Maui – Sonnenaufgang vom Gipfel des Haleakala Vulkans (USA)

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Das sichtbarste Wahrzeichen von ganz Maui ist der massive Schildvulkan Haleakala, der mehr als 75% der Fläche der Insel einnimmt und mit 3.055 Metern die höchste Erhebung ist. Wenn man vom eigentlichen Fuß des Vulkans ausgeht, der weit unter dem Meer liegt, ist er sogar 9.053 Meter hoch. Der Haleakala ist derzeit nicht aktiv und Forscher gehen davon aus, dass er das letzte Mal etwa im Jahr 1790 ausgebrochen sein muss. Ein Must-Do auf Maui ist den Sonnenaufgang vom Gipfel des Haleakala Vulkans zu beobachten. Da wir das auf unserer Weltreise noch nicht gemacht hatten, war nun die Zeit dafür.

Sonnenaufgang

Der Haleakala Nationalpark

Der Haleakala Nationalpark wurde eigentlich schon 1916 – als Teil des Hawaiʻi National Park, zu dem auch der Hawai’i Volcanoes National Park gehörte – gegründet. Eine Abspaltung von dem Hawai’i Volcanoes National Park erfolgte im Jahr 1961 und seitdem ist der Haleakala National Park eigenständig. Seit 1980 ist der Park ebenfalls ein internationales Biosphärenreservat.

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Haleakalā National Park

Öffnungszeiten, Eintritt und Reservierung

Der Park hat das ganze Jahr über 24 Stunden geöffnet, man kann also jederzeit hinein- und herausfahren. Der Eintritt in den Nationalpark kostet pro (nicht-kommerziellem) Auto 25 US Dollar für drei Tage. Wir hatten ja im Hawai’I Volcanoes National Park bereits unseren Hawaiʻi Tri-Park Annual Pass gekauft, sodass wir hier im Haleakala keinen Parkeintritt mehr zahlen mussten.

Wenn man allerdings den Sonnenaufgang vom Kraterrand sehen möchte (zwischen 3 Uhr und 7 Uhr morgens), muss man seit Februar 2017 aufgrund der begrenzten Parkplatzanzahl hierfür im Vorfeld online eine Reservierung tätigen. Das ist bis zu 60 Tage im Voraus auf der folgenden Internetseite möglich: www.recreation.gov. Man zahlt für die Reservierung 1,50 US Dollar pro Auto (d.h. separat zu seinem Parkeintritt) und bekommt per E-Mail eine Bestätigung, die man unbedingt an dem Tag des Besuchs – zusammen mit einem Lichtbildausweis – mitbringen sollte und am Mauthäuschen vorzeigen muss.

Die Fahrt zum Aussichtspunkt

Wir sind am heutigen Tag ebenfalls sehr früh (gegen 4 Uhr) aufgestanden und haben uns von Kahului aus auf den Weg gemacht, um pünktlich zum Sonnenaufgang ganz oben zu sein. Unsere Reservierung hierfür hatten wir bereits schon einige Wochen vorher getätigt.

Über den Haleakala Highway 378 sind wir bis zum ersten Mauthäuschen gefahren. Von dort geht es über lange gewundene Straße hinauf bis zum Gipfel.

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Der Haleakala Highway in der Nacht

Es gibt im Nationalpark insgesamt vier Aussichtspunkte mit 150 Parkplätzen, von denen aus man den Sonnenaufgang sehen kann. Es ist nicht so, dass man sich einfach einen Parkplatz aussuchen kann, sondern diese werden zugeteilt. Die Park Ranger fangen zuerst mit dem obersten Parkplatz am Summit an. Ist der gefüllt, sperren sie die Zufahrtsstraße und leiten die nächsten Autos zu dem darunterliegenden Parkplatz. Das sind in der Reihenfolge vom höchsten zum niedrigsten Aussichtpunkt die Folgenden:

(1) Pu`u Ula ula Summit (3.055 Meter)
(2) Haleakalā Visitor Center (2.968 Meter)
(3) Kalahaku Overlook (2.842 Meter)
(4) Leleiwi Overlook (2.694 Meter)

Der Sonnenaufgang am Haleakalā Visitor Center

Wir waren gegen 5.30 Uhr oben und zu dem Zeitpunkt war bereits der oberste Summit-Parkplatz gesperrt, sodass wir vom Park Ranger zu dem Haleakalā Visitor Center geleitet wurden und dort unser Auto abgestellt haben. Dann haben wir erst einmal unsere Fotoausrüstung zusammengepackt und uns warm angezogen, bevor wir an den Aussichtspunkt gelaufen sind. Wir hätten uns ein bisschen mehr beeilen sollen, denn die besten Plätze direkt am Geländer waren dann leider schon weg. Das Problem ist, dass die ganzen Touristen-Busse, die hier her Touren anbieten, schon sehr früh da sind und mit ihren Gruppen die besten Plätze belegen.

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Die volle Aussichtsplattform

Tipp: Früh da sein lohnt sich hier auf Fälle. Und zieht Euch warm an. Auf knapp 3.000 Meter Höhe kann es schon sehr kalt werden – auch im sonst so warmen Hawaii. Wenn die Sonne dann aber hier oben rauskommt, brennt sie ganz schön. Daher am besten auch die Sonnencreme nicht vergessen 😉

Der heutige Morgen war wunderbar klar, vor uns lag eine riesige Wolkendecke und gegen 6.31 Uhr ging darüber die Sonne auf. Das war wirklich ein schöner Anblick. Dann wird einem auch schnell klar, wieso der Haleakala auch „House of the Sun“ genannt wird. Nach zehn Minuten war das ganze Spektakel aber schon vorbei und die meisten Touristen sind wieder abgefahren. Wir haben noch in Ruhe ein paar Fotos gemacht und haben dann dem Visitor Center einen Besuch abgestattet, um uns wieder etwas aufzuwärmen. Neben den ganzen Informationen, die man hier über den Haleakala erhält, kann man sich auch eine Survival-Urkunde abholen. Der Haleakala – so steht es auf dem Zertifikat – ist einer von wenigen Plätzen auf der Welt, an dem man über die 37-Meilen-Autofahrt vom Meeresspiegel bis zum Gipfel innerhalb kürzester Distanz die meisten Höhenmeter überwindet.

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Sonnenaufgang am Haleakala

Die Aussicht vom Gipfel des Haleakala

Danach sind wir zum Pu`u Ula ula Summit hochgefahren, dem höchsten Punkt des Haleakala. Dieser Parkplatz war ja heute Morgen noch gesperrt, aber wurde nach Sonnenaufgang wieder für die restlichen Besucher geöffnet. Aufgrund der Klarheit und Trockenheit der Luft gibt es hier oben auch ein Observatorium und weitere Forschungseinrichtungen. Vom Parkplatz aus kann man einen kleinen Hang hochlaufen und hat von der Aussichtsplattform einen tollen Panoramablick auf den Krater. Auf der Parkfläche gibt es in der Mitte einen kleinen angelegten Garten, in dem die sehr gefährdete Ahinahina wächst (deutsch: Silberschwert). Diese Pflanze wächst nämlich nur hier am Gipfel des Haleakala und auf einem Berg in Westmaui, sonst nirgendwo auf der Welt.

Die Kalahaku & Leleiwi Aussichtspunkte

Auf dem Rückweg in Richtung Parkausgang haben wir noch jeweils einen Stopp beim Kalahaku Overlook und dem Leleiwi Outlook eingelegt. Von beiden Aussichtspunkten hat man ebenfalls einen wunderbaren Blick in den Krater hinein, der mit seinen Aschekegeln eher an eine Mondlandschaft erinnert.

Unsere Reiseberichte von Hawaii

Die Inseln von Hawaii hatten wir ja schon während unserer Weltreise auf dem Sprung von Nordamerika nach Australien besucht. Hier waren wir auf O’ahu, Kaua’i, Maui und Big Island. Da wir so begeistert von den unterschiedlichen Inseln und der abwechlungsreichen Natur waren, konnten wir so all das nachholen, was wir das letzte Mal nicht geschafft hatten oder was zum Teil auch gar nicht möglich war. So konnte man 2015 z.B. keine fließende Lava auf Big Island sehen, da diese nicht wie sonst Richtung Meer geflossen ist, sondern in Richtung eines bewohntes Dorfes. Und dies wurde zur Sicherheit aller für den Zugang gesperrt. Seit 2016 fließt die Lava des Kilauea aber wieder Richtung Ozean und so konnten wir auch endlich einer unserer größten Wünsche verwirklichen: Mal ganz nah an fließender Lava zu stehen. Zudem wollten wir auf O’ahu in der Hanauma Bay schnorcheln, den Koko Head Krater besteigen, eine Hula-Show sehen, das Feuerwerk des Hilton Hawaiian Village Waikiki Beach Resort bestaunen, den Sonnenaufgang auf dem 3.055 Meter hohen Haleakala genießen und die Schildkröten am Strand entlang der Road to Hana beobachten. So viele Sachen, von denen wir letztes Mal gar nicht wussten oder diese nicht geschafft hatten.
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