Fort Lauderdale – Sehenswürdigkeiten, Strand & Attraktionen (USA)

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Die Stadt Fort Lauderdale nördlich von Miami wird aufgrund ihrer unzähligen Wasserstraßen und Kanäle sowie der zahlreichen Yachten oftmals auch als das „Venedig Amerikas“ und als “Yachting Capital of the World” bezeichnet. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir dieses Mal die Möglichkeit genutzt haben, drei wundervolle Tage in Fort Lauderdale zu verbringen. In diesem Reisebericht erzählen wir Euch etwas zu unserem Hotel, dem Strand, der tollen Fahrt mit dem Wassertaxi durch die Kanäle der Stadt und von unseren Ausflügen ins Museum of Discovery and Science, zur Butterfly World und dem Flamingo Gardens.

Fort Lauderdale Headerbild

Wissenswertes über Fort Lauderdale (Florida)

Die Großstadt Fort Lauderdale liegt an der Atlantikküste Floridas etwa 45 Kilometer nördlich von Miami. Mit ihrem Gründungsjahr 1911 ist sie (zumindest für europäische Verhältnisse) eine recht junge Stadt. Heute zählt Fort Lauderdale etwa 200.000 Einwohner und versprüht den Flair einer entspannten Strandmetropole.

Aufgrund ihrer zahlreichen Kanäle, die sich auf einer Gesamtlänge von über 230 Meilen über das gesamte Stadtgebiet erstrecken, gilt Fort Lauderdale als die Wasserhauptstadt der USA und wird auch als das “Venedig Amerikas” bezeichnet. Der Verkehr auf diesen Kanälen wird überwiegend durch Wassertaxis bestimmt, die die Hotels, Restaurants und Geschäfte miteinander verbinden. Insbesondere Liebhaber des Yachtsports und Bootbesitzer kommen hier voll auf ihre Kosten: Fort Lauderdale hat über 100 Yachthäfen mit 50.000 registrierten Yachten und gilt deshalb als “Yachting Capital of the World“. Wir haben bei unseren Fahrten durch die Kanäle unzählige Villen gesehen, die alle ein eigenes Boot bzw. eher große Yachten “vor der Tür” stehen haben. Eine Ansammlung von so vielen Booten in einer Stadt haben wir zuvor noch nie gesehen. In der Stadt wird auch jedes Jahr die “Fort Lauderdale International Boat Show“, die größte Bootshow der Welt, veranstaltet.

Zu den wichtigsten Museen von Fort Lauderdale zählen das Bonnet House, das Fort Lauderdale History-Center sowie das Antique Car Museum und das Museum of Discovery and Science. Was wir außerdem ganz interessant fanden: In Fort Lauderdale gibt es mit dem “Fort Lauderdale Swap Shop” gleichzeitig das größte Autokino (14 Leinwände) und den größten täglichen Flohmarkt der Welt.

Fort Lauderdale, Florida, USA

Die Stadt Fort Lauderdale in Florida

Unser Hotel The Kimpton Goodland Fort Lauderdale Beach

Während unseres Aufenthaltes in Fort Lauderdale waren wir für drei Nächte im The Kimpton Goodland Fort Lauderdale Beach untergebracht. Das Hotel im Boutique Stil liegt im North Beach Village nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Das 1949 als “Escape Hotel” eröffnete Hotel war zur damaligen Zeit das erste Hotel in Strandnähe, das über einen Swimmingpool verfügte und ganzjährig geöffnet war. Mit der Zeit sind rund um das Hotel zahlreiche weitere Hotels bekannter Hotelketten entstanden.

Unser Aufenthalt im The Kimpton Goodland Fort Lauderdale Beach hat uns sehr gut gefallen: Schönes Design, geschmackvoll eingerichtete Zimmer, ruhige Lage und in Strandnähe. Zum Glück haben wir in der Gegend auch immer einen kostenfreien Parkplatz direkt an der Straße gefunden, denn das Valet Parking ist im Hotel mit 47 USD (plus 7% Sales Tax) schon echt wahnsinnig teuer. Wie in vielen anderen Hotels in Florida auch, wird vor Ort eine Resort Fee von 40 USD pro Zimmer pro Nacht fällig, mit der Dinge wie kostenfreies WLAN, eine tägliche morgendliche Yoga-Session im Innenhof und weitere Annehmlichkeiten finanziert werden.

Wir waren in einem klimatisierten Essential Doppelzimmer mit 2 Queenbetten untergebracht, das zudem über einen Sitzbereich, einen Flachbild-TV, einen Schreibtisch mit Kühlschrank sowie ein Bad mit Dusche, Bademänteln und Fön verfügt. Von der Größe her fanden wir das Zimmer für 2 Erwachsene, ein zweijähriges Kind (mit eigenem Kinderbett) sowie drei Koffer fast schon etwas klein. Aber da wir tagsüber ohnehin die ganze Zeit unterwegs waren, war das nicht ganz so schlimm.

Das Hotel verfügt über insgesamt zwei beheizte Außenpools. Einer befindet sich im begrünten, ruhigen Innenhof und der andere oben auf der Dachterrasse des Nebengebäudes. Der Ausblick von hier auf die Wasserwege der Stadt ist ein absolutes Highlight. Beide Pools sind mit Sitzgelegenheiten, Liegen mit Handtüchern sowie jeweils einer Bar ausgestattet. Hier fehlt es an nichts!

Jeden Morgen haben wir im Hotel ein À-la-carte-Frühstück genießen können. Die Auswahl reicht von Avocado Toast & Bagels über Eierspeisen bis hin zu Salaten, Müsli und Früchte-Bowls. Es ist für uns auf jeden Fall mal eine Abwechslung zum typisch deutschen Frühstück mit Brötchen, Salami & Käse gewesen und hat auch richtig gut geschmeckt.

Sehenswürdigkeiten & Attraktionen

Für unsere drei Tage vor Ort in Fort Lauderdale hatten wir uns ein gut gefülltes Programm vorgenommen mit Strand- und Museumsbesuchen, Fahrten mit dem Water Taxi sowie Tierbegegnungen. Was man in der Stadt & Umgebung alles erleben und entdecken kann, stellen wir euch gerne hier vor.

Der Strand & die Promenade

Der Strand und die Promenade sind neben den vielen Wasserwegen sicherlich das Herzstück und Aushängeschild von Fort Lauderdale. Die Promenade von Fort Lauderdale ist ein langgestreckter Küstenstreifen von 11 Kilometern und verläuft bis Lauderdale-by-the-Sea. Hier kann man wunderbar entspannen und baden gehen, spazieren, joggen, Radfahren und skaten. Unser erstes To-do am Morgen war auf jeden Fall immer ein Besuch der großen Sandkiste am Meer. Das ist ideal, denn dann ist es noch schön leer am Strand und die Temperaturen noch nicht so extrem heiß wie im Laufe des Tages 🙂

Museum of Discovery and Science

Das Museum of Discovery and Science liegt im Herzen des Kunst- und Wissenschaftsviertels und ist eine regelrechte Institution in Fort Lauderdale: Gegründet im Jahr 1977 als ‘The Discovery Center’, beherbergt es heute auf einer Fläche von 150.000 Quadratmetern zahlreiche wissenschaftliche Exponate, einen Wissenschaftspark im Freien, eine Sammlung lebender Tiere, ein wechselndes Programm wissenschaftlicher Vorführungen, Lernlabore, ein Café, einen Laden und ein großes Atrium, in dem sich die Hauptattraktion des Museums befindet: die fast 16 Meter hohe ‘Great Gravity Clock’ ist die größte kinetische Energieskulptur in Florida und eine von nur drei Schwerkraftuhren auf der Welt. Die anderen beiden befinden sich in Mexiko und Japan.

Das Museum of Discovery and Science ist eines der größten Museen seiner Art in Florida und hat die meisten Besucher aller Museen im Bundesstaat (etwa 425.000 jährlich). Es hat sich zur Aufgabe gemacht, Besucher durch interaktive Ausstellungen, Programme und Filme mit der Wissenschaft in Kontakt zu bringen. Hierbei geht es vorallem um die Naturwissenschaften, Gesundheit, Umweltwissenschaften und die frühe Kindheit.

Uns hat der Besuch des Museums sehr gut gefallen: insbesondere bei den vielen verschiedenen interaktiven Stationen gab es für Groß und Klein sehr viel zu entdecken.

Mit dem Water Taxi durch die Kanäle von Fort Lauderdale

Fort Lauderdale wird auch als “Venedig der USA” bezeichnet, denn durch das innere Stadtgebiet verlaufen etwa 165 Meilen Wasserstraßen. Diese kann man am besten mit dem offizielen Water Taxi entdecken. Das Water Taxi fährt täglich von 10 Uhr bis 22 Uhr 2 Routen mit insgesamt 11 Stopps ab; dabei fahren die Boote etwa alle 30 bis 45 Minuten. Mit dem Tagesticket (35 USD pro Person) kann man beide Routen beliebig oft fahren und immer wieder ein- und aussteigen.

Neben dem Kapitän gibt es auf jedem Water Taxi noch einen weiteren Mitarbeiter, der die Tickets kontrolliert und allerlei Wissenswertes während der Fahrt erzählt – sei es zur Geschichte der Stadt, den prachtvollen Häusern oder den opulenten Yachten.

Wir waren einige Stunden mit dem Water Taxi unterwegs und waren wirklich erstaunt, wie viele unglaublich große Villen und beeindruckende Boote & Yachten es hier zu sehen gibt. Wir haben sogar eine Yacht für 81 Millionen USD gesehen. Verrückt!

Mit dem Water Taxi sind wir direkt bis nach Downtown Fort Lauderdale gefahren, wo am Stranahan House die offizielle Route des Water Taxi endet. Man kann Downtown aber dennoch auch vom Wasser aus erkunden, denn ab hier wird der kostenfreie Water Trolley der Stadt eingesetzt, der bis zum Esplanade Park fährt. Wir sind hier ausgestiegen, um einen Teil des fast 2 Kilometer langen Riverwalk entlang zu laufen, der vom Stranahan House bis zum Boward Center of Performing Arts führt. Der Spaziergang direkt am Wasser hat uns total gut gefallen. Hier befinden sich unzählige Hochhäuser, Restaurants, Cafés und Geschäfte sowie einige Museen.

Eine Route des Water Taxi – der sogenannte ‘Hollywood Express’ – führt auch direkt ohne Zwischenstopp nach Hollywood Beach, eine nahgelegene Stadt südlich von Fort Lauderdale. Auf dem Weg dahin kommt man am Port Everglades vorbei, dem Hafen von Fort Lauderdale, der einer der größten Schiffsterminals weltweit ist. Er beherbergt neun große Kreuzfahrtlinien und mehr als 40 große Schiffe. Nach etwa 1 Stunde Fahrt sind wir in Hollywood Beach angekommen, sind hier ausgestiegen und haben einen kleinen Spaziergang am 4 Kilometer langen Hollywood Beach Broadwalk gemacht.

Butterfly World

Die Butterfly World befindet sich etwa 15 Kilometer nördlich von Fort Lauderdale entfernt und ist einer der größten Schmetterlingsgärten der Welt. Der im Jahr 1988 eröffnete Schmetterlingsgarten beherbergt mehr als 20.000 lebende Schmetterlinge aus allen Teilen der Welt, einen nachgebildeten tropischen Regenwald sowie exotische Vögel, faszinierende Blumen, ein Insektarium und eine Aufzuchtstation. Die Anlage ist insgesamt sehr schön angelegt und hat uns sehr gut gefallen.

Das Parken ist auf dem Gelände der Butterfly World kostenfrei möglich und der Eintritt beträgt 32.50 USD pro Person (plus Sales Tax). Wie eigentlich jeden Tag in unserem Urlaub war das Wetter bei unserem Besuch auch heiß und sonnig. Und das sind allerbeste Voraussetzungen für einen Besuch der Butterfly World, denn Schmetterlinge sind wärmeliebende, kaltblütige Tiere, d.h. je heißer, desto mehr Schmetterlingsaktivität 🙂

❖ Auch interessant

Was wir ganz interessant fanden, ist die Antwort auf die meist gestellte Frage in der Butterfly World “Wie lange lebt eigentlich ein Schmetterling?”: Die durchschnittliche Lebenszeit eines Schmetterlings in der Voliere beträgt etwa 14 Tage. In freier Wildbahn sind es dagegen nur etwa 7 Tage. Einige Arten können jedoch bis zu 10 Monate alt werden ggf. auch länger, wenn die Rahmenbedingungen entsprechend sind.

Flamingo Gardens

Einen weiteren Tierpark, den wir in der Nähe von Fort Lauderdale besucht haben, ist der Flamingo Gardens. Auch hier ist das Parken auf dem Gelände kostenfrei möglich und der Eintritt beträgt 21.95 USD (plus Sales Tax). An der Kasse kann man Futterpäckchen (für je 1 USD) für Flamingos und andere Vögel erwerben. Das haben wir natürlich direkt gemacht, um gleich zu Beginn zu den Flamingos zu gehen und diese erst einmal zu füttern – das hatte unserer kleinen Tochter großen Spaß gemacht.

Die Anfänge des Tierparks gehen zurück auf das Jahr 1927. Damit ist er einer von Südfloridas ältesten botanischen Gärten, der auch ein Zuhause für dauerhaft verletzte oder nicht auswilderungsfähige, einheimische Wildtiere aus Florida bietet. Im Park gibt es Tausende von seltenen, exotischen und einheimischen Pflanzen, einige der größten und ältesten Bäume Floridas und über 90 Arten von in Florida heimischen Tieren zu entdecken.

Nachdem wir einmal quer durch den Tierpark gelaufen sind, sind wir zum Abschluss mit einer Tram durch weitere Teile des riesigen Gartens gefahren und konnten tropische Wälder, Obstplantagen, Feuchtgebiete etc. sehen. Die Tram Tour wird jede halbe Stunde zwischen 11 Uhr und 16 Uhr angeboten und ist im Ticketpreis enthalten. Wir haben einen schönen Nachmittag im Flamingo Gardens verbracht, der neben den Tieren und den üppigen Grünanlagen übrigens auch noch das Historic Wray Home Museum beherbergt.