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Haines – Bären und Weißkopfseeadler am Chilkoot River (USA)

Kategorien: Reiseberichte, Nordamerika, USA

Einer der Hauptgründe, warum wir immer schon mal nach Alaska wollten, ist die faszinierende Landschaft und natürlich auch das Wildlife! Einmal Bären in freier Natur zu sehen, stand schon ganz lange auf unserer Wunschliste ♥ Und wo geht das besser als in Alaska? Leider hatten wir in Ketchikan und Juneau aber nicht das nötige Glück. Daher hatten wir uns für unseren Stopp in Skagway einen ganz besonderen Ausflug nach Haines herausgesucht, wo die Chancen sehr hoch waren, Bären in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten 🙂

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Mit der Fähre von Skagway nach Haines

Da wir mit der Royal Princess bereits um 6.30 Uhr in Skagway angelegt hatten, startet unser Ausflug bereits um 8 Uhr morgens. Vom Hafen fahren mehrmals täglich die Schnellfähren nach Haines. Die Bootsfahrt dauert ca. 45 Minuten und führt durch den Lynn Canal, dem längsten und tiefsten Fjord Nordamerikas. Es war jetzt am frühen Morgen zwar noch etwas neblig, aber trotzdem war die Aussicht auf die Coast Mountains und die schneebedeckten Gipfel wirklich schön.

Wissenswertes über Haines

Haines ist eine Kleinstadt mit 1.700 Einwohnern am nördlichen Ende der Inside Passage in Alaska, die um 1870 von dem Händler George Dickinson gegründet wurde. Im Gegensatz zu Ketchikan und der Hauptstadt Juneau ist die Stadt – genau wie Skagway – über den “Haines Highway” mit dem Festland und mit dem “Alaska Highway” verbunden.

Der Klondike Goldrausch (1898 bis 1899) veränderte diese Region stark. In dieser Zeit strömten an Bord von Dampfschiffen mehr als hunderttausend Goldsucher an die Küste von Alaska, um in das Gebiet des Klondike River bei Dawson in Kanada zu gelangen. Genau wie Skagway wurde Haines somit ein Ausgangspunkt für den fast 400 Kilometer langen Weg (Chilkat Pass) zum Klondike River. Haines ist bekannt für eine recht hohe Population an Weißkopfseeadlern und Braunbären. Zudem legen hier nur relativ wenige große Kreuzfahrtschiffe an, weshalb der Ort nicht ganz so überlaufen ist, wie das 30 Kilometer entfernte Skagway.

In Haines gibt es übrigens das erste Museum der Welt, das sich der Erhaltung und der Geschichte des Hammers widmet: The Hammer Museum. Das Museum wurde 2002 gegründet und zeigt mehr als 1.400 Hämmer aus der Antike über die Kolonialzeit bis zur heutigen Zeit.
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Die kleine Stadt Haines in Alaska

Unsere Tour “Alaska Nature & Wildlife Expedition”

Direkt am Hafen wurden wir von unseren Tourguides begrüßt und konnten gleich im Bus Platz nehmen. Nach einer kurzen Einweisung ging unsere Tour auch gleich los. Unser Guide hat uns erzählt, dass das fruchtbare Chilkoot Valley die Heimat von Braunbären, Weißkopfseeadlern, Bergziegen, Meeressäugern, zahlreichen Vögeln und laichenden Lachsen ist. Wir waren also sehr gespannt, was uns auf der 3-stündigen Fahrt alles erwarten würde.

Unser erster Bär direkt an der Straße!

Und es hat auch gar nicht lange gedauert und da war er – unser erster Bär in freier Wildbahn! Nach nur 10 Minuten im Bus sind wir am Chilkoot River angekommen und auf einmal hallte es durch den Bus “Bear, Bear”. Direkt am Ufer des Flusses suchte ein Braunbär nach Futter. Was für ein Anblick!

Ganz aufgeregt sind wir alle schnell aus dem Bus gestiegen und haben uns – mit reichlich Sicherheitsabstand – am Straßenrand positioniert, um Bilder machen zu können. Es hat auch nicht lange gedauert, bis der Bär zwischen den Steinen am Ufer einen Lachs gefunden hatte, mit dem er dann relativ schnell über die Straße in den Wald verschwunden ist. Das zu sehen, war wirklich unbeschreiblich schön und hatten wir uns schon so lange gewünscht 🙂

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Der Bär rennt mit seinem Lachs über die Straße

Bären und Weißkopseeadler am Chilkoot River

Unser Fahrt ging weiter entlang des Chilkoot River. Der 32 Kilometer lange Fluss entspringt in etwa 1.000 Meter Höhe und fließt vom Chilkoot Lake in den Lutak Inlet. In den Monaten von Juni bis Oktober ist er einer der am leichtesten erreichbaren Bärenaussichtspunkte in Südost-Alaska. Der Grund hierfür sind die so genannten “Salmon Runs”, bei der tausende Lachse flussaufwärts zu ihren Laichplätzen schwimmen. Diese hohe Population an Fischen lockt die Bären an, die dann am Fluss und am Chilkoot Lake Jagd auf die Lachse machen.

In Alaska gibt es übrigens fünf verschiedene Lachsarten: Den Königslachs (King salmon), Silberlachs (Coho salmon), Buckellachs (Pink salmon), Ketalachs (Chum salmon) und den Rotlachs (Sockeye salmon). Lachse haben einen recht ungewöhnlichen Lebenszyklus und sind anadrom. Das bedeutet, dass sie im Süßwasser der vielen tausend Flüsse und Seen in Alaska laichen und die Jungfische anschließend ins offene Meer wandern. Hier wachsen sie heran und durchstreifen dabei den Golf von Alaska und das Beringmeer. Die ausgereiften Lachse kehren dann wieder in den Fluss ihrer Geburt zurück, um zu laichen und anschließend zu sterben. Und so beginnt der Kreislauf von neuem.

Im Chilkoot River befindet sich ein großes Wehr zur Erfassung der Lachs-Population. Durch eine kleine Öffnung am Wehr werden von Zeit zu Zeit manuell die Lachse gezählt, die hier den Fluss hinaufschwimmen. Genau dieses Wehr ist ein idealer Platz für die Bären, da sie die Lachse ganz bequem aus dem Fluss holen können. Und siehe da, wir konnten auch direkt einen großen Bären an den Gitterstäben entdecken, der sich dort die Lachse ganz gemütlich rausgefischt hat. Einige hundert Meter flussaufwärts haben wir einen weiteren Bären in der Ferne sehen können, der aber sehr schnell im Wald verschwunden ist.

Insgesamt konnten wir also 3 Bären sehen!

Die Chilkoot Lake State Recreation Site

Am Ende der Lutak Road befindet sich die Chilkoot Lake State Recreation Site, ein kleiner Rastplatz am Chilkoot See. Hier haben wir für ca. 30 Minuten eine Pause gemacht, die Toiletten genutzt und ein wenig die Kulisse auf uns wirken lassen. Auch hier konnten wir wieder einen jungen Weißkopfseeadler sehen.

Am Ende waren wir überglücklich, dass wir diesen Ausflug gemacht haben. Dieser hat über Princess Cruises 179 USD pro Person gekostet. Das ist sicherlich ein stolzer Preis, aber das war es uns auf jeden Fall Wert! Den Ausflug und die Fähre kann man natürlich auch selber buchen und dabei vielleicht noch etwas sparen.

Alle Reiseberichte unserer Alaska-Kreuzfahrt

Unsere Kreuzfahrt mit der Royal Princess führte uns eine Woche an der Küste entlang ab Vancouver in Richtung Norden bis nach Whittier (Anchorage). Bei diesem tollen Kreuzfahrt-Abenteuer rund um den nördlichsten Bundesstaat der USA haben wir die Städte Ketchikan, Juneau sowie Skagway besucht. Zudem haben wir eine Scenic-Cruise im Glacier Bay Nationalpark und im College Fjord unternommen mit atemberaubenden Ausblicken auf die Gletscher von Alaska.

Route Alaska Kreuzfahrt Princess Cruises
Tag 1: Einreise nach Kanada (eTA Antrag) & in die USA (ESTA Antrag)
Tag 1: Royal Princess – Unser Schiff für die Alaska-Kreuzfahrt
Tag 1: Die Sehenswürdigkeiten von Vancouver
Tag 2: Seetag
Tag 3: Ketchikan – Totempfähle, Weißkopfseeadler & Lachse
Tag 4: Juneau - die Hauptstadt Alaskas
Tag 4: Juneau – Whale Watching Tour & Besuch des Mendenhall-Gletscher
Tag 5: Skagway – Ein Spaziergang durch die alte Goldgräberstadt & ein Hundeschlitten-Abenteuer
Tag 5: Haines – Bären und Weißkopfseeadler am Chilkoot River (Wildlife Tour)
Tag 6: Scenic Cruise durch den Glacier-Bay Nationalpark
Tag 7: Scenic Cruise durch den College Fjord & Ankunft in Whittier
Tag 8: Anchorage – Seward Highway & das Alaska Wildlife Conservation Center


iWeiterführende Links:
Haines Skagway Fast Ferry – Info & Tickets
Visit Haines – Visitor Information Center
Princess Cruises – Alaska Kreuzfahrten

Blogger Kooperation

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Zu der Alaska-Kreuzfahrt auf der Royal Princess wurden wir von Princess Cruises eingeladen. Unsere Meinung bleibt davon unberührt und wir haben ausschließlich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke geschildert.


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