Skagway – Musher’s Camp & Hundeschlitten-Abenteuer (USA)

Kategorien: Reiseberichte, Nordamerika, USA, Alaska

Wer denkt, dass Hundeschlittenfahrten nur etwas für den Winter wären, liegt falsch 🙂 Auch in den Sommermonaten kann man in Alaska dieses Abenteuer erleben. Um einen Einblick in ein Hundeschlitten-Camp zu erhalten, haben wir nach unserem Spaziergang durch Skagway am Nachmittag noch an dem Ausflug Musher’s Camp & Sled Dog Experience teilgenommen.

Skagway Alaska Husky Titelbild

Das Musher’s Camp in Skagway

Der Ausflug über Princess Cruises dauert etwas über 3 Stunden und kostet pro Person 160 USD. Für die Tour wurden wir – und etwa 20 andere Passagiere – mit einem kleinen Bus direkt am Hafen abgeholt und zum Musher’s Camp gefahren. Auf der Fahrt dorthin haben wir von unserem Fahrer schon allerlei Wissenswertes über Skagway, aber auch die Umgebung und die Arbeit im Camp erfahren.

Unsere Fahrt brachte uns innerhalb von etwa 15 bis 20 Minuten zum Parkplatz des Musher’s Camp. Von hier ging es dann ein Stück zu Fuß zum eigentlichen Camp. Auf dem Hof des Camps gibt es einen großen Souvenirshop und von hier starten auch die Geländetrucks, die uns hoch hinauf zu den Schlittenhunden gebracht haben.

Die Fahrt mit dem Hundeschlitten

Kurze Zeit später ging es dann auch tatsächlich schon los. Über Stock und Stein haben wir uns mit dem Unimog langsam vorwärts bewegt und es ging immer höher und höher. Nach etwa 30 Minuten sind wir oben in den Bergen in dem Hundecamp angekommen. Schon von Weitem konnten wir sehen, wie “unsere Hunde” auf uns gewartet haben und es gar nicht abwarten konnten, bis es endlich losgeht.

Unsere Gruppe hat sich dann relativ schnell auf die einzelnen Hundeschlitten verteilt. In jedem Wagen war für 6 Personen Platz. Nachdem uns unser Musher ein paar Instruktionen gegeben hatte, ging es auch schon los.

Wie von der Tarantel gestochen sind die 15 Hunde plötzlich losgelaufen und haben unser Hundeschlittengespann hinter sich hergezogen. Wir dachten zunächst, dass wir eine größere Runde in dem Wald drehen werden, aber leider sind wir immer die gleiche Schleife gefahren – und das ganze 3 Mal. Wir dachten tatsächlich auch, dass die Hunde schneller und fokussierter unterwegs sind, denn oftmals ist es passiert, dass der Leithund plötzlich stehen geblieben ist und am Gras geschnüffelt hat oder ein Hund erstmal sein Geschäft (während des Laufens) machen musste. Es ist klar, dass es sich hierbei um Tiere handelt, die sicherlich auch ihren eigenen Kopf haben, aber da die Fahrt insgesamt nur etwa 15 Minuten ging, haben wir uns das irgendwie etwas anders vorgestellt. Das liegt sicherlich auch daran, dass man die Bilder und Szenen von Hundeschlittenrennen im Schnee im Kopf hat und das ja oftmals etwas flüssiger und “eleganter” aussieht.

Ein Musher ist übrigens der Fachausdruck für den Menschen, der ein Hundeschlittengespann lenkt. Er steht auf dem Schlitten und lenkt sein Gespann alleine durch gerufene Kommandos, die vom Leithund umgesetzt werden müssen.

Nachdem wir wieder an dem Ausgangspunkt angekommen waren, hatten wir noch die Möglichkeit, “unsere” Hunde kennenzulernen und sie zu streicheln.

Die Hundewelpen im Musher’s Camp

Nach kurzer Zeit ging es mit dem Unimog dann zurück zum Camp, wo wir von einer Mitarbeiterin mehr über die Geschichte des Hundeschlittenrennens erfahren haben, denn immerhin ist das sogenannte “Dog Mushing” Alaskas Nationalsport und hat damit einen hohen Stellenwert. Das längste Hundeschlittenrennen der Welt ist übrigens das Iditarod. Es führt über mehr als 1.850 Kilometer durch die kaum berührte Natur Alaskas.

Zum Abschluss unseres Ausflugs wartete noch ein kleines Highlight auf uns – naja, eigentlich waren es ganz viele Highlights: Wir durften kleine Welpen streicheln 🙂 Die waren so putzig!

Auf unserem Rückweg nach Skagway haben wir an einem Aussichtspunkt angehalten, der einen tollen Blick auf die Nahku Bay geboten hat. Zudem haben wir einen Weißkopfseeadler gesehen, der direkt in einem Baum an der Straße saß.

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Ausblick in die Nahku Bay

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Ein Weißkopfseeadler

Bei unserem heutigen Aufenthalt in Skagway haben wir noch die Chance genutzt, Bären in freier Wildbahn mit einem Ausflug nach Haines zu sehen.

Alle Reiseberichte unserer Alaska-Kreuzfahrt

Unsere Kreuzfahrt mit der Royal Princess führte uns eine Woche an der Küste entlang ab Vancouver in Richtung Norden bis nach Whittier (Anchorage). Bei diesem tollen Kreuzfahrt-Abenteuer rund um den nördlichsten Bundesstaat der USA haben wir die Städte Ketchikan, Juneau sowie Skagway besucht. Zudem haben wir eine Scenic-Cruise im Glacier Bay Nationalpark und im College Fjord unternommen mit atemberaubenden Ausblicken auf die Gletscher von Alaska.
Route Alaska Kreuzfahrt Princess Cruises
Tag 1: Einreise nach Kanada (eTA Antrag) & in die USA (ESTA Antrag)
Tag 1: Die Sehenswürdigkeiten von Vancouver
Tag 1: Royal Princess – Unser Schiff für die Alaska-Kreuzfahrt
Tag 2: Seetag
Tag 3: Ketchikan – Totempfähle, Weißkopfseeadler & Lachse
Tag 4: Juneau - Die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt von Alaska
Tag 4: Juneau - Orcas und Buckelwale beim Whale Watching
Tag 4: Juneau – Ein Ausflug zum Mendenhall-Gletscher
Tag 5: Skagway - Ein Spaziergang durch die alte Goldgräberstadt
Tag 5: Skagway – Musher’s Camp & Hundeschlitten-Abenteuer
Tag 5: Haines – Bären und Weißkopfseeadler am Chilkoot River (Wildlife Tour)
Tag 6: Scenic Cruise durch den Glacier-Bay Nationalpark
Tag 7: Scenic Cruise durch den College Fjord & Ankunft in Whittier
Tag 8: Anchorage – Seward Highway & das Alaska Wildlife Conservation Center

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