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Miami Beach & der Ocean Drive im Art-déco-Distrikt (USA)

Kategorien: Reiseberichte, Nordamerika, USA

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Einer der wichtigsten Anlaufpunkte in der Metropolregion Miami ist sicherlich Miami Beach und der Ocean Drive im Art-déco-Distrikt. Die vielen bunten Häuser, die Palmen, der breite Strand mit seinen bunten Lifeguard-Häuschen, die vielen Restaurants, Bars und Nachtclubs und ganz viele Hotels in allen Preisklassen – hier gibt es immer was zu entdecken 🙂

Wissenwertes über Miami Beach

Miami Beach oder einfach nur „The Beach“ ist eine sehr dicht besiedelte Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern, die sich östlich von Miami auf einer vorgelagerten, lang gezogenen Insel befindet. Die Insel hat sich anfänglich von einer Aufnahmestation für Schiffsbrüchige im Jahr 1876, über eine Kokosnussplantage in den 1880er Jahren, die touristischen Anfänge mit dem ersten Hotel und die Stadtgründung im Jahr 1915 zu einer lebhaften eigenen Stadt entwickelt. Heute befinden sich hier unzählige Hotels, Ferienhäuser, Restaurants und Nachtclubs. Touristenmagnet ist die Region rund um South Beach mit seinem Art-déco-Viertel und dem langen breiten Sandstrand.

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Willkommen in Miami Beach

Günstig Parken in Miami Beach

Da wir uns für unseren Roadtrip in Florida einen Mietwagen gemietet hatten, waren wir auch in Miami Beach mit dem Auto unterwegs. Auf die Insel gelangt man mit dem Auto kostenlos über die A1A (MacArthur Causeway), die Interstate 195, die Florida State Road 934 oder vom Norden über die Collins Avenue. Kostenpflichtig sind hingegen der Broad Causeway (2 USD) und der Venetian Causeway (3 USD).

Wir dachten eigentlich, dass man in Miami Beach (und insbesondere in der Nähe vom Ocean Drive) nicht günstig parken kann. Aber das geht durchaus. Wir haben ein günstiges Parkhaus gefunden mit einer optimalen Lage am Ocean Drive: Miami Beach Municipal Parking Garage (1301 Collins Ave, Miami Beach, FL 33139, USA). Hier zahlt man gerade mal 2 USD pro Stunde. 8 Stunden kosten 12 USD und 24 Stunden 20 USD (siehe Preistabelle).

Man kann auch direkt an der Straße parken, das ist aber gleich doppelt so teuer. Vom Ocean Drive zur Pennsylvania Avenue und von der 5 Street zur 15 Street, einschließlich der Washington Avenue, kostet das Parken hier 4 USD pro Stunde. Unter diesem Link könnt Ihr Euch alle Parkhäuser inkl. Preisen in Miami Beach anzeigen lassen, die zur Stadt gehören und damit einen günstigen Preis anbieten.

Der Stadtteil South Beach

Der im Süden von Miami Beach gelegene Stadtteil South Beach gehört heute zu den populärsten Gegenden der Stadt. Viele kennen South Beach vielleicht aus der Fernsehserie „Miami Vice“, die maßgeblich zum Bekanntheitsgrad des Stadtviertels beigetragen hat. Vor der Serie galt South Beach als eher arme Gegend mit einer hohen Kriminalitätsrate. Das hat sich deutlich geändert, denn heute gilt South Beach mit ihren Luxuswohnungen und Appartements als eine der wohlhabendsten Gegenden der Stadt.

South Beach verläuft von der Südspitze bis zur 24. Straße und ist Anziehungspunkt für tausende Touristen täglich – sowohl tagsüber als auch ab Einbruch der Dunkelheit, wenn die Straßen aufgrund der vielen Restaurants, Bars und Nachtclubs noch belebter sind. Das Stadtviertel gilt als Zentrum des LGBT-Lebensstils und ist seit 2009 Schauplatz der Pride Parade während der jährlichen Feierlichkeiten im Rahmen der Miami Beach Pride Week.

Der Ocean Drive im Art-déco-Distrikt

Der Ocean Drive ist die bekannteste und wichtigste Straße in South Beach. Die Straße beginnt am South Pointe südlich der 1st Street und verläuft bis zur 15th Street im Norden. Die Straße ist hauptsächlich bekannt für ihre vielen Hotels im Art-déco-Stil, da sie mitten im Herzen des Art-déco-Distrikts mit über 900 gut erhaltenen, historischen Gebäuden liegt. Damit ist es nach Napier, einer Stadt in Neuseeland, das weltweit größte zusammenhängende Gebiet von Häusern in diesem Baustil. Die meisten Häuser wurden in den 1930er und 1940er Jahren errichtet und nur durch die Unterstützung von Bürgerinitiativen konnte verhindert werden, dass sie zwischenzeitlich abgerissen werden. Im Jahr 1979 wurde der Art Déco District, der zwischen dem Atlantischen Ozean, der 5. Straße, der Alton Road und dem Collins Canal liegt, zum U.S. Historic District erklärt.

Zu den bekanntesten Hotels auf dem Ocean Drive zählt u.a. das Colony Hotel aus dem Jahr 1939. Wir haben aber noch viele weitere schöne Hotels und Gebäude gesehen, die uns richtig gut gefallen haben. Besonders cool war der weiß-gelbe Oldtimer vor dem Avalon Hotel – ein tolles Fotomotiv, das richtig gut in das Ambiente des Ocean Drive passt. Wir sind den Ocean Drive einige hundert Meter entlanggelaufen, haben viele Fotos gemacht, Leute beobachtet und sind in den ein oder anderen Shop hineingegangen. Zurück ging es dann durch den Lummus Park, der sich zwischen Ocean Drive und Atlantik entlangstreckt.

Der Strand von South Beach

Der kilometerlange Strand von South Beach ist ein weiterer Anziehungspunkt in Miami Beach. Zu den offiziellen Öffnungszeiten zwischen 5 Uhr morgens und 22 Uhr abends tummeln sich hier unzählige Touristen und badehungrige Besucher. Uns hat der Strand leider nicht so wirklich gefallen, da aktuell leider unglaublich viel Seegras am Strand rumliegt. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir kurz vorher die menschenleeren und feinpudrigen Sandstrände auf den Bahamas gesehen haben 😉

Die bunten Lifeguard Häuschen

Was uns an dem Strand aber richtig gut gefallen hat, sind die vielen bunten Rettungsschwimmer-Häuschen, die man alle paar Meter vorfindet. Diese erstrahlen in den knalligsten Farben und sind sicherlich DAS Fotomotiv der Stadt. Jeder der 29 Lifeguard Towers ist dabei in einem anderen Design gestaltet und erst dieses Jahr wurden einige alte Häuschen gegen neue Modelle ausgetauscht. Also auch wenn Ihr die Lifeguard Towers schon kennen solltet, lohnt sich ein erneuter Besuch, denn es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken 🙂

Wir konnten uns an den Häuschen gar nicht satt sehen und wären gerne den kompletten Strand abgelaufen, um jedes einzelne Häuschen zu sehen, doch leider hatten wir nicht so viel Zeit. Am besten hat uns der südlichste Lifeguard Tower gefallen, der im Design eines rot-weißen Leuchtturms gestaltet ist.

Der South Pointe Park

Ganz im Süden von South Beach befindet sich der South Pointe Park, ein 6,9 Hektar großer Stadtpark. Vor seiner Nutzung als öffentlicher Park diente er als Unterbringungsort für Polizeipferde, eine Geheimdienst-Einheit sowie die Lotsen des Hafens von Miami. Nachdem in den 1980er Jahren alle Gebäude abgerissen wurden, erstrahlte der im Jahr 1985 eröffnete Park im neuen Glanz. Heute findet man hier Picknitz-Plätze, einen Kinderspielplatz, breite Gehwege und einen schönen Holzpier, den South Pointe Park Pier.

Vom Pier aus hat man einen super schönen Blick auf den Strand und die Skyline von South Beach. Andererseits kann man von hier aus auch sehr gut die vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiffe beobachten, die den Hafen von Miami ansteuern. Leider war an dem Tag, als wir hier waren, kein Kreuzfahrtschiff weit und breit zu sehen – das war auf der anderen Seite natürlich auch unser Glück, denn so war die Stadt nicht so überlaufen. Da Miami der Startpunkt vieler amerikanischer Schiffe für Kreuzfahrten in die Karibik ist, kann es Tage geben, an denen hier 3 oder mehr Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Unsere Reiseberichte von Miami bis Key West

Nach unserem einwöchigen Aufenthalt auf den Bahamas haben wir noch ein paar Tage in Florida verbracht. Diese Kombination bietet sich ideal an, da man die beiden Reiseziele sehr gut miteinander verbinden kann. Wir haben 2 Tage in Miami verbracht und sind dann mit dem Mietwagen über den Highway 1 (Overseas Highway) bis nach Key West gefahren. Hier findet Ihr unsere Reiseberichte:

Tag 1: Miami: Street Art im Wynwood Art District
Tag 1: Miami: Die Villa Vizcaya Museum & Gardens
Tag 2: Miami: Miami Beach & der Ocean Drive
Tag 2: Miami: Jungle Island Miami – Up Close VIP Tour
Tag 3: Homestead: Everglades Alligator Farm – Airboat Tour in Südflorida
Tag 3: Florida Keys: Florida Keys – Sehenswürdigkeiten auf der Fahrt nach Key West
Tag 4: Marathon: Das Dolphin Research Center
Tag 4: Key West: Die Sehenswürdigkeiten von Key West

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