad-Ausblick auf die Innenstadt, das Meer und die Berge bietet. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt werden entlang der Panoramafenster anhand von Bildern und Texten präsentiert. Von hier oben hatten wir einen tollen Blick auf unser Kreuzfahrtschiff Royal Princess 🙂

Der Vancouver Lookout ist in den Sommermonaten von Mai bis Oktober täglich von 8.30 Uhr bis 22.30 Uhr geöffnet und im Winter von 9 Uhr bis 21 Uhr abends. Der Eintritt kostet für Erwachsene derzeit 18,25 CAD.

Eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten in Vancouver

Auf folgender Google Maps Karte haben wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in Vancouver eingezeichnet:

Unser Fazit zu Vancouver

Insgesamt müssen wir leider sagen, dass uns Vancouver nicht so richtig begeistern konnte. Die Lage ist zwar wunderschön und wir hatten auch wirklich tolles Wetter, aber in der Stadt gibt es auch sehr viel Dreck und viele sichtbare soziale Probleme. Der Anteil an obdachlosen und drogensüchtigen Menschen besonders in Downtown ist erschreckend hoch. Wirklich interessante Gebäude gibt es wenige und die Sehenswürdigkeiten sind relativ schnell abgeklappert. Die Hafenpromenade und der historische Stadtteil Gastown sind schön, aber sonst fanden wir die Innenstadt recht unspektakulär. Wir haben sicherlich auf Grund der kurzen Zeit nicht alles gesehen, aber das nächste Mal würden wir eher Ausflüge in das Umland oder nach Vancouver Island bevorzugen, denn dort soll es wirklich wunderschön sein!

Um 16 Uhr haben wir auf unserem Schiff Royal Princess eingecheckt und unsere Kreuzfahrt in Richtung Alaska gestartet 🙂

Prepaid SIM Karte für Kanada & die USA

Normalerweise nutzen wir im Urlaub immer die kostenlosen WLAN-Netze am Flughafen, in Starbucks-Filialen, bei McDonald’s oder in den Hotels. Irgendwo findet sich irgendwie immer ein Netz 🙂

Aber in den kleinen Orten in Alaska ist das natürlich etwas schwieriger. Daher hatten wir uns – wie auch bei unserem letzten Roadtrip durch Kalifornien – wieder dazu entschlossen, vorab eine Prepaid SIM Karte für unsere Zeit in den USA bei Amazon Werbung / Affiliate zu besorgen. Mit 50 GB Traffic für 10 Tage hat das im 4G LTE-Netz von T-Mobile 27,99 Euro gekostet – und das gute daran ist, dass diese Karte auch für das Netz in Kanada gültig ist! Nachdem man die Karte per Post erhalten hat, muss man diese im Voraus online aktivieren und gibt dort den Zeitpunkt an, ab wann die SIM-Karte gültig sein soll. Das ist sehr einfach und im Nachhinein war das eine super Investition, denn so waren wir mobil immer erreichbar und konnten jederzeit auf unsere vorab erstellen Google MyMaps Karten schauen, E-Mails checken oder Whatsapp schreiben.

Wer also eine gute Prepaid Karte sucht, findet hier bei Amazon Werbung / Affiliate viele gute Angebote.

Alle Reiseberichte unserer Alaska-Kreuzfahrt

Unsere Kreuzfahrt mit der Royal Princess führte uns eine Woche an der Küste entlang ab Vancouver in Richtung Norden bis nach Whittier (Anchorage). Bei diesem tollen Kreuzfahrt-Abenteuer rund um den nördlichsten Bundesstaat der USA haben wir die Städte Ketchikan, Juneau sowie Skagway besucht. Zudem haben wir eine Scenic-Cruise im Glacier Bay Nationalpark und im College Fjord unternommen mit atemberaubenden Ausblicken auf die Gletscher von Alaska.

Route Alaska Kreuzfahrt Princess Cruises
Tag 1: Einreise nach Kanada (eTA Antrag) & in die USA (ESTA Antrag)
Tag 1: Royal Princess – Unser Schiff für die Alaska-Kreuzfahrt
Tag 1: Die Sehenswürdigkeiten von Vancouver
Tag 2: Seetag
Tag 3: Ketchikan – Totempfähle, Weißkopfseeadler & Lachse
Tag 4: Juneau - die Hauptstadt Alaskas
Tag 4: Juneau – Whale Watching Tour & Besuch des Mendenhall-Gletscher
Tag 5: Skagway – Ein Spaziergang durch die alte Goldgräberstadt & ein Hundeschlitten-Abenteuer
Tag 5: Haines – Bären und Weißkopfseeadler am Chilkoot River (Wildlife Tour)
Tag 6: Scenic Cruise durch den Glacier-Bay Nationalpark
Tag 7: Scenic Cruise durch den College Fjord & Ankunft in Whittier
Tag 8: Anchorage – Seward Highway & das Alaska Wildlife Conservation Center


iWeiterführende Links:
Tourism Vancouver – Offizielle Webseite
Vancouver Lookout – Offizielle Webseite & Tickets
YouTube – No Fun City… ein ironisches Video über Vancouver
YouTube – Explore Alaska with Princess Cruises

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