Ottawa – Die Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Kanada

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Nachdem wir am Tag zuvor die 670 Kilometer lange Strecke von Tadoussac über den Omega Parc nach Ottawa gefahren sind, stand heute die Besichtigung der kanadischen Hauptstadt auf dem Programm. Ottawa liegt im Südosten der Provinz Ontario, direkt an der Grenze zur Provinz Québec. Die Lage am Ottawa-Fluss und Rideau Canal bildet gemeinsam mit dem Parliament Hill eine wunderschöne und sehr sehenswerte Stadtkulisse.

Ottawa Sehenswürdigkeiten Headerbild

Wissenswertes über Ottawa

Ottawa ist seit 1857 die Hauptstadt von Kanada. Zu diesem Zeitpunkt war Ottawa eine dörfliche, abgeschiedene Holzhüttensiedlung, hatte aber eine blühende Holzindustrie und war durch die Lage am Fluss geographisch und strategisch sehr gut positioniert. Heute leben in Ottawa etwa 1 Million Einwohner; damit ist sie die sechstgrößte Stadt Kanadas. Gemeinsam mit der daneben liegenden Schwesternstadt Gatineau leben in dem Ballungsgebiet Ottawa-Gatineau sogar über 1,3 Millionen Menschen.

Im Gegensatz zu der angrenzenden, französischsprachigen Provinz Québec, ist die Bevölkerung in Ottawa zu 63 % englisch- und zu 15 % französischsprachig. Damit ist sie in der Region die einzige offiziell zweisprachige Stadt. Die Wirtschaft Ottawas wird zum einen aufgrund der Vielzahl an Bundesbehörden und dem Sitz der Bundesregierung getragen, andererseits gibt es auch sehr viele Arbeitsplätze in der Hochtechnologieindustrie.

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Die Lage der Hauptstadt Ottawa in Kanada

Unser Campingplatz Ange-Gardien

Wir haben uns tatsächlich etwas schwergetan, einen geeigneten Campingplatz in Ottawa zu finden, der nicht so weit weg von der Stadt ist. Irgendwie war die Auswahl da jetzt nicht so wahnsinnig groß. Letztlich haben wir uns für den Campingplatz Camping Ange Gardien entschieden, der über 30 Kilometer von der Innenstadt Ottawas entfernt liegt. Die Stellplätze liegen hier in einem schattigen Kiefernwald und verfügen über keine Anschlüsse bis hin zu Vollanschlüssen (Strom, Wasser, Abwasser), die für alle Arten und Größen von Wohnmobilen bzw. Zelten geeignet sind. An sich ist der Campingplatz sehr gut ausgestattet mit W-LAN an jedem Stellplatz (das mal gut, mal schlecht funktionierte), einem Pool, einem kleinen Lebensmittelladen und einem Restaurant.

Vom Campingplatz aus haben wir uns ein Taxi bis zum Jacques-Cartier-Park für 53 CAD (= 37 EUR) genommen, der in Gatineau – gegenüber von Ottawa – liegt. Am Nachmittag sind wir von der Innenstadt Ottawas mit einem UBER für gerade einmal 37 CAD (= 26 EUR) wieder zurück zum Campingplatz gefahren.

Die Sehenswürdigkeiten von Ottawa

Wir haben unseren Stadtrundgang auf der Gatineau-Seite begonnen, haben von dort einen grandiosen Blick auf den Parliament Hill und die Stadt Ottawa genießen können und sind dann über die Alexandra Bridge in die Stadt hineingelaufen, wo einige weitere sehenswerte Fotospots und Sehenswürdigkeiten auf uns gewartet haben. Das Stadtzentrum ist recht kompakt, so dass man problemlos alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß und auf eigene Faust an einem Tag erkunden kann.

Der Jacques-Cartier-Park

Der Jacques-Cartier-Park in Gatineau, d.h. direkt gegenüber von Ottawa gelegen, war auf unserer Sightseeing-Liste, weil wir im Internet ganz tolle Bilder von Pflanzenfiguren gesehen haben, die es in dem Park geben soll. Leider haben wir diese vergeblich gesucht. Eine etwas genauere Recherche im Nachgang hat dann ergeben, dass es diese Pflanzenfiguren nur im Rahmen des alljährlichen Mosaïcultures Fest gibt. Das nächste Mosaïcultures findet vom 24.06.2022 bis 10.10.2022 erstmals in Québec City statt – mit 200 Pflanzenskulpturen, die aus mehr als 6 Millionen Pflanzen bestehen. Wow, das hätten wir wirklich gerne gesehen!

Vom Jacques-Cartier-Park hat man einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Ottawa und sogar den Rideau Wasserfall. Am besten läuft man am Ufer noch etwas in Richtung Süden entlang des Voyageurs Pathway, der direkt vor dem Nationalmuseum für Geschichte verläuft. Von dort ist der Blick auf den Parliament Hill einfach klasse!

Ein Spaziergang über die Alexandra Bridge

Der beste Weg, um von Gatineau nach Ottawa per Fuß zu kommen, ist der Weg über die 563 Meter lange Alexandra Bridge. Zum einen ist die Brücke ganz imposant anzuschauen und zum anderen hat man von hier wieder einen grandiosen Blick auf die Skyline von Ottawa-Gatineau, den Ottawa River und die Parlamentsgebäude.

Gebaut wurde die Alexandra Bridge zwischen 1898 und 1900 von der Canadian Pacific Railway als reine Eisenbahnbrücke. In den späten 1950er Jahren wurde die Brücke für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr umgebaut. Mit der Schließung des Bahnhofs Ottawa Union Station im Jahr 1966 fuhren die letzten Personenzüge über die Alexandra Bridge und die Eisenbahnschienen wurden entfernt. Seitdem wird die Brücke ausschließlich für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr genutzt.

Der Rideau Canal & die Ottawa Locks – ein UNESCO Welterbe

Nachdem wir die Alexandra Bridge überquert hatten, sind wir als erstes zum Rideau Canal gelaufen, denn schließlich zählt dieser seit 2007 zu den UNESCO Weltkulturerbestätten. Der 202 Kilometer lange Rideau Canal verbindet Ottawa mit der Stadt Kingston am Ontariosee. Er wurde 1832 eröffnet und ist die älteste ununterbrochen benutzte künstliche Wasserstraße in Nordamerika. Ursprünglich diente der Kanal militärischen Zwecken und sollte eine sichere Versorgungs- und Kommunikationsroute bieten.

Sehr sehenswert sind die Ottawa Locks, die sich direkt neben dem Luxushotel Fairmont Chateau Laurier befinden. Die Ottawa Locks sind 8 Schleusen, die hier einen Höhenunterschied von 24 Metern überwinden. Der Rideau Canal mündet an dieser Stelle in den Ottawa-Fluss. Ganz cool finden wir, dass der zugefrorene Kanal im Winter zu einer Schlittschuhfläche umfunktioniert wird. Der 6,4 Kilometer lange Abschnitt in der Innenstadt Ottawas wird damit zu der weltweit größten Anlage für Schlittschuhlaufen.

Der Parliament Hill

Auf dem Parlamentshügel, der am Südufer des Ottawa Rivers liegt, befinden sich auf einer Fläche von 88.480 m² die Gebäude des kanadischen Parlaments. Einst befand sich hier eine Militärkaserne. Als Königin Victoria im Jahr 1859 Ottawa zur Hauptstadt von Kanada erklärt hatte, begann der Umbau zum Regierungsviertel.

Das auffallendste Gebäude auf dem Parliament Hill ist der Centre Block mit dem 92 Meter hohen Peace Tower, der uns irgendwie total an den Londoner Big Ben erinnert hat. Aktuell finden umfangreiche Umbauarbeiten auf dem Parliament Hill statt, sodass man hier viele Kräne, Bauzäune und Bagger sieht. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es derzeit keine geführten Touren im kanadischen Parlament. Das fanden wir total schade, denn wir hätten gerne einen Blick in die Gebäude geworfen. Am besten man informiert sich vorab auf der offiziellen Website, wann Führungen wieder möglich sind. Diese kann man dort dann auch direkt buchen.

Das Viertel ByWard Market

Das Szeneviertel ByWard Market war die letzte Station unseres Stadtrundgangs. Hier haben sich jede Menge Restaurants & Cafés, Geschäfte sowie zahlreiche Kunst- und Kultureinrichtungen angesiedelt. Zudem findet man hier einen großen „OTTAWA“ Schriftzug.

Im ByWard Market findet man auch das kleine Café Le Moulin de Provence, welches eine ganz besondere Leckerei anbietet: die sogenannten „Obama Cookies“. Woher kommt dieser Name? Am 19. Februar 2009 besuchte der damalige US-Präsident Barack Obama die Stadt Ottawa und machte einen kurzen Halt in diesem Café, um einen Keks zu kaufen. Die köstlichen Butterkekse in Form eines Ahornblatts mit dem Zuckerguss-Schriftzug „Canada“ stehen für eine neue Ära in den Beziehungen zwischen den USA und Kanada. 

Mit dem Ausruf „Ich liebe dieses Land!“ erwärmte Obama an diesem kalten Februarnachmittag bei seinem historischen Besuch in Ottawa die Herzen aller Kanadier.

Weitere Sehenswürdigkeiten & Fotospots

Auf unserem Spazierung durch Ottawa konnten wir noch viele weitere schöne Fotospots und Sehenswürdigkeiten entdecken. So befindet sich etwa vor der National Gallery of Canada eine riesige Spinne: Die Maman-Statue ist über 9 Meter hoch und trägt einen Beutel mit 26 Marmoreiern. Ein wirklich außergewöhnliches Fotomotiv 😉 Direkt gegenüber befindet sich mit der Kathedrale Basilika Notre Dame die älteste Kirche Ottawas. Besonders aufgefallen sind uns hier die beiden Turmspitzen, die mit silberfarbenem Metall überzogen sind. Das ist wohl typisch für Ostkanada und haben wir auch schon bei einer anderen Kirche so sehen können.

Genau wie in Québec City, gibt es auch in Ottawa ein Luxushotel der Hotelkette Fairmont. Das Château Laurier sieht von außen aus wie ein Schloss, ist aber tatsächlich ein Hotel. Es ist perfekt gelegen, denn von hier erreicht man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von Ottawa in kurzer Zeit. Eine Übernachtung gibt es z.B. bei Booking.com ab ca. 180 EUR.

Eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten in Ottawa

Auf folgender Google MyMaps Karte haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Fotospots in Ottawa eingezeichnet. Sicherlich gibt es neben diesen Punkten noch viele weitere interessante Orte und Sehenswürdigkeiten. Wenn wir etwas Besonderes vergessen haben, dann schreibt es uns bitte unten in die Kommentare, wir nehmen den Punkt dann gerne in der Karte mit auf 🙂

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Eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten in Ottawa (Kanada)

Alle Reiseberichte von unserer Camper-Rundreise durch Ost-Kanada

Urlaub mit dem Camper oder Wohnmobil in Kanada – für viele wahrscheinlich ganz normal, für uns war es aber tatsächlich das erste Mal. Wir waren noch nie mit einem Wohnwagen unterwegs, wollten das aber schon immer mal ausprobieren. Insgesamt sind wir knapp 3.300 Kilometer mit unserem Wohnmobil gefahren und haben dabei wunderschöne Regionen und Städte im Osten von Kanada in den Provinzen Québec und Ontario erkundet.
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