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Scenic Cruise im College Fjord & Ankunft in Whittier (USA)

Kategorien: Reiseberichte, Nordamerika, USA

Der letzte Tag unserer Alaska-Kreuzfhart mit Princess Cruises führte uns vom Glacier-Bay Nationalpark die Westküste von Alaska entlang bis hoch in den Prince William Sound. Von hier aus starte unsere Scenic Cruise durch den College Fjord und die abschließende Fahrt nach Whittier.

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Die Fahrt durch den Prince William Sound

Um in den College Fjord zu gelangen, muss man zunächst durch den Prince William Sound fahren. Der Prince William Sound ist eine 26.000 km² große Bucht im Golf von Alaska und umfasst eine Küstenlinie von über 5.000 Kilometern, die im Osten und Norden von den Chugach Mountains und im Westen von der Kenai Peninsula begrenzt wird. Der Sound enthält 150 Gletscher, darunter 17 Gezeitengletscher, die dafür bekannt sind, riesige Eisbrocken dramatisch ins Meer zu kalben.

Mehr als 220 Vogelarten, 30 Arten von Landsäugetieren und mindestens ein Dutzend Meeressäugerarten sind in der Region zu finden. Das Alaska Marine Highway System bietet das ganze Jahr Fährverbindungen zwischen den Orten Whittier, Valdez und Cordova an.

Die Region war 1964 das Epizentrum des Karfreitags-Erdbebens (auch Großes Alaska-Beben genannt), welches mit einer Stärke von 9,2 auf der Richterskala das schwerste je gemessene Beben in der Geschichte der USA war. Heute war die See aber zum Glück spiegelglatt 🙂

Der College Fjord in Alaska

Der beeindruckende College Fjord liegt im nördlichen Teil des Prince William Sound. Der Sound ist bekannt für seine Vielzahl an Gletschern, welche alle nach bekannten Universitäten wie Harvard oder Yale benannt sind. Diese außergewöhnliche Namensgebung ist ihren Entdeckern zu verdanken: 1899 wurden die Gletscher während einer Expedition von Wissenschaftlern und Gelehrten entdeckt, die von ihrer Schönheit begeistert waren und sie nach renommierten Ostküsten-Universitäten benannten – die nordwestlichen Gletscher wurden nach Frauen-Colleges benannt und die südöstlichen Gletscher nach Männer-Colleges.

Der College Fjord beherbergt fünf Gezeitengletscher, fünf große Talgletscher und zahlreiche kleinere Gletscher. Der Harvard Glacier ist der größte Gletscher im College Fjord und nach dem Columbia Gletscher der zweitgrößte Gezeitengletscher im Prince William Sound.

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Luftaufnahme des College Fjord in Alaska

Scenic Cruise im College Fjord

Wir sind ganz langsam mit unserem Kreuzfahrtschiff – der Royal Princess – durch den Fjord gefahren, bis zum “Harvard Arm” und dem großen Harvard Gletscher. Hier haben wir etwas Zeit verbracht, bevor das Schiff ganz langsam gewendet hat, um sich auf die Reise nach Whittier zu machen. Auch hier hatten wir wieder perfektes Wetter und waren von der grandiosen und wunderschönen Bergkulisse begeistert 🙂

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Panoramabild des College Fjord in Alaska

Ankunft und Ausschiffung in Whittier

Wir haben mitten in der Nacht um 0.30 Uhr in Whittier angelegt, der Endstation unserer Alaska-Kreuzfahrt. Wir hatten bereits am Vorabend unsere Koffer gepackt und vor die Tür gestellt. Je nach Abflugzeit in Anchorage bekommt man einen früheren oder späteren Bustransfer zugewiesen, wenn man diesen über Princess gebucht hat. Die Koffer werden in der Nacht abgeholt und man bekommt sie dann bequem am Flughafen zurück. Die Zimmer müssen bis 8 Uhr morgens geräumt sein, man kann aber natürlich noch länger auf dem Schiff bleiben. Da wir aber den vollen Tag nutzen wollten, hatten wir uns für einen Transfer um 7.45 Uhr entschieden. So waren wir um 9.30 Uhr am Flughafen in Anchorage und hatten bis zu unserem Abflug um 20.30 Uhr noch genügend Zeit, die Gegend mit einem Mietwagen auf eigene Faust zu erkunden 🙂

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Die Royal Princess in Whittier

Wissenswertes über Whittier

Nach der Ausschiffung sind wir in den Transferbus von Princess gestiegen und wurden dann von der Busfahrerin noch etwas in Whittier rumgefahren.

Whittier ist ein super kleiner Ort mit gerade mal 200 Einwohnern. Im Zweiten Weltkrieg begann die US-Armee nach einem Ort zu suchen, an dem sie eine geheime Militäranlage bauen konnte. Die vorgeschlagene Basis sollte ein eisfreier Hafen sein und so unzugänglich wie möglich. Whittier passt perfekt zu diesen Anforderungen, Dank der über 1.000 Meter hohen Gipfel, die die Stadt umgeben und einen Großteil des Jahres in der Wolkendecke versteckt halten. Aber das Tal und der Ort waren bis dahin nur über den Seeweg erreichbar. Um den Zugang zum Seward Highway im Norden zu ermöglichen, sprengte die Armee einen Versorgungstunnel in den Berg und erschuf so den Anton Anderson Memorial Tunnel. Der Bau des Tunnels unter dem Maynard Mountain führte zum Bau des damals größten Gebäudes in Alaska (Buckner Building) mit mehr als 1.000 Arbeitsplätzen. Die Armee unterhielt Whittier bis 1960 und hinterließ die 14-geschossigen Begich Towers, in denen die meisten der Einwohner von Whittier heute leben.

Im Jahr 2000 wurde der Anton Anderson Memorial Tunnel für den Autoverkehr und die Alaska Railroad ausgebaut. Der Tunnel ist aber immer nur in einer Richtung befahrbar, weshalb es feste Zeiten für den Autoverkehr nach Whittier und zurück gibt. Auch die Züge, die sich ebenfalls die Straße im Tunnel teilen, haben feste Uhrzeiten. Diese kann man hier einsehen. Für die Durchfahrt muss man pro Auto 13 USD zahlen. Heute ist Whittier wegen seiner Schienen- und Straßenanbindung nach Anchorage und ins Landesinnere eine beliebte Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe. Auch der Denali Express, eine von Princess Cruises angebotene Verbindung in den Denali-Nationalpark, hat hier seinen Ausgangspunkt.

Wessen Kreuzfahrt in Whittier startet oder hier endet, sollte bedenken, dass der Ort wirklich nichts zu bieten hat. Es gibt zwei kleine Unterkünfte, das The Inn at Whittier mit 25 Zimmern und das Anchor Inn, mit AVIS einen Autovermieter, eine Schule, das Prince William Sound Museum, ein Flugfeld mit einer unbefestigten Piste sowie über ein Dock für Wasserflugzeuge. Ihr könnt Euch den Ort gerne hier mal bei Google Maps anschauen 😉

Whittier Alaska

Das kleine Städtchen Whittier in Alaska

Der Transfer von Whittier nach Anchorage

Da unser Flug von Anchorage abging, haben wir nach einer guten Möglichkeit für einen Transfer gesucht. Es fahren keine öffentlichen Busse oder Taxen in Whittier, sodass man auf die folgenden Alternativen angewiesen ist:

Mit dem Mietwagen: Am liebsten hätten wir natürlich einen Mietwagen genommen, um die Sehenswürdigkeiten am Seaward Highway auf dem Weg nach Anchorage zu besichtigen. Generell ist das auch möglich, denn es gibt mit AVIS einen Mietwagenverleih in Whittier. Die Preise zum Mieten waren auch völlig ok, aber da wir ja das Auto am Flughafen in Anchorage abgeben wollten, hätten wir eine Einwegmiete (One-Way Fee) von über 200 USD zahlen müssen. Das rechnet sich natürlich überhaupt nicht.

Mit dem Zug: Die Glacier Discovery Route der Alaska Railroad bietet täglich eine Verbindung von Anchorage nach Whittier am Morgen mit einer abendlichen Rückfahrt um 18.45 Uhr. Die Zugfahrt dauert in der Regel knapp 2 1/2 Stunden in jede Richtung, so das man gegen 21.15 Uhr in Anchorage ist. Der Preis liegt bei 89 USD pro Erwachsenem.

Mit dem Bus: Wir haben uns für den arrangierten Bus-Transfer über Princess entschieden. Man wird direkt am Kreuzfahrtterminal abgeholt und ist 1,5 Stunden später in Anchorage. Der Flughafen ist der erste Stopp, es besteht aber auch die Möglichkeit bis in die Innenstadt zu fahren. Der Preis liegt hier bei ca. 55 USD pro Person. Es gibt allerdings auch andere Anbieter, die den Bustransfer deutlich günstiger anbieten (ab 35 USD).

Mit einer Tour: Wenn man am Abreisetag noch etwas Zeit hat, kann man auch eine geführte Tour über Princess buchen. So kann man noch einige Highlights der Region erkunden und wird danach bequem zum Flughafen oder in die Stadt gebracht. Touren gibt es als Halbtagestouren (z.B. mit einem Besuch im Wildlife Conservation Center) oder auch als Ganztagestouren.

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Tschüss, Royal Princess

Alle Reiseberichte unserer Alaska-Kreuzfahrt

Unsere Kreuzfahrt mit der Royal Princess führte uns eine Woche an der Küste entlang ab Vancouver in Richtung Norden bis nach Whittier (Anchorage). Bei diesem tollen Kreuzfahrt-Abenteuer rund um den nördlichsten Bundesstaat der USA haben wir die Städte Ketchikan, Juneau sowie Skagway besucht. Zudem haben wir eine Scenic-Cruise im Glacier Bay Nationalpark und im College Fjord unternommen mit atemberaubenden Ausblicken auf die Gletscher von Alaska.

Route Alaska Kreuzfahrt Princess Cruises
Tag 1: Einreise nach Kanada (eTA Antrag) & in die USA (ESTA Antrag)
Tag 1: Royal Princess – Unser Schiff für die Alaska-Kreuzfahrt
Tag 1: Die Sehenswürdigkeiten von Vancouver
Tag 2: Seetag
Tag 3: Ketchikan – Totempfähle, Weißkopfseeadler & Lachse
Tag 4: Juneau - die Hauptstadt Alaskas
Tag 4: Juneau – Whale Watching Tour & Besuch des Mendenhall-Gletscher
Tag 5: Skagway – Ein Spaziergang durch die alte Goldgräberstadt & ein Hundeschlitten-Abenteuer
Tag 5: Haines – Bären und Weißkopfseeadler am Chilkoot River (Wildlife Tour)
Tag 6: Scenic Cruise durch den Glacier-Bay Nationalpark
Tag 7: Scenic Cruise durch den College Fjord & Ankunft in Whittier
Tag 8: Anchorage – Seward Highway & das Alaska Wildlife Conservation Center


iWeiterführende Links:
The Inn at Whittier – Hotel in Whittier Werbung / Affiliate
Princess Cruises – Alaska Kreuzfahrten

Blogger Kooperation

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Zu der Alaska-Kreuzfahrt auf der Royal Princess wurden wir von Princess Cruises eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.


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