Fond Ferdinand – Die Coco de Mer im Naturpark (Praslin, Seychellen)

Kategorien: Reiseberichte, Afrika, Seychellen

Heute haben wir dem Naturreservat Fond Ferdinand auf Praslin einen Besuch abgestattet und haben dabei mehr über die Flora und Fauna der Seychellen gelernt. In dem Park gibt es viele verschiedene, teilweise sogar endemische, d.h. nur auf den Seychellen vorkommende, Tier- und Pflanzenarten zu bestaunen.

Fond Ferdinand Naturpark Praslin Headerbild

Der Naturpark Fond Ferdinand

Im Vergleich zur großen bekannten Schwester Vallée de Mai ist das im Jahr 2013 eröffnete Naturreservat Fond Ferdinand noch ein Geheimtipp auf der Insel Praslin, denn deutlich mehr Touristen besuchen das Erstgenannte.

Die Lage auf der Insel Praslin

Das Naturreservat Fond Ferdinand befindet sich im Südosten von Praslin und ist sowohl mit dem Auto als auch dem öffentlichen Bus sehr gut zu erreichen.

Öffnungszeiten, Parkplätze, Eintrittspreise & Touren

Der Fond Ferdinand ist ausschließlich über eine geführte Tour zu erkunden, diese ist im Eintrittspreis von derzeit 150 SCR (etwa 10 EUR) bereits enthalten. Es ist also (leider) nicht möglich, den Park auf eigene Faust zu erkunden.

Die geführten Touren finden zu den folgenden Zeiten statt:

Montag bis Freitag: 9.30 Uhr / 11 Uhr / 12.30 Uhr / 13.30 Uhr
Samstag und Sonntag: 9.30 Uhr / 11.30 Uhr
An Feiertagen ist der Park geschlossen.

Folgt man der großen Inselstraße geht etwa auf Höhe der Anse Marie Louise im Südosten der Insel ein Schotterweg rechterhand ins Inselinnere ab. Ein großes Eingangsschild weist hier den Weg, sodass man die Abfahrt gar nicht verpassen kann. Nach einigen Metern gelangt man zu den kostenlosen Parkmöglichkeiten, von denen aus man direkt zu dem kleinen Shop laufen kann. Das ist ein weißes Gebäude auf der rechten Seite, in dem zum einen die Eintrittstickets verkauft werden, aber auch zertifizierte Coco de Mer Samen. Zudem befinden sich hier die Toiletten. Bis sich alle Touristen für unsere Tour um 9.30 Uhr versammelt hatten, haben wir uns noch das kleine Schildkröten-Gehege direkt am Parkeingang angeschaut.

Unsere Führung durch das Naturreservat

Pünktlich um 9.30 Uhr startete unsere geführte Tour durch das Naturreservat. Insgesamt bestand die Gruppe mit uns aus etwa 30 Leuten. Wir haben gar nicht mit so viel Andrang gerechnet, aber vermutlich dachten sich alle, dass die frühe Tour noch nicht so gut besucht ist. Unser Guide hat die Tour in englischer Sprache durchgeführt. Da allerdings auch einige Gäste aus Frankreich dabei waren, die kein Englisch verstanden haben, hat unser Guide alles Gesagte immer auch auf Französisch übersetzt. Dementsprechend hat sich die Tour, die eigentlich auf 90 Minuten angesetzt ist, auf etwa 2 Stunden gezogen.

Der Weg durch den Park

Das Fond Ferdinand Naturreservat dehnt sich auf einer Fläche von 122 Hektar aus und ist quasi ein dicht bewachsener Dschungel. Fallen Bäume oder Blätter aufgrund des Alters oder der Wetterbedingungen um, werden diese liegen gelassen. Daher sieht das Reservat eher wild und naturbelassen aus. Über insgesamt 600 Treppenstufen verteilen sich 23 Stationen, an denen es interessante Dinge zu sehen und Wissenswertes zu erfahren gibt. Wir haben an fast jeder der Stationen kurz angehalten, damit uns unser Guide ein bisschen was erzählen konnte.

Die Coco de Mer (Seychellenpalme)

Bekannt ist der Fond Ferdinand vor allem für die berühmte Seychellenpalme, die unter dem Namen Coco de Mer bekannt geworden ist. Die Palme ist endemisch und kommt ausschließlich auf den Inseln Praslin und Curieuse auf den Seychellen vor.

Unser Guide erzählte uns, dass es im Fond Ferdinand etwa 850 Coco de Mer Palmen gibt und hiervon jährlich etwas 800 bis 900 Samen (nur die, die abfallen) eingesammelt werden. Da die Samen der Coco de Mer mit einem Gewicht von bis zu 30 bis 40 kg die größten Samen des Pflanzenreichs sind und auch noch sehr interessant aussehen, sind diese als Souvenir bei Touristen sehr beliebt. Daher werden 80% der eingesammelten Samen als (zertifizierte) Souvenirs verkauft und 20% für die Neuzucht der Palmen verwendet. Interessant ist, dass die Reifung eines Samens bis zu sieben Jahre dauern kann und eine Palme pro Jahr meist nur einen Samen ausbildet.

Natürlich durften wir auch einmal einen abgefallenen Samen anfassen und hochheben – einmal mit Innenleben (wahnsinnig schwer) und einmal ohne Inhalt (sehr leicht).

Die Flora und Fauna im Park

Eine geführte Tour mit einem Guide zu haben empfanden wir im Fond Ferdinand Naturreservat tatsächlich als sehr vorteilhaft, da wir an den meisten Sachen wahrscheinlich einfach vorbeigerannt wären, ohne zu wissen, was da neben uns zu sehen ist. Und so konnten wir auch viele Pflanzen, kleine Tiere und Gewürze sehen wie einen Zimtbaum, Vanillegewächse oder Spinnen.

Der Aussichtspunkt mit einem fantastischen Panoramablick

Nachdem wir uns die 600 Stufen bei heiß-schwülem Wetter „hochgequält“ haben, wurden wir ganz oben am Aussichtspunkt mit einem fantastischen Panoramablick auf die Baie St. Anne Bucht belohnt. Des Weiteren sieht man von hier viele vorgelagerte Inseln wie La Digue, Sister Island, Félicité, Coco Island und Round Island. Dazu das türkisblau-glitzernde Meer und bestes Wetter – was will man mehr? 🙂

Unser Tipp: Man sollte sich auf jeden Fall genügend Wasser mitnehmen, da der Weg nach oben sehr schweißtreibend werden kann.
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Der Aussichtspunkt im Fond Ferdinand

Eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten der Insel Praslin

Auf folgender Google MyMaps Karte haben wir unser Hotel, die schönsten Strände und Sehenswürdigkeiten auf der Insel Praslin eingezeichnet.

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